{"id":62825,"date":"2019-05-06T07:26:25","date_gmt":"2019-05-06T05:26:25","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=62825"},"modified":"2019-04-30T13:35:30","modified_gmt":"2019-04-30T11:35:30","slug":"cannabis-forschung-universitaet-hohenheim-startet-internationales-forschungsnetzwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/cannabis-forschung-universitaet-hohenheim-startet-internationales-forschungsnetzwerk\/","title":{"rendered":"Cannabis-Forschung: Universit\u00e4t Hohenheim startet internationales Forschungsnetzwerk"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_62827\" aria-describedby=\"caption-attachment-62827\" style=\"width: 240px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.uni-hohenheim.de\/index.php?eID=tx_cms_showpic&amp;file=199203&amp;md5=4701452c5ed231124334da77b6a9d400edfaab54&amp;parameters%5B0%5D=YTo0OntzOjU6IndpZHRoIjtzOjQ6IjYwMG0iO3M6NjoiaGVpZ2h0IjtzOjQ6IjYw&amp;parameters%5B1%5D=MG0iO3M6NzoiYm9keVRhZyI7czoyNDoiPGJvZHkgYmdDb2xvcj0iI2ZmZmZmZiI%2B&amp;parameters%5B2%5D=IjtzOjQ6IndyYXAiO3M6Mzc6IjxhIGhyZWY9ImphdmFzY3JpcHQ6Y2xvc2UoKTsi&amp;parameters%5B3%5D=PiB8IDwvYT4iO30%3D\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-62827 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/csm_19_Hanfpflanzen_009_bc423527b4.jpg\" alt=\"csm_19_Hanfpflanzen_009_bc423527b4\" width=\"240\" height=\"160\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-62827\" class=\"wp-caption-text\">Forschungseinrichtungen und Unternehmen in Deutschland und Kanada arbeiten gemeinsam daran, Cannabis ohne Rauschmittel-Eignung f\u00fcr den Markt zu erschlie\u00dfen. (Bildquelle: Universit\u00e4t Hohenheim \/ Astrid Untermann)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Medikamente, Nahrungserg\u00e4nzungsmittel, Hautpflege\u2026: All das und noch viel mehr l\u00e4sst sich aus Cannabis-Varianten herstellen. Doch es gibt noch viele offene Fragen: Wie gedeiht welche Cannabis-Genetik im mitteleurop\u00e4ischen Klima? Welche M\u00f6glichkeiten gibt es, die Bl\u00fcten zu trocknen und nutzbar zu machen? Und wie l\u00e4sst sich Cannabis hektarweise ernten? Prof. Dr. Simone Graeff-H\u00f6nninger von der Universit\u00e4t Hohenheim in Stuttgart besch\u00e4ftigt sich schon lange mit sogenanntem phytocannabinoidreichen Cannabis. Um die Forschung voranzutreiben und auch Unternehmen fr\u00fchzeitig mit einzubeziehen, hat ihr Team ein deutsch-kanadisches Netzwerk ins Leben gerufen. Das Projekt wird vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie gef\u00f6rdert und von der Universit\u00e4t Hohenheim koordiniert.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDass in der Cannabis-Pflanze viel Potenzial steckt, hat der Handel mittlerweile erkannt\u201c, erkl\u00e4rt die Leiterin der Arbeitsgruppe Anbausysteme und Modellierung Prof. Dr. Simone Graeff-H\u00f6nninger. Urspr\u00fcnglich wurde Cannabis in Deutschland als Faserpflanze f\u00fcr Seile, Kleidung oder Papier angebaut. Dann geriet die Pflanze als potentielle Drogenpflanze in Verruf. Dabei lie\u00dfen sich aus Cannabis viele gesundheitsf\u00f6rdernde Stoffe gewinnen: die sogenannten Cannabinoide. Diese seien vor allem in der Medizin, Ern\u00e4hrung oder im Bereich der K\u00f6rperpflege wertvoll, so Prof. Dr. Graeff-H\u00f6nninger.<\/p>\n<p>\u201eAllerdings sind das Wissen um die Cannabis-Pflanze und die Erfahrungswerte in Deutschland noch recht gering\u201c, so Prof. Dr. Graeff-H\u00f6nninger. \u201eWir wissen zum Beispiel nicht, wie verschiedene Genetiken in unserem Klima gedeihen und es gibt noch keine Technik, um medizinisches Cannabis in gro\u00dfen Mengen zu ernten.\u201c<\/p>\n<h3>Forschung und Handel arbeiten Hand in Hand<\/h3>\n<p>Dem Handel fehle nicht nur das n\u00f6tige Wissen, so Prof. Dr. Graeff-H\u00f6nninger, sondern auch der Zugang zu Cannabis-Pflanzen. \u201eObwohl das verwendete Cannabis nicht als Rauschmittel verwendet werden kann, ist der Anbau in Deutschland streng geregelt.\u201c<\/p>\n<p>Die Forschungseinrichtungen brauchen wiederum die Informationen der Unternehmen, welche Produkte in Planung sind oder von den Verbrauchern gew\u00fcnscht sind. \u201eNur so k\u00f6nnen wir Cannabis-Genetiken entwickeln, die den Anspr\u00fcchen des Handels gerecht werden.