{"id":62871,"date":"2019-05-08T07:26:22","date_gmt":"2019-05-08T05:26:22","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=62871"},"modified":"2019-05-06T11:29:39","modified_gmt":"2019-05-06T09:29:39","slug":"blaue-biooekonomie-in-norddeutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/blaue-biooekonomie-in-norddeutschland\/","title":{"rendered":"Blaue Bio\u00f6konomie in Norddeutschland"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_62873\" aria-describedby=\"caption-attachment-62873\" style=\"width: 478px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.uni-kiel.de\/fileadmin\/_processed_\/d\/1\/csm_109-bams-innovationsraum_4c1af26b7b.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-62873\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/csm_109-bams-innovationsraum_4c1af26b7b-1024x724.png\" alt=\"csm_109-bams-innovationsraum_4c1af26b7b\" width=\"478\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/05\/csm_109-bams-innovationsraum_4c1af26b7b-1024x724.png 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/05\/csm_109-bams-innovationsraum_4c1af26b7b-300x212.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/05\/csm_109-bams-innovationsraum_4c1af26b7b-600x424.png 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/05\/csm_109-bams-innovationsraum_4c1af26b7b.png 1591w\" sizes=\"auto, (max-width: 478px) 100vw, 478px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-62873\" class=\"wp-caption-text\">The innovation area &#8220;Bioeconomy at Marine Sites (BaMS)&#8221; puts aquacultures with aquatic organisms from fresh and salt water at the centre of a comprehensive circular economy. \u00a9 Christian Ridder<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Im Zentrum des BaMS-Projekts steht die Entwicklung eines neuen Innovationsraumes in Norddeutschland mit\u00a079 Projektpartnern aus Forschung, Industrie und Verwaltung. Es werden neue und vor allem nachhaltige Konzepte f\u00fcr eine umfassende Kreislaufwirtschaft, die unter anderem Fische, Muscheln sowie Algen einschlie\u00dfen, erarbeitet. Das Gesamtprojekt wird vom BMBF mit bis zu 20 Millionen Euro gef\u00f6rdert.<\/strong><\/p>\n<p>Die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek betonte bei der Zusage der Projektf\u00f6rderung die Bedeutung der Bio\u00f6konomie: \u201eBio\u00f6konomie ist die Zukunft unserer Wirtschaft. Mit ihr k\u00f6nnen wir Ressourcen nachhaltig nutzen und wiederverwerten. Es gibt bereits viele gute Ideen aus der Forschung, wie der Wandel hin zu einer biobasierten nachhaltigen Wirtschaftsform gelingen kann. Mir ist wichtig, dass diese Ideen bald im Alltag der Menschen in Deutschland ankommen. Deshalb bringen wir in der neuen F\u00f6rderinitiative \u201aInnovationsr\u00e4ume Bio\u00f6konomie\u2018 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Gemeinsam werden sie aus Ideen Innovationen entwickeln. Die vier Innovationsr\u00e4ume werden an Textilien aus nachwachsenden Rohstoffen, der Rohstoffr\u00fcckgewinnung aus Abf\u00e4llen, der nachhaltigen Nutzung von Meeresorganismen und neuen Lebensmittelsystemen arbeiten.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_62874\" aria-describedby=\"caption-attachment-62874\" style=\"width: 283px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.uni-kiel.de\/fileadmin\/_processed_\/e\/0\/csm_109-bams-regenbogenforellen_3fb3b6341c.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-62874\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/csm_109-bams-regenbogenforellen_0077a8ca83-300x200.jpg\" alt=\"csm_109-bams-regenbogenforellen_0077a8ca83\" width=\"283\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/05\/csm_109-bams-regenbogenforellen_0077a8ca83-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/05\/csm_109-bams-regenbogenforellen_0077a8ca83-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/05\/csm_109-bams-regenbogenforellen_0077a8ca83-600x400.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/05\/csm_109-bams-regenbogenforellen_0077a8ca83.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-62874\" class=\"wp-caption-text\">Ein Akteur des Projekts ist die Gesellschaft f\u00fcr Marine Aquakultur mbH (GMA) in B\u00fcsum. In ihren Versuchsbecken schwimmen unter anderem Regenbogenforellen. \u00a9 Michael Schlachter, GMA B\u00fcsum<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Weltmeere bieten gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr vielf\u00e4ltige, nachhaltige Nutzungsformen von der Nahrungsmittelerzeugung bis hin zur Wirkstoffentwicklung, die jedoch aktuell in Norddeutschland nur wenig genutzt werden. \u201eDer Begriff \u201aBio\u00f6konomie auf Marinen Standorten (BaMS)\u2018 nach Norddeutschem Vorbild soll zum Synonym f\u00fcr ein einzigartiges Bioraffineriekonzept werden\u201c, betont Professor Carsten Schulz vom Institut f\u00fcr Tierzucht und Tierhaltung der Agrar- und Ern\u00e4hrungswissenschaftlichen Fakult\u00e4t. \u201eDer Bioraffinerie-Effekt entsteht dadurch, dass aus Abwasserstr\u00f6men und norddeutschen Gew\u00e4ssern N\u00e4hrstoffe entzogen werden, die vor allem im Hinterland durch unterschiedliche Eintragsprozesse entstehen. Die N\u00e4hrstoffe sollen zur Produktion von aquatischer Biomasse genutzt werden und dann weiteren Verwertungsprozessen zugef\u00fchrt werden. Somit k\u00f6nnen \u201aBioraffinerien\u2018 ein m\u00f6gliches \u00dcberangebot an N\u00e4hrstoffen im Wasser reduzieren, \u00d6kosysteme der Norddeutschen Tiefebene und der K\u00fcstengew\u00e4sser entlasten und wertvolle Ressourcen in den Stoffkreislauf zur\u00fcckf\u00fchren\u201c, erkl\u00e4rt Schulz.