{"id":60229,"date":"2019-02-04T07:20:38","date_gmt":"2019-02-04T06:20:38","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=60229"},"modified":"2019-01-30T12:59:54","modified_gmt":"2019-01-30T11:59:54","slug":"grosse-fortschritte-bei-der-entwicklung-umweltvertraeglicher-schmierstoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/grosse-fortschritte-bei-der-entwicklung-umweltvertraeglicher-schmierstoffe\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Fortschritte bei der Entwicklung umweltvertr\u00e4glicher Schmierstoffe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die vier Partner des vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rderten Projekts \u00bbPHAt \u2013 Polyhydroxyalkanoate als Verdickungs- und Bindemittel in technischen Schmierstoffen\u00ab ziehen nach einem Jahr Projektlaufzeit eine \u00e4u\u00dferst positive Bilanz. Unkonventionelle, biobasierte Rohstoffe f\u00fcr die Schmierstoffindustrie erzielen in ersten Anwendungstests beachtenswerte Ergebnisse. Das mit rund 1,25 Millionen Euro gef\u00f6rderte Projekt vereint Experten aus Industrie und Wissenschaft, die insbesondere f\u00fcr sensible Einsatzgebiete umweltfreundliche Schmiermittel entwickeln.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_60231\" aria-describedby=\"caption-attachment-60231\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2019\/phat\/_jcr_content\/contentPar\/pressarticle\/pressArticleParsys\/textblockwithpics\/imageComponent1\/image.img.large.jpg\/1548250946774_phat-bioklebstoffbakterien.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-60231 size-medium\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/1548250946774_phat-bioklebstoffbakterien-300x225.jpg\" alt=\"1548250946774_phat-bioklebstoffbakterien\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/02\/1548250946774_phat-bioklebstoffbakterien-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/02\/1548250946774_phat-bioklebstoffbakterien.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-60231\" class=\"wp-caption-text\">Die Polymere werden aus Bakterien isoliert und anschlie\u00dfend chemisch modifiziert. \u00a9 Fritzmeier Umwelttechnik GmbH und Co.KG<\/figcaption><\/figure>\n<p>Moderne Schmiermittel sind Hochleistungsfluide, die f\u00fcr ihren jeweiligen Anwendungsbereich speziell formuliert werden. In jeder Maschine, ob Flugzeug, Traktor oder Windrad, kommt ein ganzes Set an unterschiedlichen Schmierstoffen und Gleitlacken zum Einsatz. Dabei werden dem Grund\u00f6l Verdickungs- bzw. Bindemittel zugesetzt, um die Viskosit\u00e4t bzw. filmbildende Eigenschaften zu regulieren. Heutzutage bestehen in der Schmierstoffbranche aber nicht nur hohe Anforderungen an die technischen Merkmale der Rezepturen, sondern auch an deren Nachhaltigkeit.<\/p>\n<h3>Biobasierte Inhaltsstoffe f\u00fcr eine nachhaltige Zukunft<\/h3>\n<p>Herk\u00f6mmliche Verdickungsmittel werden typischerweise aus Metallseifen oder anorganischen F\u00fcllstoffen, sowie fossil basierten Kunst- und Polyharnstoffen hergestellt. Das \u00bbPHAt\u00ab-Konsortium arbeitet an einer umweltfreundlichen Alternative. Es verfolgt das Ziel, biobasierte und bioabbaubare Verdickungs- und Bindemittel auf Basis von Polyhydroxyalkanoaten (PHA) zu entwickeln. Bereits nach dem ersten Projektjahr verzeichnen die Partner beachtenswerte Erfolge:<\/p>\n<p>Aus einer Vielzahl an potenziellen PHA-Klassen wurden die vielversprechendsten identifiziert und werden derzeit im Laborma\u00dfstab produziert.<\/p>\n<p>Anhand theoretischer Betrachtungen zum \u00d6l-Verdickersystem kann die Viskosit\u00e4t modelliert und eingestellt werden.<\/p>\n<p>In der Praxis zeigen erste Muster eine vielversprechende Verdickungswirkung. Auch konnten erste interessante Bindersysteme f\u00fcr Gleitlacke identifiziert werden.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich muss noch weitere Forschung betrieben werden, doch Projektkoordinatorin Dr. Inna Bretz vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT ist zuversichtlich: \u00bbEs freut uns sehr, dass bereits im ersten Projektjahr derart positive Ergebnisse vorliegen. Dabei haben wir noch viele Ideen, wie man Polyhydroxyalkanoate chemisch modifizieren kann, um die Flie\u00dfeigenschaften, L\u00f6slichkeit sowie thermische und oxidative Stabilit\u00e4t zu verbessern. Wir sind optimistisch, die Performance der Verdickungs- und Bindemittel weiter steigern zu k\u00f6nnen.