{"id":6311,"date":"2003-09-29T00:00:00","date_gmt":"2003-09-28T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20030929-02n"},"modified":"2003-09-29T00:00:00","modified_gmt":"2003-09-28T22:00:00","slug":"ford-modell-u-160-bauteile-aus-naturmaterialien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ford-modell-u-160-bauteile-aus-naturmaterialien\/","title":{"rendered":"Ford Modell &#8220;U&#8221;: 160 Bauteile aus Naturmaterialien"},"content":{"rendered":"<p>Kein Flachs: Ford hat im vergangenen Jahr in seinen europ\u00e4ischen Modellen 26.800 Tonnen an erneuerbaren, das hei\u00dft nachwachsenden, Materialien verwendet &#8211; vor allem Produkte aus Baumwolle, Flachs, Hanf, Holz und Jute. So sind die T\u00fcr-Innenverkleidungen des Ford Mondeo aus mit Kenaf-Fasern verst\u00e4rktem Polypropylen (PP). Die Hutablage des Ford Mondeo besteht aus PP und Holzfasern. Die T\u00fcreins\u00e4tze des Ford Focus werden zu \u00fcber einem Drittel mit Flachsfasern verst\u00e4rkt. Rezyklierte Baumwolle wird in fast allen Ford-Fahrzeugen zur Isolierung verwendet. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr in den europ\u00e4ischen Ford-Modellen in \u00fcber 160 Bauteilen nachwachsende Rohstoffe zum Einsatz. <\/p>\n<p>Die Verwendung nachwachsender Rohstoffe ist ein wichtiger Aspekt der Ford-Umweltstrategie. F\u00fcr jede neue Modell-Linie werden den Entwicklern Quoten vorgegeben, um den Anteil der Natur-Materialien kontinuierlich zu erh\u00f6hen. Strenge interne Vorgaben stellen sicher: Auch solche Bauteile, die nachwachsende Rohstoffe enthalten, beeintr\u00e4chtigen weder die Sicherheit noch die Qualit\u00e4t der Fahrzeuge. Besonders wichtig ist, ob die Verwendung von Natur-Materialien \u00f6kologische Vorteile hat. Dies ist zum Beispiel meistens dann der Fall, wenn durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe das Gewicht des Bauteils verringert werden kann. Gleichzeitig m\u00fcssen f\u00fcr Innenraumteile strenge Geruchsstandards eingehalten werden.<\/p>\n<p>Die Verwendung nachwachsender Rohstoffe hat eine lange Tradition bei Ford. Bereits in Henry Ford\u2019s legend\u00e4rem Modell T kam 1915 Leim auf Weizenbasis zum Einsatz. 1940 stellte Ford einen Kofferraumdeckel aus Sojabohnen-Plaste her. 1941 pr\u00e4sentierte Ford das erste, noch handgefertigte &#8220;Bio&#8221;-Fahrzeug. Au\u00dfer einer Karosserie aus Sojabohnen-Plaste fanden auch andere nachwachsende Rohstoffe wie Weizen, Hanf, Flachs und Kork Verwendung. W\u00e4hrend des zweiten Weltkriegs musste Henry Ford allerdings seinen Traum aufgeben, ein Auto auf Bio-Basis industriell &#8211; das hei\u00dft: in Gro\u00dfserie &#8211; herzustellen. <\/p>\n<p>Ihre Renaissance als Material f\u00fcr die Automobilproduktion erlebten nachwachsende Rohstoffe erst zu Beginn der 1990er Jahre, nun vor allem verwendet in Verbundwerkstoffen aus Kunststoff (Polymere), die mit Naturfasern verst\u00e4rkt werden und das Gewicht der Komponenten und Systeme verringern. Au\u00dferdem ist die Produktion der Natur-Materialien weitgehend CO<sub>2<\/sub>-neutral und zudem weniger Energie-aufw\u00e4ndig als beispielsweise die Herstellung von reinen Kunststoff-Materialien. Hinzu kommt: Bauteile aus nachwachsenden Rohstoffen sind oft leichter als konventionell verst\u00e4rkte Bauteile und f\u00fchren damit indirekt zu verringertem Kraftstoffverbrauch.<\/p>\n<p><center><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20030929-02\/Model_U_014.jpg\" align=\"center\" BORDER=\"0\" ALT=\"Model_U\"\/><\/center><br style=\"clear:left;\"\/>Was nicht zuletzt auch in Bezug auf nachwachsende Rohstoffe alles machbar ist, hat Ford mit der Studie &#8220;Model U&#8221; gezeigt, die Anfang 2003 pr\u00e4sentiert wurde. Das &#8220;Model U&#8221;, ein besonders innovatives und umweltfreundliches Hybridfahrzeug, besteht aus Materialien, die entweder aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt oder komplett rezyklierbar sind. <\/p>\n<p>Mais bildet die Basis f\u00fcr Reifen und Faltdach; f\u00fcr die Sitze sowie die Heckklappe wurden F\u00fcllstoffe aus Soja verwendet, den Motor schmiert Sonnenblumen\u00f6l. Wesentliche Komponenten bestehen aus Polyactiden, einem aus Mais gewonnenen Biopolymer, oder sind aus Bio-Polyester geformt und k\u00f6nnen auch nach jahrelangem Dauereinsatz ohne Qualit\u00e4tsverlust wieder zu Neumaterial aufbereitet werden \u2013 beispielsweise zu Armaturentr\u00e4gern und neuen Verkleidungen f\u00fcr die gegenl\u00e4ufig \u00f6ffnenden Portalt\u00fcren des &#8220;Model U&#8221;.<\/p>\n<p><b>Ansprechpartner:<\/b><br \/>Isfried Hennen (FORD AG)<br \/>Tel.: (0221) 90-17512<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:ihennen1@ford.com\">ihennen1@ford.com<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bio-auto-aus-naturprodukten\/\" >2003-07-29<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bio-cars-by-qinetiq-led-biomat-project\/\" >2003-01-21<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/usa-kafus-bio-composites-liefert-produkte-zu-ford-gm-und-daimlerchrysler\/\" >2000-04-03<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neuer-us-newsletter-ueber-nachwachsende-rohstoffe-amerikanische-automobilindustrie-setzt-zunehmend-auf-naturfasern\/\" >2000-01-21<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kein Flachs: Ford hat im vergangenen Jahr in seinen europ&auml;ischen Modellen 26.800 Tonnen an erneuerbaren, das hei&szlig;t nachwachsenden, Materialien verwendet &#8211; vor allem Produkte aus<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-6311","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6311","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6311"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6311\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6311"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6311"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6311"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=6311"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}