{"id":62954,"date":"2019-05-08T07:32:32","date_gmt":"2019-05-08T05:32:32","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=62954"},"modified":"2019-05-06T11:27:28","modified_gmt":"2019-05-06T09:27:28","slug":"mit-biokunststoffen-in-barriereanwendungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mit-biokunststoffen-in-barriereanwendungen\/","title":{"rendered":"Mit Biokunststoffen in Barriereanwendungen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_62955\" aria-describedby=\"caption-attachment-62955\" style=\"width: 523px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-62955\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/126752_adobestock_79822092.jpg\" alt=\"fruits and vegetables\" width=\"523\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/05\/126752_adobestock_79822092.jpg 580w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/05\/126752_adobestock_79822092-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 523px) 100vw, 523px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-62955\" class=\"wp-caption-text\">Im Rahmen des Projekts Bio-Barriere-Folien (BioBaFol) entwickelt das SKZ in Kooperation mit Projektpartnern PLA-basierte Folien mit besonderen Barriere-Eigenschaften f\u00fcr den Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikbereich.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Nach aktuellen Prognosen des European Bioplastics e.V. und des nova-Institutes wird die globale Produktionsmenge an Biopolymeren von rund 2,05 Millionen Tonnen im Jahr 2017 auf 2,44 Millionen Tonnen im Jahr 2022 ansteigen. Der Trend zu biobasierten und biologisch abbaubaren Kunststoffen ergibt sich vor allem aus der weltweiten Abfallproblematik und steigenden Umweltauflagen f\u00fcr die Industrie. Auch ein wachsendes Umweltbewusstsein der Kunden kommt den Biokunststoffen zugute. Ausgew\u00e4hlte Biokunststoffe bieten dar\u00fcber hinaus auch technische Vorteile. Aufgrund seiner einzigartigen Barriere-Eigenschaften gegen\u00fcber Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoffdioxid wird beispielsweise Polylactid (PLA) in der Verpackungsindustrie \u2013 dem gr\u00f6\u00dften Anwendungsgebiet f\u00fcr Biopolymere \u2013 bereits erfolgreich angewendet.<\/strong><\/p>\n<p>An dieser Stelle kn\u00fcpft das Projekt Bio-Barriere-Folien (BioBaFol) an, das im Rahmen des F\u00f6rderprogramms Nachwachsende Rohstoffe des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) gestartet wurde. Die Projektpartner SKZ, Fraunhofer-Institut f\u00fcr Silicatforschung, Tecnaro, JenCAPS Technology und S\u00fcdpack Verpackungen entwickeln PLA-basierte Folien mit besonderen Barriere-Eigenschaften f\u00fcr den Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikbereich. Eine anorganisch-bio-organischen Funktionsschicht soll die Barriere-Wirkung dieser Folien im Vergleich zu konventionellen Mehrschichtfolien verbessern. Derartige Hybridpolymere kommen bereits in zahlreichen Anwendungsfeldern zum Einsatz, beispielsweise bei photo- und elektrochromen, kratz- und abriebfesten oder antistatischen Beschichtungen. Die hervorragenden Barriere-Eigenschaften sollen nun f\u00fcr den Einsatz von Lebensmittelverpackungen und die flexible Verkapselung optoelektronischer Anwendungen untersucht werden.<\/p>\n<p>Konventionelle Barrierefolien werden \u00fcberwiegend durch Kaschierverbunde abgedeckt. Dabei handelt es sich in der Regel um Duplex-Folien, bei denen zwei unterschiedliche Folien durch Coextrusion miteinander verbunden werden. Hinzu kommen anwendungsspezifische Polyolefine als Siegelmedien. Diese Kaschierverbunde lassen sich derzeit nicht in ihre einzelnen Bestandteile zerlegen, so dass sie nicht in einen Recyclingkreislauf zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. \u201eDurch die Verwendung einer Hybridpolymerschicht auf einem PLA-Tr\u00e4germaterial soll der Recyclingprozess beg\u00fcnstigt werden\u201c, erl\u00e4utert SKZ-Wissenschaftler Alexander Rusam. \u201eDiese Schicht kann bei einer erneuten Folienextrusion in die Polymermatrix eingearbeitet werden und dient auf diese Weise sowohl als Keimbildner bei der Kristallisation als auch als zus\u00e4tzlicher Barrieref\u00fcllstoff. Eine Trennung von Barriereschicht und PLA-Tr\u00e4germaterial ist daher nicht erforderlich, was k\u00fcnftig einen Stoffkreislauf erm\u00f6glichen kann.\u201c<\/p>\n<p>Bis zum Ende der Projektlaufzeit Mitte 2021 wird neben der Machbarkeit ein Scale-up im Technikums-Ma\u00dfstab angestrebt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakt<\/h3>\n<p>Dr.-Ing. Marieluise Lang<br \/>\nBereichsleiterin<br \/>\nMaterialien, Compoundieren, Extrudieren<br \/>\nTel.: +49 931 4104 391<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:m.lang@skz.de\" target=\"_blank\">m.lang@skz.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach aktuellen Prognosen des European Bioplastics e.V. und des nova-Institutes wird die globale Produktionsmenge an Biopolymeren von rund 2,05 Millionen Tonnen im Jahr 2017 auf 2,44 Millionen Tonnen im Jahr 2022 ansteigen. 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