{"id":60462,"date":"2019-02-08T07:35:01","date_gmt":"2019-02-08T06:35:01","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=60462"},"modified":"2019-02-05T14:45:05","modified_gmt":"2019-02-05T13:45:05","slug":"nachhaltigkeit-kommission-legt-reflexionspapier-ueber-ein-nachhaltigeres-europa-bis-2030-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachhaltigkeit-kommission-legt-reflexionspapier-ueber-ein-nachhaltigeres-europa-bis-2030-vor\/","title":{"rendered":"Nachhaltigkeit: Kommission legt Reflexionspapier \u00fcber ein nachhaltigeres Europa bis 2030 vor"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im Rahmen der Debatte \u00fcber die Zukunft Europas, die mit dem Wei\u00dfbuch der Kommission vom 1. M\u00e4rz 2017 angesto\u00dfen wurde, ver\u00f6ffentlicht die Kommission heute ein Reflexionspapier \u00fcber ein nachhaltiges Europa bis 2030.<\/strong><\/p>\n<p>Als Folgema\u00dfnahme zur Rede von Pr\u00e4sident Juncker zur <a href=\"http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_SPEECH-17-3165_en.htm\" target=\"_blank\">Lage der Union<\/a> 2017 angek\u00fcndigt, ist die Vorlage dieses Dokuments eine der Ma\u00dfnahmen, mit denen die EU ihrer festen Zusage zur Verwirklichung der von der Vereinten Nationen formulierten Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung und der Ziele des Klimaschutz\u00fcbereinkommens von Paris nachkommen will. Das Dokument, in dem die vielf\u00e4ltigen Herausforderungen, vor denen Europa steht, bewertet und m\u00f6gliche Zukunftsszenarien dargestellt werden, soll als Leitfaden f\u00fcr die Diskussionen dar\u00fcber dienen, wie diese Ziele am besten erreicht werden k\u00f6nnen und wie die Europ\u00e4ische Union bis 2030 am besten dazu beitragen kann. Aufbauend auf den Ergebnissen der letzten Jahre verdeutlichen diese Szenarien, dass weitere Ma\u00dfnahmen erforderlich sind, damit die EU und die Welt eine nachhaltige Zukunft im Interesse des Wohlergehens der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sichern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Erste Vizepr\u00e4sident der Kommission, <strong>Frans Timmermans<\/strong>, erkl\u00e4rte dazu: <em>\u201eDie nachhaltige Entwicklung beginnt und endet mit den Menschen; es geht darum, die Nachhaltigkeit und den Wohlstand unserer Wirtschaft und Gesellschaft gleichzeitig zu sichern. Wir tun dies damit wir unsere Lebensweise bewahren und das Wohlergehen unserer Kinder und Enkel noch weiter verbessern k\u00f6nnen, wenn es um Gleichheit, eine gesunde nat\u00fcrliche Umwelt und eine prosperierende, gr\u00fcne und inklusive Wirtschaft geht. Unsere Aufgabe ist es, die Zukunft unseres Planeten f\u00fcr alle zu sichern. Europa kann und sollte eine Vorreiterrolle \u00fcbernehmen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Der f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsf\u00e4higkeit zust\u00e4ndige Vizepr\u00e4sident der Europ\u00e4ischen Kommission, <strong>Jyrki Katainen<\/strong>, f\u00fchrte aus: <em>\u201eDie Nachhaltigkeit ist Teil der europ\u00e4ischen DNA. Es geht darum, daf\u00fcr zu sorgen, dass k\u00fcnftige Generationen die gleichen oder bessere M\u00f6glichkeiten haben als wir, und gleichzeitig die begrenzten Ressourcen unseres Planeten zu wahren. Die Investitionsoffensive f\u00fcr Europa leistet dazu einen Beitrag, indem der Privatsektor an Bord geholt wird, und mit dem Aktionsplan f\u00fcr ein nachhaltiges Finanzwesen wird die Schaffung eines neuen Marktes f\u00fcr nachhaltige Investitionen erleichtert. Durch die inklusive Modernisierung unserer Gesellschaften, die umfassende Einbeziehung der Kreislaufwirtschaft und die Nutzung der Vorteile neuer Technologien wie der k\u00fcnstlichen Intelligenz k\u00f6nnen wir die Klimaneutralit\u00e4t anstreben und daf\u00fcr sorgen, dass wir unseren Planeten in einem besseren Zustand an unsere Kinder weitergeben.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Im Laufe der Jahre ist die EU zu einem Spitzenreiter im Bereich der Nachhaltigkeit geworden. Sie verf\u00fcgt \u00fcber die h\u00f6chsten Sozial- und Umweltstandards und setzt sich nachdr\u00fccklich f\u00fcr das Klimaschutz\u00fcbereinkommen von Paris und f\u00fcr innovative Konzepte wie die Kreislaufwirtschaft ein. Die Juncker-Kommission hat seit Beginn ihres Mandats daf\u00fcr gesorgt, dass das Thema der nachhaltigen Entwicklung in allen Politikbereichen ber\u00fccksichtigt wird.