{"id":61860,"date":"2019-03-29T07:32:55","date_gmt":"2019-03-29T06:32:55","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=61860"},"modified":"2019-03-26T14:09:39","modified_gmt":"2019-03-26T13:09:39","slug":"nachhaltige-biooekonomie-als-zukunftschance-fuer-das-rheinische-revier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachhaltige-biooekonomie-als-zukunftschance-fuer-das-rheinische-revier\/","title":{"rendered":"Nachhaltige Bio\u00f6konomie als Zukunftschance f\u00fcr das Rheinische Revier"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Ausstieg aus der Braunkohlef\u00f6rderung erfordert im Rheinischen Revier innovative Konzepte, um Wirtschaftskraft und Lebensqualit\u00e4t in der Region zu erhalten und auf Nachhaltigkeit auszurichten. Hierbei kann die Bio\u00f6konomie wichtige Beitr\u00e4ge leisten. Deshalb wurde in den letzten Monaten mit der Exploration der regionalen Bio\u00f6konomie-Potenziale begonnen.<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDas Ende der Braunkohlef\u00f6rderung ist ein tiefer Einschnitt in die regionale Entwicklung und das Selbstverst\u00e4ndnis der Menschen im Rheinischen Revier. Es birgt aber auch gro\u00dfe Chancen und Potenziale f\u00fcr eine neue, in die Zukunft gerichtete regionale Identit\u00e4t.<\/p>\n<p>Seine au\u00dferordentlich gute naturr\u00e4umliche Ausstattung gepaart mit einer hochproduktiven Landwirtschaft, einer ausgewiesenen Bio\u00f6konomie-Forschung (z.B. <a href=\"https:\/\/www.biosc.de\/start\" target=\"_blank\">BioSC<\/a>, Exzellenzcluster <a href=\"http:\/\/www.phenorob.de\/\" target=\"_blank\">PhenoRob<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.ceplas.eu\/de\/home\/\" target=\"_blank\">CEPLAS<\/a>) und der exzellenten Innovationslandschaft zum Thema Nachhaltige Bio\u00f6konomie bietet g\u00fcnstige Rahmenbedingungen f\u00fcr die Entwicklung einer beispielgebenden Bio\u00f6konomie-Modellregion (\u201eBio\u00f6konomie-Revier\u201c).<\/p>\n<p>Die Region die gekennzeichnet durch nachhaltige Wertsch\u00f6pfungsmodelle, zukunftssichere und vielf\u00e4ltige Arbeitspl\u00e4tze, eine lebenswerte Umwelt und eine enge Verkn\u00fcpfung mit den St\u00e4dten entlang der Rheinschiene sowie in der Euregio. Die Bev\u00f6lkerung sowie der Chemiesektor oder die Ern\u00e4hrungswirtschaft dienen als regionale Absatzm\u00e4rkte f\u00fcr landwirtschaftliche Erzeugnisse (Nahrungs-und Futtermittel, biogene Wertstoffe). Zudem werden in den St\u00e4dten erhebliche Mengen biogener Abfall- und Reststr\u00f6me generiert, die als Rohstoffe in Produktionsprozessen eingesetzt oder als D\u00fcnger ausgebracht werden (Kreislaufwirtschaft).<\/p>\n<p>Es ist nun wichtig, alle relevanten Akteure aus den verschiedenen gesellschaftlichen Sektoren (Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kommunen, Zivilgesellschaft etc.) und entlang der Wertsch\u00f6pfungskette zu identifizieren und zielgerichtet miteinander zu vernetzen. Ein solches Multi-Akteurs-Netzwerk soll Ausgangspunkt f\u00fcr die Entwicklung von Pilot- und Demonstrationsprojekten oder Institutionen werden, die in neuen Gesch\u00e4ftsmodellen und Wertsch\u00f6pfungskonzepten (S2B) m\u00fcnden sollen und als Basis f\u00fcr ein regionales Bio\u00f6konomie-Profil dienen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Forschungszentrum J\u00fclich hat die Bio\u00f6konomie in den vergangenen Monaten durch eine Reihe von Ma\u00dfnahmen (z.B. Zukunftsforum Nachhaltige Bio\u00f6konomie und B\u00fcrgertagung Zukunftsmodell Zirkul\u00e4re Bio\u00f6konomie) als Potenzialfeld f\u00fcr den Strukturwandel platziert und neue Kooperationen initiiert. Dazu geh\u00f6rt die erfolgreiche Beteiligung am F\u00f6rderprogramm \u201e<a href=\"https:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Textsammlungen\/Energie\/modellvorhaben-unternehmen-revier.html\" target=\"_blank\">Unternehmen Revier<\/a>\u201c, aus der das Projekt \u201e<a href=\"http:\/\/www.biorevier.de\/\" target=\"_blank\">BioREVIER<\/a>\u201c hervorgeht und das von der <a href=\"http:\/\/rheinisches-revier.de\/\" target=\"_blank\">Zukunftsagentur Rheinisches Revier<\/a> koordiniert wird. Es hat die fl\u00e4chendeckende Erfassung aller relevanten Bio\u00f6konomie-Akteure im Revier zum Ziel genauso wie die Vernetzung, die Entwicklung von Projekten, die Aufnahme eines B\u00fcrgerdialogs und die Leitbildentwicklung.<\/p>\n<p>In den kommenden Monaten wird die regionale Perspektive immer wieder auch in BioSC-Aktivit\u00e4ten eine Rolle spielen. Denn dem BioSC kommt eine Schl\u00fcsselfunktion bei der Generierung innovativer Bio\u00f6konomie-Konzepte zu, f\u00fcr deren Praxistest das \u201eBio\u00f6konomie-Revier\u201c Voraussetzungen im Sinne eines Reallabors bieten kann. Nun gilt es alle Ressourcen in der Region f\u00fcr die Bio\u00f6konomie zu b\u00fcndeln und so zum Gelingen des Strukturwandels in der Region beizutragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ausstieg aus der Braunkohlef\u00f6rderung erfordert im Rheinischen Revier innovative Konzepte, um Wirtschaftskraft und Lebensqualit\u00e4t in der Region zu erhalten und auf Nachhaltigkeit auszurichten. Hierbei kann die Bio\u00f6konomie wichtige Beitr\u00e4ge leisten. Deshalb wurde in den letzten Monaten mit der Exploration der regionalen Bio\u00f6konomie-Potenziale begonnen. 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