{"id":5966,"date":"2003-02-18T00:00:00","date_gmt":"2003-02-17T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20030218-05n"},"modified":"2003-02-18T00:00:00","modified_gmt":"2003-02-17T22:00:00","slug":"thermoanalytische-untersuchung-der-reaktion-von-polyaminen-mit-holzkomponenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/thermoanalytische-untersuchung-der-reaktion-von-polyaminen-mit-holzkomponenten\/","title":{"rendered":"Thermoanalytische Untersuchung der Reaktion von Polyaminen mit Holzkomponenten"},"content":{"rendered":"<p>Polyamine werden \u00fcblicherweise bei der Papierherstellung eingesetzt um die Trocken- bzw. Nassfestigkeit des Papiers zu erh\u00f6hen. Dar\u00fcber hinaus lassen sich einige Produkte dieser Polymerklasse auch als Bindemittel zur Herstellung von Mitteldichten Faserplatten (MDF) verwenden. <\/p>\n<p>In vorhergehenden Versuchen am Institut f\u00fcr Holzchemie und chemische Technologie des Holzes wurde festgestellt, dass Wirkstoffmengen von 1-2% Polyamin ausreichen, um Werkstoffe mit hohem Festigkeitsniveau zu erhalten. \u00dcber die Wirkweise der eingesetzten Polymere ist bislang wenig bekannt.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund sind wir am Institut f\u00fcr Holzchemie und chemische Technologie des Holzes der Bundesforschungsanstalt f\u00fcr Forst- und Holzwirtschaft der Frage nachgegangen, ob es zwischen Polyaminen und Holzkomponenten unter Temperatureinfluss zur Ausbildung von chemischen Bindungen kommen kann.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wurden Fichtenfasern mit dem zur MDF-Herstellung geeigneten Polyethylenimin (PEI) beleimt und kurzzeitig auf 100\u00b0C, 130\u00b0C bzw. 160\u00b0C erw\u00e4rmt. Bei der anschlie\u00dfenden ersch\u00f6pfenden Hei\u00dfwasser-Extraktion der Fasern zeigte sich, dass durch die Hitzebehandlung offenbar eine zus\u00e4tzliche Verankerung des Polymers an der Faser bewirkt wird. So lassen sich von Fasern, die 3 Minuten bei 100\u00b0C behandelt wurden, nur noch 30% des urspr\u00fcnglich auf der Faser vorhandenen Polyethylenimines entfernen. Nach 3 Minuten bei 160\u00b0C verbleiben nahezu 90% des Polymers auf der Faser. Reines, auf 160\u00b0C erhitztes Polyethylenimin l\u00f6ste sich  dagegen in hei\u00dfem Wasser wieder vollst\u00e4ndig auf.<\/p>\n<p>Mischungen von Polyethylenimin mit Fasermehl, sowie mit verschiedenen Holzkomponenten wurden unter Einsatz der Dynamischen Differenzkalorimetrie (DDK bzw. DSC) untersucht. Dabei l\u00e4sst sich eine exotherme Reaktion zwischen Polyaminen und Fichtenfasern beobachten. Die Reaktion beginnt bei 100\u00b0C und erreicht ihr Maximum bei 130\u00b0C. Dagegen zeigen weder die reinen Polyamine noch die unbeleimten Fichtenfasern eine Reaktion in diesem Temperaturbereich.<\/p>\n<p>Ziel des vom Holzabsatzfonds \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.dgfh.de\/\" >DGfH<\/a> gef\u00f6rderten Forschungsvorhabens am Ordinariat f\u00fcr Holztechnologie der Universit\u00e4t Hamburg und der Institute f\u00fcr Holzphysik, Holzchemie und Holzbiologie der Bundesforschungsanstalt f\u00fcr Forst- und Holzwirtschaft ist es, wesentliche Einflussfaktoren der VOC-Emissionen zu ermitteln. Im Vordergrund der Untersuchungen stehen hierbei die Einf\u00fchrung eines Probennahme- und Pr\u00fcfverfahrens, die Entwicklung verschiedener M\u00f6glichkeiten zur Kontrolle von VOC-Emissionen aus Holzwerkstoffen sowie deren Reduzierung. <\/p>\n<p><b>Kontakt:<\/b><br \/>Bundesforschungsanstalt f\u00fcr Forst- und Holzwirtschaft<br \/>21027 Hamburg<br \/>Tel.: 040-739 62-0<br \/>Fax: 040-739 62-480<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:bfafh@holz.uni-hamburg.de\">bfafh@holz.uni-hamburg.de<\/a> <br \/>Internet: <a href=\"http:\/\/www.bfafh.de\/\" >www.bfafh.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Polyamine werden &uuml;blicherweise bei der Papierherstellung eingesetzt um die Trocken- bzw. Nassfestigkeit des Papiers zu erh&ouml;hen. 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