<\/p>\n<p>Doch wie der Rest der Welt steht auch die EU vor dr\u00e4ngenden, komplexen und sich ver\u00e4ndernden Herausforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit ihren \u00f6kologischen Schulden und dem Klimawandel, dem demografischen Wandel, der Migration, der Ungleichheit, der wirtschaftlichen und sozialen Konvergenz und dem Druck auf die \u00f6ffentlichen Finanzen. Dar\u00fcber hinaus ist der zunehmende Hang zu Isolationismus und Nationalismus ein Zeichen daf\u00fcr, dass zu viele Europ\u00e4er das Gef\u00fchl haben, in dieser Welt des Wandels nicht ausreichend gesch\u00fctzt zu sein. Diese Tatsachen sollten uns jedoch nicht Besorgnis und Angst einfl\u00f6\u00dfen, sondern uns zum Handeln animieren.<\/p>\n<p>Im heute vorgestellten Reflexionspapier liegt der Schwerpunkt auf den <strong>wichtigsten politischen Grundlagen<\/strong> f\u00fcr die Nachhaltigkeitswende. Dazu geh\u00f6ren unter anderem der \u00dcbergang von der linearen zur Kreislaufwirtschaft, die Korrektur der Ungleichgewichte in unserem Lebensmittelsystem, die zukunftssichere Gestaltung unserer Energieversorgung, unserer Geb\u00e4ude und unserer Mobilit\u00e4t sowie die Gew\u00e4hrleistung einer gerechten Nachhaltigkeitswende, bei der niemand, auch keine Region, zur\u00fcckgelassen wird. Im Fokus stehen auch die <strong>horizontalen Faktoren<\/strong>\u201a die die Nachhaltigkeitswende unterst\u00fctzen m\u00fcssen, darunter Bildung, Wissenschaft, Technologie, Forschung, Innovation und Digitalisierung; Finanzen, Preisgestaltung, Steuern und Wettbewerb; verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln, soziale Verantwortung von Unternehmen und neue Gesch\u00e4ftsmodelle; offener und auf Regeln basierter Handel: Politikgestaltung und -koh\u00e4renz auf allen Ebenen. Am Schluss des Papiers wird betont, wie wichtig es ist, dass die sich EU in ihrer Vorreiterrolle f\u00fcr die Nachhaltigkeitswende auf globaler Ebene einsetzt, denn unsere Ma\u00dfnahmen werden nur begrenzte Auswirkungen auf den Planeten haben, wenn andere eine entgegengesetzte Politik verfolgen.<\/p>\n<p>In dem Papier werden drei Szenarien vorgestellt, um die Diskussion \u00fcber Folgema\u00dfnahmen zu den Zielen f\u00fcr nachhaltige Entwicklung innerhalb der EU anzuregen. Diese Szenarien dienen der Veranschaulichung: Sie zielen darauf ab, verschiedene Ideen anzubieten und zu Diskussionen und zum Nachdenken anzuregen. Das letztendliche Ergebnis w\u00e4re wahrscheinlich eine Kombination bestimmter Elemente aus jedem Szenario. Die drei Szenarien sind:<\/p>\n<ol>\n<li>Eine \u00fcbergreifende EU-Strategie f\u00fcr nachhaltige Entwicklung, die als Richtschnur f\u00fcr alle Ma\u00dfnahmen der EU und ihrer Mitgliedstaaten dienen soll;<\/li>\n<li>Kontinuierliche Ber\u00fccksichtigung der SDG in allen relevanten EU-Politikbereichen durch die Kommission, ohne Verpflichtung der Mitgliedstaaten zum Handeln:<\/li>\n<li>St\u00e4rkere Fokussierung auf das ausw\u00e4rtige Handeln bei gleichzeitiger Konsolidierung der derzeitigen Nachhaltigkeitsbestrebungen auf EU-Ebene.<\/li>\n<\/ol>\n<h3>Hintergrund<\/h3>\n<p>Am 25. September\u00a02015 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen 17\u00a0Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung. Sie sind als Teil einer neuen \u201eAgenda 2030\u201c f\u00fcr nachhaltige Entwicklung darauf ausgerichtet, die Armut zu beseitigen, den Planeten zu sch\u00fctzen und Wohlstand f\u00fcr alle zu sichern. Jedes der 17 Ziele umfasst spezifische Zielvorgaben (insgesamt 169), die bis 2030 erreicht werden sollen. Die EU war eine treibende Kraft hinter der Annahme der Agenda 2030 und der Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung.