{"id":5997,"date":"2003-02-10T00:00:00","date_gmt":"2003-02-09T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20030210-05n"},"modified":"2003-02-10T00:00:00","modified_gmt":"2003-02-09T22:00:00","slug":"ernaehrungs-und-agrarpolitischer-bericht-2003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ernaehrungs-und-agrarpolitischer-bericht-2003\/","title":{"rendered":"Ern\u00e4hrungs- und agrarpolitischer Bericht 2003"},"content":{"rendered":"<p>(<b>Anm. d. Redaktion:<\/b> Achtung, der in der Folge aufgelistete Text wurde auszugweise im Hinblick auf den Bereich Nachwachsende Rohstoffe ohne \u00dcbersichtstabellen bzw. Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit zitiert! Der <a href=\"http:\/\/www.verbraucherministerium.de\/presse-woche-2003\/PM-025-2003.htm\" >komplette Originalbericht<\/a> ist beim BMVEL einzusehen.)<\/p>\n<p>Dieses Jahr 2003 steht f\u00fcr die deutsche Agrar- und Ern\u00e4hrungswirtschaft im Zeichen der Reformen. In der vergangenen Woche haben wir im EU-Agrarministerrat \u00fcber die weit reichenden Vorschl\u00e4ge von Agrarkommissar Fischler gesprochen. <\/p>\n<p><b>\u00d6kolandwirtschaft: stetige Aufw\u00e4rtsentwicklung:<\/b><br \/>Im Jahr 2001 hat die Bedeutung des \u00d6kologischen Landbaus weiter zugenommen. Die Zahl der \u00f6kologisch wirtschaftenden Betriebe stieg im Vergleich zum Vorjahr um 15,4 Prozent auf 14 702. Die bewirtschaftete Fl\u00e4che stieg mit 643 998 Hektar um 16,3 Prozent. <\/p>\n<p>Damit hat sich seit 1995 die Zahl der \u00d6ko-Betriebe verdreifacht, die von ihnen bearbeitete Fl\u00e4che mehr als verdoppelt. Damit wurden 2001 3,3 Prozent der Betriebe und 3,7 Prozent derFl\u00e4che \u00f6kologisch bewirtschaftet. <\/p>\n<p>Der mit diesem Bericht erstmals mit Einschr\u00e4nkungen m\u00f6gliche Vergleich \u00f6kologisch wirtschaftender Betriebe mit vergleichbaren konventionellen Betrieben zeigt, dass die \u00d6ko-Ackerbaubetriebe im Wirtschaftsjahr 2001\/02 mit 28.227 \u20ac  je Arbeitskraft ein h\u00f6heres Einkommen erzielten als vergleichbare konventionelle Betriebe (27.470 \u20ac \/AK). <\/p>\n<p>Die verst\u00e4rkte F\u00f6rderung des \u00f6kologischen Landbaus setzen wir fort. Zus\u00e4tzlich zu den verbesserten F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten im Rahmen der GAK unterst\u00fctzt das Bundesprogramm \u00d6kologischer Landbau insbesondere Forschung, Fort- und Weiterbilung sowie die Vermarktung im Bereich des \u00d6ko-Landbaus. 2002 haben wir daf\u00fcr 34,8 Millionen \u20ac  aufgewendet. In diesem Jahr werden es 36 Millionen \u20ac  sein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20030210-05\/tab40-PM-25.pdf\" >Tabelle: Betriebe des \u00f6kologischen Landbaus nach Betriebsform im Vergleich zu konventionell wirtschaftenden Betrieben<\/a> (PDF-Datei, 102 KB)<\/p>\n<p>Die verst\u00e4rkte <b>F\u00f6rderung<\/b> der Bundesregierung <b>f\u00fcr nachwachsende Rohstoffe<\/b> und Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen nutzt der Umwelt und erm\u00f6glicht den Landwirten zus\u00e4tzliche Einkommensalternativen. Hier wirkt sich insbesondere das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus. Zus\u00e4tzlich haben wir im vergangenen Jahr Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben mit 26,1 Millionen \u20ac sowie ein Markteinf\u00fchrungsprogramm mit 10,1 Millionen \u20ac gef\u00f6rdert. <\/p>\n<p>Die Vermeidung oder, wo dies nicht m\u00f6glich ist, die Verminderung sch\u00e4dlicher Emissionen, insbesondere von Ammoniak und Klimagasen in die Atmosph\u00e4re, Schadstoffen in den Boden und Nitrateintr\u00e4gen in Gew\u00e4sser ist ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung. Hinzu kommen Ma\u00dfnahmen zur Schonung endlicher Ressourcen. Die weitere Steigerung der Nutzung nachwachsender Rohstoffe, insbesondere erneuerbarer Energien, ist deshalb ein weiterer Schwerpunkt der Agrarpolitik der Bundesregierung. Insbesondere sollen die Rahmenbedingungen f\u00fcr Energie aus Biomasse verbessert werden.