{"id":62575,"date":"2019-04-25T07:32:03","date_gmt":"2019-04-25T05:32:03","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=62575"},"modified":"2021-09-09T21:30:15","modified_gmt":"2021-09-09T19:30:15","slug":"niederlande-planen-gigawatt-elektrolyseur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/niederlande-planen-gigawatt-elektrolyseur\/","title":{"rendered":"Niederlande planen Gigawatt-Elektrolyseur"},"content":{"rendered":"<p>In den Niederlanden lotet ein Forschungskonsortium die M\u00f6glichkeiten zum Bau einer Power-to-Gas-Anlage im Gigawatt-Ma\u00dfstab aus. Ziel sei es, die Gewinnung von Wasserstoff via Elektrolyse auf ein industrielles Level zu bringen, teilte das Institute for Sustainable Process Technology (ISPT), das das Projekt namens &#8220;Gigawatt Elektrolysefabriek&#8221; koordiniert. Zu dem Konsortium geh\u00f6ren Unternehmen wie Shell, Dow Chemical, Orsted und Gasunie sowie wissenschaftlichen Einrichtungen wie die Universit\u00e4t Utrecht und das Imperial College London. In einem ersten Schritt wollen sie in den kommenden Jahren die Anforderungen f\u00fcr den Bau eines entsprechenden Elektrolyseurs definieren.<\/p>\n<p>Strategische Bedeutung<\/p>\n<p>Die derzeitige Wasserstoffproduktion in den Niederlanden betr\u00e4gt circa 800.000 Tonnen j\u00e4hrlich &#8211; \u00fcberwiegend aus Erdgas. Haupts\u00e4chlich wird der Wasserstoff f\u00fcr die Herstellung von Ammoniak und Kunstd\u00fcnger, im Raffinationssektor sowie in der chemischen Industrie genutzt wird. Um die Niederlande k\u00fcnftig mit CO2-freiem Wasserstoff zu versorgen, w\u00e4ren mehrere Elektrolyseanlagen im GW-Bereich n\u00f6tig, schreibt das Institut. Den f\u00fcr die Elektrolyse ben\u00f6tigten Strom sollen Windparks in den Niederlanden und in der Nordsee liefern. Es werde erwartet, dass diese Anlagen um 2030 einige Dutzend Gigawatt an nachhaltigem Strom erzeugen werden. Ihre Bedeutung reicht dabei \u00fcber die Erzeugung nachhaltigen Wasserstoffs f\u00fcr die Industrie hinaus. Denn diese Anlagen k\u00f6nnen auch zu einer k\u00fcnftigen flexiblen Energieinfrastruktur beitragen, in der Wasserstoff als Energietr\u00e4ger fungiert.<\/p>\n<p>Ziel: Kostensenkung und Skalierbarkeit<\/p>\n<p>Beim heutigen Stand der Technologie w\u00fcrde der Preis f\u00fcr einen Gigawatt-Elektrolyseur bei etwa einer Milliarde Euro liegen. Das Konsortium strebt jedoch einen Richtwert von 350 Mio. Euro an, damit die Anlage eine wettbewerbsf\u00e4hige Alternative zur konventionellen Wasserstofftechnologie bietet. Au\u00dferdem erwarten die Projektpartner, dass das Vorhaben zu wesentlichen Fortschritten der Elektrolysetechnologie beitr\u00e4gt und damit M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die niederl\u00e4ndische Fertigungsindustrie bei der Herstellung von Elektrolyse-Anlagen und -Komponenten schafft.<\/p>\n<p>Nach der Entwicklung des Projektentwurfs soll gepr\u00fcft werden, wo und wie eine solche industrielle Gigawatt-Elektrolyseanlage integriert werden k\u00f6nnte. In der n\u00e4chsten Projektphase, die gegenw\u00e4rtig geplant wird, werden daher Fallstudien in Zusammenarbeit mit der Industrie durchgef\u00fchrt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Industrieregionen der Niederlande wie Gent, Rotterdam, Amsterdam oder Delfzijl. Wichtige Partner in dieser n\u00e4chsten Phase des Projekts sind die H\u00e4fen der K\u00fcstenst\u00e4dte sowie die dort ans\u00e4ssige Industrie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Niederlanden lotet ein Forschungskonsortium die M\u00f6glichkeiten zum Bau einer Power-to-Gas-Anlage im Gigawatt-Ma\u00dfstab aus. Ziel sei es, die Gewinnung von Wasserstoff via Elektrolyse auf ein industrielles Level zu bringen, teilte das Institute for Sustainable Process Technology (ISPT), das das Projekt namens &#8220;Gigawatt Elektrolysefabriek&#8221; koordiniert. 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