{"id":60147,"date":"2019-01-31T07:32:24","date_gmt":"2019-01-31T06:32:24","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=60147"},"modified":"2019-01-28T13:21:13","modified_gmt":"2019-01-28T12:21:13","slug":"neues-hochhaus-soll-leuchtturm-projekt-fuer-holzbau-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neues-hochhaus-soll-leuchtturm-projekt-fuer-holzbau-werden\/","title":{"rendered":"Neues Hochhaus soll Leuchtturm-Projekt f\u00fcr Holzbau werden"},"content":{"rendered":"<p>Im Schwarzwald ist der Holzbau traditionell weit verbreitet. Doch nun soll im Auftrag der Baugenossenschaft Arlinger in Pforzheim ein ganz besonderes Hochaus errichtet werden. Das Geb\u00e4ude soll 14 Stockwerke hoch sein und in der Hauptsache aus Holz bestehen. Wenn der Bau erfolgreich verlaufen sollte, wird der Modellcharakter zum Leuchtturm f\u00fcr den Holzbau.<\/p>\n<p>Das neue Hochhaus mit Namen Carl ist aber mehr als nur ein Leuchtturm-Projekt. Gleichzeitig wird mit den neuen Geb\u00e4ude in Pforzheim der so dringend ben\u00f6tigte Wohnraum geschaffen. Die Materialien kommen aus der Region und sind klimaschonend und nachwachsend. Das Vorhaben wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) durch eine Stiftung mit 330.700 Euro gef\u00f6rdert. Der Bau soll aus drei Teilen bestehen, einem Hochhaus und zwei flachen Geb\u00e4uden. Baubeginn soll im Fr\u00fchjahr 2021 sein. Insgesamt sollen 73 Wohnungen entstehen. Au\u00dferdem soll eine Kindertagesst\u00e4tte und eine B\u00e4ckerei darin Platz finden.<\/p>\n<p>Neue Wege sparen Ressourcen und Energie<\/p>\n<p>&#8220;Konventionelles Bauen mit Stein, Stahl und Beton ben\u00f6tigt sehr viele Ressourcen und Energie&#8221;, erl\u00e4utert Sabine Djahanschah, DBU-Fachreferentin f\u00fcr Architektur und Bauwesen. \u201cDer Holzbau stellt dazu eine \u00f6kologische Alternative dar, die wirtschaftlich konkurrenzf\u00e4hig werden soll.\u201d Bisher g\u00e4be es aber die Regelung, dass Hochh\u00e4user aus Holz nur mit vielen Ausnahmeregelungen genehmigt werden. F\u00fcr die Bauherren ist das aufgrund der h\u00f6heren Kosten nicht mehr attraktiv.<\/p>\n<p>Holz-Hybrid-Bauweise schafft Stabilit\u00e4t und Brandschutz<br \/>\nMit diesem Leuchtturm-Projekt soll eine neue Richtung eingeschlagen werden. Das Konzept soll Schule machen und auch von anderen genutzt werden. In Sachen Brandschutz und Statik sollen die L\u00f6sungen bundesweit einsetzbar sein. Bei dieser Bauweise handelt es sich um eine Holz-Hybrid-Version. Das bedeutet, dass auch Stahl und Beton eingesetzt werden. Der Kern des Treppenhauses w\u00e4re beispielsweise aus Brandschutzgr\u00fcnden aus Beton. Der Anteil w\u00fcrde jedoch sehr gering ausfallen, um Rohstoffe zu schonen, denn Sand ist knapp. Stahlbeton besteht zu zwei Dritteln aus Sand. Vorgefertigte Module sollen einen schnellen Bau garantieren. Es liegt auf der Hand, dass gerade im Schwarzwald mit Holz gebaut werden soll, denn regionales Holz ist vorhanden. Holz eignet sich ideal zum Bauen. Es hat wenig Eigengewicht, ist stabil und besitzt eine hohe Tragkraft. Berechnungen haben au\u00dferdem ergeben, dass mit dem Holzbau rund 2.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid Emissionen weniger ausgesto\u00dfen werden w\u00fcrde. Zudem w\u00e4chst Holz nach und kann wieder recycelt werden. Das macht diesen Leuchtturm fernab der K\u00fcstenregionen interessant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Schwarzwald ist der Holzbau traditionell weit verbreitet. Doch nun soll im Auftrag der Baugenossenschaft Arlinger in Pforzheim ein ganz besonderes Hochaus errichtet werden. Das Geb\u00e4ude soll 14 Stockwerke hoch sein und in der Hauptsache aus Holz bestehen. Wenn der Bau erfolgreich verlaufen sollte, wird der Modellcharakter zum Leuchtturm f\u00fcr den Holzbau. 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