{"id":62660,"date":"2019-04-30T07:35:19","date_gmt":"2019-04-30T05:35:19","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=62660"},"modified":"2019-04-25T14:46:52","modified_gmt":"2019-04-25T12:46:52","slug":"neues-verfahren-macht-biokunststoff-konkurrenzfaehig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neues-verfahren-macht-biokunststoff-konkurrenzfaehig\/","title":{"rendered":"Neues Verfahren macht Biokunststoff konkurrenzf\u00e4hig"},"content":{"rendered":"<p>Forscher an der Hokkaido University und an der Technischen Universit\u00e4t Eindhoven haben eine einstufige, kosteng\u00fcnstige Technik zur Herstellung von Polyethylenfuranoat (PEF) entwickelt. Das ist ein Kunststoff, der aus Pflanzen hergestellt wird und PET-Plastik zumindest teilweise ersetzen k\u00f6nnte. Doch der bislang genutzte Produktionsprozess f\u00fcr PEF ist aufw\u00e4ndig und damit viel zu teuer.<\/p>\n<p>Katalyse mit Gold-Nanopartikeln<\/p>\n<p>Entscheidend war es f\u00fcr das Forscherteam, einen Weg zu finden, um die als Ausgangsmaterial ben\u00f6tigten Monomere kosteng\u00fcnstig herzustellen. Durch Vernetzung dieser Monomere miteinander entsteht solider Kunststoff. Bisher werden sie aus Hydroxymethylfurfural (HMF) gewonnen. Der entsprechende Prozess hat aber eine so geringe Ausbeute, dass er unwirtschaftlich ist. Kiyotaka Nakajima und Emiel Hensen setzen stattdessen auf HMF-Acetal. Daraus lassen sich in einem einstufigen Prozess mit Hilfe eines speziellen Katalysators, der Nanopartikel aus Gold enth\u00e4lt, die ben\u00f6tigten Monomere herstellen, und zwar mit einer Ausbeute von 80 bis 95 Prozent.<\/p>\n<p>Das sei ein gewaltiger Fortschritt auf dem Weg hin zur Produktion von Biopolymeren, sagen die Forscher. Sie betonen, dass dieser Prozess weniger Schritte ben\u00f6tigt und dass der Energieaufwand geringer ist als bei der bisherigen Methode. Nakajima und Hensen glauben, dass die neue Technik nicht nur die Chance bietet, eine wirtschaftliche Produktion von PEF aufzubauen, sondern auch die Akzeptanz von Biopolymeren verbessern wird. Die Forscher gehen davon aus, dass es m\u00f6glich ist, auch andere Kunststoffe auf der Basis ihrer Forschungsergebnisse herzustellen.<\/p>\n<p>PET-Jahreskapazit\u00e4t liegt bei mehr als 30 Millionen Tonnen<\/p>\n<p>Die Chancen, dass das Biopolymer PEF dem klassischen PET Marktanteile abjagt, wenn es preislich mithalten kann, ist gro\u00df, weil PEF mindestens ebenso stabil, hitzebest\u00e4ndig und luftdicht ist wie PET. PEF k\u00f6nnte vor allem im Verpackungsbereich PET abl\u00f6sen, aber auch zur Produktion von Flaschen f\u00fcr Mineralwasser und andere Getr\u00e4nke genutzt werden. Die weltweite Produktionskapazit\u00e4t liegt bei mehr als 30 Millionen Tonnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forscher an der Hokkaido University und an der Technischen Universit\u00e4t Eindhoven haben eine einstufige, kosteng\u00fcnstige Technik zur Herstellung von Polyethylenfuranoat (PEF) entwickelt. Das ist ein Kunststoff, der aus Pflanzen hergestellt wird und PET-Plastik zumindest teilweise ersetzen k\u00f6nnte. Doch der bislang genutzte Produktionsprozess f\u00fcr PEF ist aufw\u00e4ndig und damit viel zu teuer. 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