<\/p>\n<p>Der \u00f6kologische Landbau wird wegen seiner Vorreiterrolle f\u00fcr eine nachhaltige Landbewirtschaftung schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit dem im Jahr 2002 begonnenen Bundesprogramm \u00f6kologischer Landbau weiter gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Die gesetzliche Verpflichtung der Forstwirtschaft zur Nachhaltigkeit umfasst die Erzeugung des wichtigsten nachwachsenden Rohstoffs Holz und die Gew\u00e4hrleistung der vielf\u00e4ltigen Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes. Eine naturnahe Waldwirtschaft ist darum Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. Forst- und Holzwirtschaft bilden eine Einheit und m\u00fcssen an den Kriterien der Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. Deshalb soll das Bundeswaldgesetz entsprechend reformiert werden. Die Waldfl\u00e4chen des Bundes werden in Zukunft nach den Regeln der naturnahen Waldbewirtschaftung unterhalten und nach FSC-Qualit\u00e4tskriterien zertifiziert; bei Waldfl\u00e4chen auf milit\u00e4rischen \u00dcbungsgel\u00e4nden soweit wie m\u00f6glich. Tropenholz wird im Bereich des Bundes nur noch aus FSC-zertifizierten Best\u00e4nden beschafft; bis zum Ende der Legislaturperiode wird die gesamte Holzbeschaffung des Bundes auf diesen Standard umgestellt, sofern dies vergabe- und WTO-rechtlich m\u00f6glich ist. Es soll eine Charta f\u00fcr den st\u00e4rkeren Holzabsatz bzw. Holzverwendung initiiert werden. Auf internationaler Ebene sollen die Ma\u00dfnahmen gegen illegalen Holzeinschlag und Handel mit illegal geschlagenem Holz versch\u00e4rft werden. Das Jagdrecht soll unter Ber\u00fccksichtigung einer naturnahen Waldbewirtschaftung und unter Tierschutzaspekten novelliert werden.<\/p>\n<p><b>Lage der Landwirtschaft<\/b><\/p>\n<p>1. Struktur<\/p>\n<p>In Deutschland gab es im Jahr 2002 394.600 landwirtschaftlichen Betriebe ab 2 ha LF. Ihre Zahl nahm somit gegen\u00fcber dem Vorjahr um rd. 17.000 bzw. um rd. 4% ab. Die durchschnittliche Fl\u00e4chenausstattung stieg weiter an und betrug rd. 43 ha. Im Jahr 2001 wurden rd. 174 100 (42,1%) der Betriebe von Einzelunternehmen im Haupterwerb bewirtschaftet. Diese bewirtschafteten rd. 74% der LF und verf\u00fcgten im Durchschnitt \u00fcber 50 ha LF.<\/p>\n<p>Die Ertragslage der \u00f6kologisch wirtschaftenden Betriebe hat sich in \u00e4hnlichem Ma\u00dfe entwickelt wie f\u00fcr den Durchschnitt aller Haupterwerbsbetriebe. In diesen Betrieben ging das Einkommen je Arbeitskraft im WJ 2001\/02 um 6,5% zur\u00fcck. Die \u00f6kologisch wirtschaftenden Betriebe erwirtschafteten nur geringf\u00fcgig niedrigere Gewinne je Unternehmen als vergleichbare konventionelle Betriebe. Wegen der gr\u00f6\u00dferen Zahl der Arbeitskr\u00e4fte war das durchschnittliche Einkommen je Arbeitskraft um rund 7% niedriger als in der Vergleichsgruppe.<\/p>\n<p><b>3.2 Forstwirtschaft<\/b><\/p>\n<p>Forstwirtschaftsjahr 2001<\/p>\n<p>Nachdem der Sturm &#8220;Lothar&#8221; bereits im Forstwirtschaftsjahr 2000 die positive Entwicklung der Betriebsergebnisse im K\u00f6rperschafts- und Privatwald der letzten Jahre unterbrach, f\u00fchrten seine Folgewirkungen in Verbindung mit der konjunkturell bedingten Nachfrageschw\u00e4che nach Holz im Forstwirtschaftsjahr 2001 zu einem weiteren Absinken der Reinertr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Sch\u00e4tzung 2002<\/p>\n<p>Nach den z.Zt. vorliegenden Daten wurde im Forstwirtschaftsjahr 2002 weniger Holz als im Vorjahr eingeschlagen. Die Holzpreise sind im Durchschnitt der Sortimente weitgehend unver\u00e4ndert. Nach Einsch\u00e4tzung von Sachverst\u00e4ndigen wird der betriebliche Aufwand eher zugenommen haben. F\u00fcr die Forstbetriebe wird deshalb im Forstwirtschaftsjahr 2002 mit einer etwas schlechteren Ertragslage gerechnet.<\/p>\n<p>Eine <b>\u00dcbersichtstabelle<\/b> zu den \u201eMa\u00dfnahmen der Bundesregierung und der EU zur F\u00f6rderung nachwachsender Rohstoffe\u201c findet sich ebenfalls im <a href=\"http:\/\/www.verbraucherministerium.de\/presse-woche-2003\/PM-25-2003.htm#08\" >Originalbericht<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(<b>Anm. d. Redaktion:<\/b> Achtung, der in der Folge aufgelistete Text wurde auszugweise im Hinblick auf den Bereich Nachwachsende Rohstoffe ohne &Uuml;bersichtstabellen bzw. 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