<\/p>\n<p>Am 22. November 2016 nahm die Kommission als Reaktion auf die Agenda 2030 eine Mitteilung mit dem Titel \u201e<a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/europeaid\/sites\/devco\/files\/communication-next-steps-sustainable-europe-20161122_en.pdf\" target=\"_blank\">N\u00e4chste Schritte f\u00fcr eine nachhaltige Zukunft Europas<\/a>\u201c an. Die Mitteilung bot einen \u00dcberblick \u00fcber den Beitrag der EU zur Agenda 2030 und die wichtigsten Ma\u00dfnahmen der EU zur Umsetzung der 17 Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung. Darin wurde erl\u00e4utert, wie die 10 Priorit\u00e4ten dieser Kommission f\u00fcr den Zeitraum 2014-2019 zur globalen Agenda 2030 beitragen, und die Einrichtung einer hochrangigen Multi-Stakeholder-Plattform unter dem Vorsitz des Ersten Vizepr\u00e4sidenten Timmermans angek\u00fcndigt, die eine Rolle bei den Folgema\u00dfnahmen zur Umsetzung der Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung und beim Austausch entsprechender bew\u00e4hrter Verfahren \u00fcbernehmen soll.<\/p>\n<p>Am 13. September 2017 k\u00fcndigte der Pr\u00e4sident in der <a href=\"http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_SPEECH-17-3165_en.htm\" target=\"_blank\">Rede zur Lage der Union<\/a> beigef\u00fcgten Absichtserkl\u00e4rung ein Reflexionspapier mit dem Titel \u201eAuf dem Weg zu einem nachhaltigen Europa bis 2030\u201c zum Thema der Folgema\u00dfnahmen zu den Zielen f\u00fcr nachhaltige Entwicklung, einschlie\u00dflich der Ziele des Klimaschutz\u00fcbereinkommens von Paris, an.<\/p>\n<p>Dem heute vorgelegten Reflexionspapier sind ausf\u00fchrliche Anh\u00e4nge beigef\u00fcgt, in denen auf die Leistung und die j\u00fcngsten Ma\u00dfnahmen der EU im Zusammenhang mit den Zielen f\u00fcr nachhaltige Entwicklung n\u00e4her eingegangen wird. Der Beitrag der hochrangigen Multi-Stakeholder-Plattform der EU ist ebenfalls beigef\u00fcgt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Weitere Informationen<\/h3>\n<p>Factsheet: <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/files\/factsheet-towards-sustainable-europe_de\" target=\"_blank\">Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Europa bis 2030<\/a><\/p>\n<p>Reflexionspapier:\u00a0<a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/files\/reflection-paper-towards-sustainable-europe_en\" target=\"_blank\">Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Europa bis 2030<\/a><\/p>\n<p>Anh\u00e4nge zum heute ver\u00f6ffentlichten Reflexionspapier:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/files\/annex-i-juncker-commissions-contribution-sustainable-development-goals_en\" target=\"_blank\">Beitrag der Juncker-Kommission zu den Zielen f\u00fcr nachhaltige Entwicklung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/files\/annex-ii-eus-performance-sustainable-development-goals_en\" target=\"_blank\">Leistung der EU im Hinblick auf die Ziele f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/files\/annex-iii-contribution-sdg-multi-stakeholder-platform-reflection-paper_en\" target=\"_blank\">Beitrag der Multi-Stakeholder-Plattform f\u00fcr die SDG zum Reflexionspapier<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"Arbeitsunterlage%20der Kommissionsdienststellen: EU-Bericht \u00fcber Politikkoh\u00e4renz im Interesse der Entwicklung 2019:\" target=\"_blank\">Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststellen: EU-Bericht \u00fcber Politikkoh\u00e4renz im Interesse der Entwicklung 2019:<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/future-europe\/white-paper-future-europe-and-way-forward_en\" target=\"_blank\">Wei\u00dfbuch zur Zukunft Europas (1. M\u00e4rz 2017) und fr\u00fchere Reflexionspapiere<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/documents\/3217494\/9237449\/KS-01-18-656-EN-N.pdf\/2b2a096b-3bd6-4939-8ef3-11cfc14b9329\" target=\"_blank\">Eurostat-Bericht \u00fcber die \u00dcberwachung der nachhaltigen Entwicklung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/clima\/policies\/strategies\/2050_en\" target=\"_blank\">Ein sauberer Planet f\u00fcr alle: eine Strategie f\u00fcr ein klimaneutrales Europa bis 2050<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen der Debatte \u00fcber die Zukunft Europas, die mit dem Wei\u00dfbuch der Kommission vom 1. M\u00e4rz 2017 angesto\u00dfen wurde, ver\u00f6ffentlicht die Kommission heute ein Reflexionspapier \u00fcber ein nachhaltiges Europa bis 2030. 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