{"id":60966,"date":"2019-02-27T07:32:13","date_gmt":"2019-02-27T06:32:13","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=60966"},"modified":"2019-02-22T13:10:07","modified_gmt":"2019-02-22T12:10:07","slug":"statistik-biooekonomie-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/statistik-biooekonomie-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Statistik: Bio\u00f6konomie in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Der Gesamtumsatz aller Biotechnologie-Unternehmen lag 2016 bei 3,55 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anteil von 0,12% an der Bruttowertsch\u00f6pfung Deutschlands. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19\/7547) auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19\/7102). Zudem sei die Zahl der Biotechnologie-Start-Ups von 10 im Jahr 2015 auf 20 im Jahr 2016 gestiegen.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung definiert die Bio\u00f6konomie als ein Konzept, das an nat\u00fcrlichen Stoffkreisl\u00e4ufen orientiert ist und alle Wirtschaftsbereiche umfasst, die nachwachsende Ressourcen wie Pflanzen, Tiere sowie Mikroorganismen und deren Produkte erzeugen, be- und verarbeiten und damit handeln. Zum Einsatz kommen nach der Definition nicht nur Rohstoffe, die in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sowie in der Aquakultur oder der mikrobiellen Produktion erzeugt werden, sondern zunehmend auch biogene Rest- und Abfallstoffe. Strom, der in Deutschland aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft erzeugt wird, trage zum nachhaltigen Wirtschaften bei. Gleiches gelte f\u00fcr nachhaltig erzeugte Energie aus Biomasse, Rest- und Abfallstoffen. Grunds\u00e4tzlich sch\u00e4tzt die Bundesregierung das Wertsch\u00f6pfungspotenzial der Bio\u00f6konomie insbesondere in Wirtschaftsbereichen, die allgemein Biomasse (Rest- wie Rohstoffe) verarbeiten oder biotechnologische Verfahren nutzen, hoch ein. Dies gelt vor allem f\u00fcr die auf Enzymen basierende Herstellung neuer Wirkstoffe, von Fein- und Spezialchemikalien oder von Konsumg\u00fctern, wie zum Beispiel Reinigungsmitteln und Kosmetika.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung weist darauf hin, dass belastbare amtliche statistische Daten zur Bio\u00f6konomie der Bundesregierung nur eingeschr\u00e4nkt vorliegen. Dies liege auch daran, dass in den g\u00e4ngigen Statistiken keine pr\u00e4zise Aufschl\u00fcsselung zwischen biobasierten und fossilen Sektoren erfolge. Die Bio\u00f6konomie sei branchen\u00fcbergreifend, weswegen routinem\u00e4\u00dfig erhobene statistische Daten derzeit nur schwer der Bio\u00f6konomie zuzuordnen seien. Um eine systemische Betrachtung und Modellierung aller relevanten Faktoren und Wirkungen einer Bio\u00f6konomie &#8211; inklusive wirtschaftlicher Kennzahlen &#8211; vornehmen zu k\u00f6nnen, habe die Bundesregierung im Jahre 2016 den Aufbau eines umfassenden Monitorings der Bio\u00f6konomie gestartet.<\/p>\n<p>In Zust\u00e4ndigkeit des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF), des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) und des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi) w\u00fcrden im Rahmen der Pilotphase drei Forschungsauftr\u00e4ge\/ Studien mit dem Ziel durchgef\u00fchrt, ein Monitoring zum Voranschreiten der Bio\u00f6konomie zu etablieren. Ergebnisse werden f\u00fcr das Jahr 2020 erwartet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gesamtumsatz aller Biotechnologie-Unternehmen lag 2016 bei 3,55 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anteil von 0,12% an der Bruttowertsch\u00f6pfung Deutschlands. 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