\u00ab<\/p>\n<p>Es bleiben den Partnern noch zwei Projektjahre, um die neuen Verdickungs- und Bindemittel weiterzuentwickeln und in Schmierstoffen und Gleitlacken anwendungsnah zu pr\u00fcfen. Projektpartner sind neben Fraunhofer UMSICHT die Fritzmeier Umwelttechnik GmbH &amp; CO. KG, die UnaveraChemLab GmbH sowie die FUCHS SCHMIERSTOFFE GmbH in Zusammenarbeit mit der FUCHS LUBRITECH GmbH. Angesto\u00dfen wurde das Projekt innerhalb des Kooperationsnetzwerks \u00bbBioPlastik\u00ab, das durch die IBB Netzwerk GmbH gemanagt wird.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>\u00dcber die Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH)<\/h3>\n<p>Die IBB Netzwerk GmbH ist eine Netzwerk- und Dienstleistungsorganisation auf dem Gebiet der Industriellen Biotechnologie und nachhaltigen \u00d6konomie. Ihr Ziel ist, die Umsetzung wertvoller wissenschaftlicher Erkenntnisse auf diesen Gebieten in innovative, marktf\u00e4hige Produkte und Verfahren zu katalysieren. Die IBB Netzwerk GmbH betreibt das Management der ZIM-Kooperationsnetzwerke \u00bbMoDiPro\u00ab, \u00bbUseCO2\u00ab und der verstetigten Kooperationsnetzwerke \u00bbBioPlastik\u00ab und \u00bbWaste2Value\u00ab. Insbesondere unterst\u00fctzt die IBB Netzwerk GmbH die Netzwerkpartner bei der Ausarbeitung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Sitz des Unternehmens ist Martinsried bei M\u00fcnchen.<\/p>\n<h3>\u00dcber das Kooperationsnetzwerk \u00bbBioPlastik\u00ab<\/h3>\n<p>Lebensmittelverpackungen, Tragetaschen, Spielzeug oder Funktionstextilien \u2013 in allen diesen Produkten sind typischerweise fossilbasierte Kunststoffe enthalten. Diese k\u00f6nnen in der Natur nur sehr schlecht abgebaut werden. Die Reste reichern sich als unerw\u00fcnschter und umwelt- bzw. gesundheitssch\u00e4dlicher Kunststoffm\u00fcll an, z.B. im Meer. Die\u00a0Partner des Kooperationsnetzwerks \u00bbBioPlastik\u00ab haben es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, technische Projekte zur Entwicklung von innovativen, biobasierten, abbaubaren und gleichzeitig preisg\u00fcnstigen Biopolymeren durchzuf\u00fchren. Materialien aus Bioplastik \u2013 insbesondere Materialien aus den bisher wenig vermarkteten Polyhydroxyalkanoaten (PHA) \u2013 sollen dadurch deutliche Marktanteile an Massenprodukten gewinnen. Dar\u00fcber hinaus stellen die Partner hohe Nachhaltigkeitskriterien an die Herstellung der Biopolymere und die Materialien selbst.<\/p>\n<p>Initiator und Management des Kooperationsnetzwerks \u00bbBioPlastik\u00ab ist die IBB Netzwerk GmbH. Die Zusammenarbeit der Partner im Kooperationsnetzwerk wurde von Januar 2014 bis Dezember 2016 im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des BMWi gef\u00f6rdert. Das bundesweite F\u00f6rderprogramm ist technologie- und branchenoffen und unterst\u00fctzt mittelst\u00e4ndische Unternehmen sowie Partner aus der Wissenschaft. Anfang 2017 wurde \u00bbBioPlastik\u00ab durch Eigenbeitr\u00e4ge der Partner verstetigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakt<\/h3>\n<p>Dr. rer. nat. Inna\u00a0Bretz<br \/>\nGruppenleiterin Polymerchemie<br \/>\nTelefon\u00a0+49 208 8598-1313<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/send-mail?l=de&amp;m=1.4566a97b943450e81188a54cdd6c57ad&amp;k=496e6e6120427265747a&amp;r=2f64652f7072657373652d6d656469656e2f7072657373656d69747465696c756e67656e2f323031392f706861742e68746d6c\" target=\"_blank\">E-Mail senden<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vier Partner des vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rderten Projekts \u00bbPHAt \u2013 Polyhydroxyalkanoate als Verdickungs- und Bindemittel in technischen Schmierstoffen\u00ab ziehen nach einem Jahr Projektlaufzeit eine \u00e4u\u00dferst positive Bilanz. Unkonventionelle, biobasierte Rohstoffe f\u00fcr die Schmierstoffindustrie erzielen in ersten Anwendungstests beachtenswerte Ergebnisse. 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