{"id":60913,"date":"2019-02-26T07:26:22","date_gmt":"2019-02-26T06:26:22","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=60913"},"modified":"2019-02-21T14:15:47","modified_gmt":"2019-02-21T13:15:47","slug":"mit-eierschalen-energie-speichern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mit-eierschalen-energie-speichern\/","title":{"rendered":"Mit Eierschalen Energie speichern"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_60914\" aria-describedby=\"caption-attachment-60914\" style=\"width: 248px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.kit.edu\/downloads\/pi_bilder\/2019_024_Mit%20Eierschalen%20Energie%20speichern.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-60914 \" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/2019_024_Mit-Eierschalen-Energie-speichern_72-dpi-300x200.jpg\" alt=\"ClicKIT Unverpackt\" width=\"248\" height=\"165\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-60914\" class=\"wp-caption-text\">Eierschalen bestehen aus por\u00f6sem Calciumcarbonat, das sich sehr gut f\u00fcr elektrochemische Speicher eignet. (Foto: Manuel Balzer, KIT)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Bioabfall in Form von H\u00fchnereierschalen erweist sich als sehr effektiv f\u00fcr die Energiespeicherung. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Team, zu dem auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des vom Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) gegr\u00fcndeten Helmholtz-Instituts Ulm (HIU) geh\u00f6ren. Das nachhaltige Speichermaterial, das einen kosteng\u00fcnstigen Lithium-Ionen-Kondensator erm\u00f6glichen k\u00f6nnte, stellt die Gruppe nun in der Zeitschrift <em>Dalton Transactions<\/em> der Royal Society of Chemistry vor (DOI: 10.1039\/c8dt03252a).<\/strong><\/p>\n<p>H\u00fchnereier werden weltweit in gro\u00dfen Mengen in der Lebensmittel-, Pharma- und Fertigungsindustrie eingesetzt. Nach der Verwendung der Eier werden die Schalen jedoch weggeworfen und als Bioabfall auf Deponien entsorgt. Dabei besteht die Schale aus einem Verbundwerkstoff aus Calciumcarbonat (CaCO<sub>3<\/sub>) und einer proteinreichen Fasermembran. \u201eEs gibt \u00fcberraschenderweise immer wieder neue Beispiele, in denen Naturstoffe gute bis sehr gute Voraussetzungen mitbringen, um daraus Materialien f\u00fcr elektrochemische Speicher herzustellen\u201c, erkl\u00e4rt Professor Maximilian Fichtner vom Helmholtz-Institut Ulm, einer Einrichtung unter Tr\u00e4gerschaft des KIT.<\/p>\n<p>Fichtner entdeckte zusammen mit australischen Kolleginnen und Kollegen die vielversprechenden elektrochemischen Eigenschaften von H\u00fchnereierschalen, die Lithium durch einen hohen Anteil an CaCO<sub>3<\/sub> gut speichern k\u00f6nnen. Das Eierschalenpulver wurde als Elektrode gegen eine metallische Lithium-Anode in einem nichtw\u00e4ssrigen Elektrolyten verwendet. Bei \u00fcber 1 000 Lade- und Entladezyklen hielt die Testzelle eine Kapazit\u00e4t von 92 Prozent aufrecht. Verwendet wurden von den Eierschalen sowohl die verkalkte Schale als auch die inneren und \u00e4u\u00dferen Schalenmembranen. Die Forschenden wuschen, trockneten und zerkleinerten die Schalen zu einem Pulver und erhielten ein leitf\u00e4higes Material.<\/p>\n<p>Bislang kamen Eierschalenabf\u00e4lle bereits in einer Reihe von Anwendungen zum Einsatz, etwa in der Biokeramik, in Kosmetika oder in der Farbstoffindustrie. Auch fungierte die proteinreiche, faserige Eierschalenmembran als Separator in Superkondensatoren. Als Elektrode fanden die Bioabf\u00e4lle nun aber weltweit erstmals Verwendung. Um die Leistungsf\u00e4higkeit des Materials zu verbessern und einen breiten Einsatz zu erm\u00f6glichen, seien nun weitere Forschung und ein detailliertes Verst\u00e4ndnis des elektrochemischen und physikalischen Verhaltens des Materials erforderlich, so das Forschungsteam.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Originalpublikation:<\/h3>\n<p>Minakshi, M.; Visbal, H.; Mitchell, D. R. G.; Fichtner, M.: Bio-waste chicken eggshells to store energy. 2018. Dalton transactions, 2018 (47), 16828\u201316834. doi:10.1039\/c8dt03252a.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pubs.rsc.org\/en\/Content\/ArticleLanding\/2018\/DT\/C8DT03252A#!divAbstract\u00a0\" target=\"_blank\">https:\/\/pubs.rsc.org\/en\/Content\/ArticleLanding\/2018\/DT\/C8DT03252A#!divAbstract\u00a0<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber das KIT-Zentrum Energie: <a href=\"http:\/\/www.energie.kit.edu\u00a0\" target=\"_blank\">http:\/\/www.energie.kit.edu\u00a0<\/a><\/h3>\n<h3>\u00dcber das KIT<\/h3>\n<p>Als \u201eDie Forschungsuniversit\u00e4t in der Helmholtz-Gemeinschaft\u201c schafft und vermittelt das KIT Wissen f\u00fcr Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen ma\u00dfgebliche Beitr\u00e4ge in den Feldern Energie, Mobilit\u00e4t und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplin\u00e4ren Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 25\u00a0100 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universit\u00e4res Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationst\u00e4tigkeit am KIT schl\u00e4gt die Br\u00fccke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bioabfall in Form von H\u00fchnereierschalen erweist sich als sehr effektiv f\u00fcr die Energiespeicherung. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Team, zu dem auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des vom Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) gegr\u00fcndeten Helmholtz-Instituts Ulm (HIU) geh\u00f6ren. Das nachhaltige Speichermaterial, das einen kosteng\u00fcnstigen Lithium-Ionen-Kondensator erm\u00f6glichen k\u00f6nnte, stellt die Gruppe nun in der Zeitschrift Dalton [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[10608,14613],"supplier":[13588,1563],"class_list":["post-60913","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-biooekonomie","tag-energiespeicher","supplier-helmholtz-institut-ulm","supplier-karlsruher-institut-fuer-technologie-kit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60913","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60913"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60913\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60913"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60913"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60913"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=60913"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}