{"id":6316,"date":"2003-09-25T00:00:00","date_gmt":"2003-09-24T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20030925-01n"},"modified":"2003-09-25T00:00:00","modified_gmt":"2003-09-24T22:00:00","slug":"kartoffelernte-2003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kartoffelernte-2003\/","title":{"rendered":"Kartoffelernte 2003"},"content":{"rendered":"<p>Mit insgesamt rund 9,8 Millionen Tonnen wird die Kartoffelernte nach der langanhaltenden Trockenheit und Hitze im Jahr 2003 um 11,9 Prozent geringer ausfallen als im schon unterdurchschnittlichen Vorjahr (11,1 Millionen Tonnen). Die Kartoffeln sind dagegen von \u00fcberwiegend guter Qualit\u00e4t, wobei es an gro\u00dfen Sortierungen mangelt. Dies stellte der Bund\/L\u00e4nder-Sachverst\u00e4ndigenausschuss f\u00fcr die Besondere Ernteermittlung (BEE) gestern bei seinen Beratungen in Braunschweig fest. <\/p>\n<p>Der langj\u00e4hrige Durchschnitt (1997 bis 2002) von 11,7 Millionen Tonnen d\u00fcrfte sogar um rund 16,5 Prozent unterschritten werden. Insgesamt ist dies die niedrigste Ernte seit 1994 (9,7 Millionen Tonnen). Fr\u00fchkartoffeln wurden 461.200 Tonnen (4,7 Prozent der Gesamtmenge) geerntet, das sind 5 Prozent weniger als 2002. Bei den mittelfr\u00fchen und sp\u00e4ten Sorten ging die Erzeugung gegen\u00fcber dem Vorjahr um 12,2 Prozent auf 9,3 Millionen Tonnen zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Nachdem die Bestellung noch meist unter sehr guten Bedingungen vorgenommen werden konnte, verursachte die extreme Trockenheit und Hitze von Juni bis August deutliche Sch\u00e4den. Das Laub starb sehr fr\u00fch ab und die Erntearbeiten konnten wesentlich z\u00fcgiger durchgef\u00fchrt werden als in &#8220;Normaljahren&#8221;. Die Rodungen waren aufgrund des teilweise sehr trockenen, klutigen Bodens anf\u00e4nglich erschwert. <\/p>\n<p>Nachdem die Fr\u00fchkartoffelpreise aufgrund der verhaltenen Nachfrage trotz kleinerer Ernte noch unter Vorjahresniveau lagen, entwickelt sich der Markt f\u00fcr Speise- und Industriekartoffeln sehr positiv. Speisekartoffeln k\u00f6nnen trotz einer leichten Preisdelle Anfang September zu deutlich h\u00f6heren Preisen als im Vorjahr vermarktet werden. Die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle f\u00fcr Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ern\u00e4hrungswirtschaft (ZMP) sch\u00e4tzt die Preise f\u00fcr die 38. Woche auf 12,50 Euro je 100 Kilogramm, w\u00e4hrend im gleichen Vorjahreszeitraum nur 6,44 Euro erl\u00f6st wurden. Auch f\u00fcr Industriekartoffeln liegen die Preise deutlich \u00fcber Vorjahresniveau. F\u00fcr den kommenden Marktverlauf ist mit festen Preisen zu rechnen. Derzeit stehen aus der laufenden Ernte gen\u00fcgend Kartoffeln f\u00fcr den Bedarf zur Verf\u00fcgung. Wegen der sehr kleinen Erntemenge d\u00fcrften die Exporte in Drittl\u00e4nder zur\u00fcckgehen. <\/p>\n<p>Die geringe Erntemenge ist ausschlie\u00dflich auf die im Schnitt sehr niedrigen Hektarertr\u00e4ge zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Kartoffelfl\u00e4che wurde 2003 nur geringf\u00fcgig um 0,2 Prozent auf 283.600 Hektar eingeschr\u00e4nkt. W\u00e4hrend die Fr\u00fchkartoffelfl\u00e4che um 3 Prozent auf 16.200 Hektar verringert wurde, blieb die Anbaufl\u00e4che mittelfr\u00fcher und sp\u00e4ter Sorten mit 267.400 Hektar ann\u00e4hernd gleich. Dabei hat sich jedoch das Verh\u00e4ltnis zwischen Speise- und Industriekartoffeln verschoben. Die Speisekartoffelfl\u00e4che liegt ca. 4,6 Prozent unter dem Vorjahr, gleichzeitig verzeichnen Industriekartoffeln mit + 2,7 Prozent wiederum einen Zuwachs . Die Hektarertr\u00e4ge erreichen bundesweit 345 Dezitonnen und bleiben damit deutlich (- 11,8 Prozent) unter dem Vorjahresniveau (391,2  Dezitonnen je Hektar). Das langj\u00e4hrige Mittel (395,4  Dezitonnen je Hektar) wird ebenfalls nicht erreicht (- 12,7 Prozent). Bei Fr\u00fchkartoffeln gingen die Ertr\u00e4ge gegen\u00fcber 2002 um 2 Prozent zur\u00fcck, bei den mittelfr\u00fchen und sp\u00e4ten Kartoffeln um 12,2 Prozent. <\/p>\n<p>Auch 2003 gibt es gro\u00dfe regionale Unterschiede . Unter der Trockenheit haben vor allem der S\u00fcden und der Osten Deutschlands gelitten. Nur in Hessen (+ 17,6 Prozent) und Schleswig-Holstein (+ 3,2 Prozent) lag die Erntemenge \u00fcber dem Vorjahresergebnis. In Nordrhein-Westfalen ist der R\u00fcckgang mit \u2013 2,5 Prozent noch vergleichsweise gering. Im Hauptanbauland Niedersachsen (44 Prozent der Gesamtkartoffelfl\u00e4che) sind die Ertr\u00e4ge regional sehr heterogen. W\u00e4hrend die Ertr\u00e4ge auf guten Standorten und vor allem auf beregneten Fl\u00e4chen oft sogar vergleichsweise hoch liegen, verzeichnen vor allem die Gebiete westlich der Weser sehr hohe Einbu\u00dfen bei Industriekartoffeln. Insgesamt wird hier mit 4,6 Millionen Tonnen gerechnet, das sind trotz Anbauausdehnung 6,7 Prozent weniger als im schon schwachen Vorjahr. Sehr gro\u00dfe Einbu\u00dfen verzeichnen auch die L\u00e4nder Baden-W\u00fcrttemberg (-31 Prozent), Rheinland-Pfalz (-24,2 Prozent), Saarland (-17,2 Prozent) und Sachsen-Anhalt (-14,8 Prozent). Auch in Bayern, dem zweitgr\u00f6\u00dften Anbauland, liegt die Erntemenge mit voraussichtlich 1,5 Millionen Tonnen 27,7 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzende Tabellen zur Kartoffelernte 2003 stehen <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20030925-01\/tabellen-kartoffelernte-2003.pdf\" >hier<\/a> im PDF-Format zum Download bereit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit insgesamt rund 9,8 Millionen Tonnen wird die Kartoffelernte nach der langanhaltenden Trockenheit und Hitze im Jahr 2003 um 11,9 Prozent geringer ausfallen als im<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-6316","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6316","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6316"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6316\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6316"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6316"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6316"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=6316"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}