{"id":62152,"date":"2019-04-09T07:26:03","date_gmt":"2019-04-09T05:26:03","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=62152"},"modified":"2019-04-04T13:54:54","modified_gmt":"2019-04-04T11:54:54","slug":"avantium-demo-anlage-zur-produktion-von-bio-meg-in-delfzijl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/avantium-demo-anlage-zur-produktion-von-bio-meg-in-delfzijl\/","title":{"rendered":"Avantium: Demo-Anlage zur Produktion von Bio-MEG in Delfzijl"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das niederl\u00e4ndische Chemieunternehmen Avantium errichtet eine Demonstrations\u00adan\u00adla\u00adge zur bio-basierten Produktion von Mono-Ethylenglycol (MEG) am Standort Delfzijl.<\/strong><\/p>\n<p>Laut Pressemitteilung des Unternehmens soll der PET-Ausgangsstoff MEG in der Anlage mit dem von Avantium entwickelten Mekong-Verfahren aus Zucker gewonnen werden. Mit den entsprechenden Bauarbeiten im Chemie Park Delfzijl wurde bereits begonnen, die Fertigstellung der Anlage ist in der zweiten H\u00e4lfte dieses Jahres geplant. Der Komplex wird \u00fcber Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die Gewinnung von etwa zehn Tonnen Bio-MEG im Jahr verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Mit der Demo-Anlage soll die Anwendung des neuen, einstufigen MEG-Verfahrens erweitert und dessen technische und wirtschaftliche Effizienz best\u00e4tigt werden. Gleichzeitig pr\u00fcft Avantium bereits Kooperationsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine umfassende weltweite Vermarktung des Verfahrens.<\/p>\n<p>Wie Avantium bereits im vergangenen Jahr mitteilte, entsteht die Anlage im Rahmen eines Investitionsprogramms im Volumen von bis 20 Mio. Euro zur weiteren Technologieentwicklung. Ausschlaggebend f\u00fcr die Ansiedlung in Delfzijl war der aktuellen Aussendung zufolge ein Finanzierungszuschuss in H\u00f6he von zwei Mio. Euro aus dem EU-Regionalentwicklungsfonds, der vom Kooperationsverband Noord-Nederland f\u00fcr das Projekt ausgereicht wird.<\/p>\n<p>Avantium-CEO Tom van Aken erkl\u00e4rte: &#8220;Ich bin begeistert von den technologischen Fortschritten unseres Mekong-Verfahrens. Unser MEG auf pflanzlicher Grundlage hat das Potenzial, bislang auf fossiler Basis produzierte allt\u00e4gliche Verpackungsmaterialien und Textilien in Produkte auf pflanzlicher Basis zu verwandeln. Der Chemie Park Delfzijl ist ein ausgezeichneter Standort f\u00fcr die weitere Entwicklung unseres Mekong-Verfahrens. Die Region unterst\u00fctzt nachhaltige Technologien und verf\u00fcgt \u00fcber hoch qualifizierte und motivierte Arbeitskr\u00e4fte.&#8221;<\/p>\n<p>Avantium zufolge wird MEG derzeit zu mehr als 99 Prozent aus fossilen Ressourcen gewonnen. Angesichts des in den n\u00e4chsten 20 Jahren erwarteten Anstiegs der weltweiten Nachfrage von 28 Mio. Tonnen auf bis zu 50 Mio. Tonnen gilt die bio-basierte MEG-Produktion als Alternative mit einem hohen Wachstumspotenzial.<\/p>\n<p>Die in Amsterdam ans\u00e4ssige Avantium gilt als f\u00fchrendes Technologieunternehmen im Bereich der erneuerbaren Chemie. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen auf pflanzlicher Basis. Die an den B\u00f6rsen in Amsterdam und Br\u00fcssel notierte Avantium berichtet f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2018 einen Umsatzr\u00fcckgang gegen\u00fcber 2017 um elf Prozent auf 11,3 Mio. Euro. Gleichzeitig erh\u00f6hte sich der Nettoverlust von 16,8 Mio. Euro auf 68,4 Mio. Euro, Hauptgrund daf\u00fcr ist die \u00dcbernahme der Anteile von BASF an dem bisherigen Joint Venture Synvina.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das niederl\u00e4ndische Chemieunternehmen Avantium errichtet eine Demonstrations\u00adan\u00adla\u00adge zur bio-basierten Produktion von Mono-Ethylenglycol (MEG) am Standort Delfzijl. 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