{"id":60382,"date":"2019-02-12T06:41:40","date_gmt":"2019-02-12T05:41:40","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.innovations-report.com%2Fhtml%2Freports%2Flife-sciences%2Fhow-rapeseed-could-be-used-as-a-protein-source-for-human-nutrition-bitter-rapeseed.html"},"modified":"2019-02-06T11:22:34","modified_gmt":"2019-02-06T10:22:34","slug":"bitterer-raps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bitterer-raps\/","title":{"rendered":"Bitterer Raps"},"content":{"rendered":"<p><strong>Rapssaat enth\u00e4lt nicht nur \u00d6l, sondern auch hochwertiges Eiwei\u00df. Doch Proteinextrakte aus Raps besitzen eine intensive, bittere Fehlnote. Ein Team um den Lebensmittelchemiker Thomas Hofmann hat nun die f\u00fcr den bitteren Geschmack entscheidende Substanz identifiziert. Ein erster Schritt, um Raps f\u00fcr die menschliche Eiwei\u00dfversorgung zu erschlie\u00dfen.<\/strong><\/p>\n<p>Laut Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) wird sich der Nahrungsmittelbedarf aufgrund der wachsenden Weltbev\u00f6lkerung bis zum Jahr 2050 in etwa verdoppeln. \u201eIn diesem Zusammenhang sind insbesondere bei der Eiwei\u00dfversorgung Engp\u00e4sse zu erwarten\u201c, sagt Thomas Hofmann, Leiter des Lehrstuhls f\u00fcr Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik an der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM).<\/p>\n<p>Daher sei es wichtig, neue pflanzliche Proteinquellen f\u00fcr die menschliche Ern\u00e4hrung zu erschlie\u00dfen. Eine gute einheimische Quelle sei die Rapssaat, so Hofmann weiter, der auch Direktor des <a href=\"https:\/\/www.leibniz-lsb.de\/\" target=\"_blank\">Leibniz-Instituts f\u00fcr Lebensmittel-Systembiologie<\/a> ist.<\/p>\n<h3>Rapssaat enth\u00e4lt hochwertiges Protein<\/h3>\n<p>Rapssaat enth\u00e4lt nicht nur \u00d6l, sondern auch hochwertiges Eiwei\u00df, das viele lebensnotwendige Aminos\u00e4uren enth\u00e4lt. Weltweit fallen pro Jahr etwa 1,12 Millionen Tonnen Rohprotein bei der Raps\u00f6lproduktion an. Obwohl Landwirte den bei der \u00d6lgewinnung anfallenden Rapskuchen seit langem als Eiwei\u00dffuttermittel in der Tiermast verwenden, spielt Raps als Proteinquelle in der menschlichen Ern\u00e4hrung bislang keine Rolle.<\/p>\n<p>Ein Grund ist, dass in der Rapssaat enthaltene Begleitsubstanzen den Geschmack der aus Raps gewonnen Eiwei\u00dfisolate stark beeintr\u00e4chtigen. Zu diesen Substanzen z\u00e4hlen zum Beispiel sehr bitter schmeckende, sekund\u00e4re Pflanzeninhaltsstoffe. Hofmann und sein Team gingen daher der Frage nach, welche Bitterstoffe genau den unangenehmen Fehlgeschmack von Rapsprotein verursachen.<\/p>\n<h3>Die Schl\u00fcsselsubstanz, die Rapseiwei\u00df bitter schmecken l\u00e4sst<\/h3>\n<p>Die Forschenden untersuchten drei verschiedene Eiwei\u00dfisolate mit Hilfe massenspektrometrischer Analysemethoden sowie mit Geschmackstests. Beim ersten Isolat handelte es sich um einen Extrakt aller im Rapsschrot enthaltenen Proteine. Das zweite Isolat enthielt \u00fcberwiegend Cruciferin und das dritte Napin, wobei es sich um die beiden Hauptspeichereiwei\u00dfe der Rapssaat handelt. Alle drei Eiwei\u00dfextrakte wiesen einen Proteingehalt von 80 bis 90 Prozent auf.<\/p>\n<p>Wie die Untersuchungen erstmals zeigen, ist eine Verbindung mit dem Namen Kaempferol-3-O-(2\u2018\u2018\u2018-O-sinapoyl-\u00df-sophorosid) die Schl\u00fcsselsubstanz, die Proteinextrakte aus Raps bislang ungenie\u00dfbar macht. Insbesondere das Cruciferin-Isolat enthielt mit 390 Milligramm pro Kilogramm sehr viel von diesem Bitterstoff. Das Rapsschrot- und das Napin-Isolat wiesen zwar weniger als ein Zehntel der Menge auf, schmeckten im Sensoriktest aber immer noch bitter.<\/p>\n<h3>Ausgangspunkt f\u00fcr neue Verfahren<\/h3>\n<p>\u201eDa wir den Verursacher der bitteren Fehlnote nun kennen, lassen sich sehr viel leichter geeignete technologische Verfahren oder z\u00fcchterische Strategien entwickeln, mit denen sich aus Rapssaat wohlschmeckende, eiwei\u00dfreiche Lebensmittel herstellen lassen\u201c, sagt Co-Autorin Corinna Dawid, die an der TUM die Arbeitsgruppe Phytometabolomics leitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rapssaat enth\u00e4lt nicht nur \u00d6l, sondern auch hochwertiges Eiwei\u00df. Doch Proteinextrakte aus Raps besitzen eine intensive, bittere Fehlnote. Ein Team um den Lebensmittelchemiker Thomas Hofmann hat nun die f\u00fcr den bitteren Geschmack entscheidende Substanz identifiziert. Ein erster Schritt, um Raps f\u00fcr die menschliche Eiwei\u00dfversorgung zu erschlie\u00dfen. 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