\u201c<\/p>\n<p>Dabei profitieren Forschung und die Unternehmen voneinander. Der enorme zus\u00e4tzliche Wissensschatz, der sich durch die Zusammenarbeit mit den kanadischen Partnern ergibt, f\u00fchrt zu einem noch gr\u00f6\u00dferen Vorteil f\u00fcr die am Netzwerk beteiligten Unternehmen<br \/>\n\u201eIn Kanada ist Cannabis schon viel l\u00e4nger ein Thema als in Deutschland\u201c, erkl\u00e4rt Projektmitarbeiterin Samantha Jo Grimes. \u201eEs gibt dort schon viel mehr Erfahrungswerte, die sich zwar nicht eins zu eins \u00fcbertragen lassen, von denen wir aber dennoch lernen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Uni Hohenheim forscht im Bereich Anbau und Z\u00fcchtung<\/p>\n<p>Prof. Dr. Graeff-H\u00f6nninger und ihr Team \u00fcbernehmen nicht nur die Leitung des im Rahmen der F\u00f6rderschiene \u201eInternationale ZIM-Netzwerke\u201c erstem vom BMWI gef\u00f6rderten deutsch-kanadischen Netzwerks, sie arbeiten auch gezielt an der Weiterentwicklung phyto-cannabinoidreicher, THC-armer Cannabis-Genetiken.<\/p>\n<p>\u201eWir arbeiten an Genetiken, die man im mitteleurop\u00e4ischen Klima auf dem Feld etablieren kann\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Graeff-H\u00f6nninger. \u201eDazu m\u00fcssen wir herausfinden, wie verschiedene Genetiken auf Umweltfaktoren, Sonneneinstrahlung, Bew\u00e4sserung, D\u00fcngung usw. reagieren.\u201c<\/p>\n<p>Bei den Pflanzen handelt es sich um medizinisches, phytocannabinoides Cannabis. Die Pflanzen enthalten zwar kein Rauschmittel, aber andere Stoffe, sogenannte Cannabinoide, die in der Pharmazie oder im Lebensmittelsektor Anwendung finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eDie genaue Zusammensetzung der Inhaltsstoffe ist von Genetik zu Genetik unterschiedlich, ebenso wie andere Eigenschaften\u201c, so Prof. Dr. Graeff-H\u00f6nninger. Zuk\u00fcnftig wollen die Forscher Z\u00fcchter und Unternehmen beraten, welche Genetik f\u00fcr welches Produkt am geeignetsten ist und f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Genetiken Saatgut bereitstellen.<\/p>\n<h3>Weitere Netzwerkpartner erw\u00fcnscht<\/h3>\n<p>Das Projekt \u201eMedizinisch phytocannabinoid-reiches (PCR) Cannabis\u201c \u00a0ist das erste deutsch-kanadische Netzwerk, das vom Ministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie gef\u00f6rdert wird. Aktuell besteht es aus vier kanadischen und sieben deutschen Partnern.<\/p>\n<p>Vor allem mittelst\u00e4ndische Unternehmen m\u00f6chte Prof. Dr. Graeff-H\u00f6nninger ermutigen, sich dem Netzwerk anzuschlie\u00dfen. F\u00fcr Unternehmen biete sich hier eine hervorragende M\u00f6glichkeit, sich den Bereich Cannabis zu erschlie\u00dfen. \u201eFirmen haben die M\u00f6glichkeit, eigene Fragen an die Forschungseinrichtungen heranzutragen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen Sie F\u00f6rdermittel f\u00fcr eigene Projekte beim Ministerium beantragen.\u201c Im Rahmen des Netzwerks sei pro Projekt eine F\u00f6rderung von 380.000 Euro m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Das Netzwerk \u201eMedizinisch phytocannabinoid-reiches (PCR) Cannabis\u201c ist zun\u00e4chst f\u00fcr 18 Monate bewilligt, jedoch mit der Option, drei weitere Jahre gef\u00f6rdert zu werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakte<\/h3>\n<p>Prof. Dr. Simone Graeff-H\u00f6nninger<br \/>\nUniversit\u00e4t Hohenheim, Arbeitsgruppe Anbausysteme und Modellierung<br \/>\nT 0711 459-22376<br \/>\nE <a href=\"mailto:simone.graeff@uni-hohenheim.de\" target=\"_blank\">simone.graeff@uni-hohenheim.de<\/a><\/p>\n<p>Samantha Jo Grimes<br \/>\nUniversit\u00e4t Hohenheim, Arbeitsgruppe Anbausysteme und Modellierung<br \/>\nT 0711 459-23066<br \/>\nE <a href=\"mailto:s.grimes@uni-hohenheim.de\" target=\"_blank\">s.grimes@uni-hohenheim.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Medikamente, Nahrungserg\u00e4nzungsmittel, Hautpflege\u2026: All das und noch viel mehr l\u00e4sst sich aus Cannabis-Varianten herstellen. 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