<\/p>\n<p>\u201eIn Zukunft wird eine \u00f6kologisch-sensitive und nachhaltige Aquakultur an Bedeutung gewinnen. Die Entwicklung entsprechender Anlagen und die Erforschung neuer Verfahren hat ein hohes Innovationspotenzial, das wir in dem neuen Projekt weiter f\u00f6rdern und entscheidend vorantreiben wollen\u201c, erg\u00e4nzt Professor R\u00fcdiger Schulz vom Botanischen Institut an der Universit\u00e4t Kiel, der zusammen mit Professor Carsten Schulz das Projekt leitet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_62875\" aria-describedby=\"caption-attachment-62875\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.uni-kiel.de\/fileadmin\/_processed_\/a\/6\/csm_109-bams-mikroalgen_d13b5331ac.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-62875 size-medium\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/csm_109-bams-mikroalgen_c932459d62-300x225.jpg\" alt=\"csm_109-bams-mikroalgen_c932459d62\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/05\/csm_109-bams-mikroalgen_c932459d62-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/05\/csm_109-bams-mikroalgen_c932459d62-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/05\/csm_109-bams-mikroalgen_c932459d62-600x450.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/05\/csm_109-bams-mikroalgen_c932459d62.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-62875\" class=\"wp-caption-text\">Auch Mikroalgen, hier in Kultivierungsr\u00f6hren, finden Verwendung in Lebensmitteln, Kosmetika und als Ausgangsmaterial f\u00fcr pharmazeutische Produkte f\u00fcr den Menschen. Aus Algen isolierte Stoffe wie Peptide, Pigmente und Antioxidantien k\u00f6nnen zum Beispiel in Hautpflegeprodukten und in Medikamenten eingesetzt werden. \u00a9 Professor R\u00fcdiger Schulz, Uni Kiel<\/figcaption><\/figure>\n<p>In ersten Arbeitsschritten befassen sich Forschungsteams unter anderem mit der Optimierung der Haltungsbedingungen in Aquakulturanlagen sowie der nachhaltigen Nutzung regional produzierter Algen f\u00fcr hochwertige Fetts\u00e4uren und mariner Zuckerverbindungen f\u00fcr die kosmetische und pharmazeutische Industrie. In Zusammenarbeit mit Unternehmen entwickeln Forscherinnen und Forscher neue Lebensmittel aus Miesmuscheln oder stellen aus Algenmaische Fischfutter her. Die Algenmaische entsteht bei der Herstellung von Extrakten aus Algen. Des Weiteren wird untersucht, welche Algen und Schwimmpflanzen in G\u00e4rresten von Biogasanlagen oder in Abw\u00e4ssern von Aquakulturanlagen gedeihen. Zus\u00e4tzlich entwickeln die Forschenden Wasserreinigungsanlagen mithilfe von Pflanzen und Mikroalgen, die in Aquakulturanlagen und als schwimmende Inseln zum Einsatz kommen sollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Projektleiter des BMBF-Projektes \u201eBio\u00f6konomie auf marinen Standorten\u201c sind Professor Carsten Schulz, vom Institut f\u00fcr Tierzucht und Tierhaltung der Agrar- und Ern\u00e4hrungswissenschaftlichen Fakult\u00e4t und Professor R\u00fcdiger Schulz, vom Botanischen Institut und Botanischer Garten der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakult\u00e4t. Die Koordination des Projekts \u00fcbernimmt Dr. Stefan Meyer von der CAU und Netzwerkkoordinator des Kompetenznetzwerk Aquakultur (KNAQ).<\/em><\/p>\n<p><em>Das BMBF f\u00f6rdert das Projekt \u00fcber f\u00fcnf Jahre. Insgesamt sind aktuell 79 Partner-Institutionen beteiligt. Darunter sind 20 haupts\u00e4chlich norddeutsche Forschungseinrichtungen und 34 Unternehmen. Das Projekt st\u00e4rkt dar\u00fcber hinaus den universit\u00e4ren Forschungsschwerpunkt Kiel Marine Science (KMS). Kiel Marine Science (KMS) bildet das Dach f\u00fcr den fakult\u00e4ts\u00fcbergreifenden meereswissenschaftlichen Forschungsschwerpunkt an der Kieler Universit\u00e4t und f\u00f6rdert die fakult\u00e4ts- und fach\u00fcbergreifend die Auseinandersetzung mit meereswissenschaftlichen Themen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Zentrum des BaMS-Projekts steht die Entwicklung eines neuen Innovationsraumes in Norddeutschland mit\u00a079 Projektpartnern aus Forschung, Industrie und Verwaltung. Es werden neue und vor allem nachhaltige Konzepte f\u00fcr eine umfassende Kreislaufwirtschaft, die unter anderem Fische, Muscheln sowie Algen einschlie\u00dfen, erarbeitet. Das Gesamtprojekt wird vom BMBF mit bis zu 20 Millionen Euro gef\u00f6rdert. 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