{"id":59495,"date":"2019-01-22T06:59:06","date_gmt":"2019-01-22T05:59:06","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.chemie.de%2Fnews%2F1158952%2Ftreibstoff-fuer-klimaneutrales-fliegen.html%3FWT.mc_id%3Dca0065%26pk_campaign%3Dca0065"},"modified":"2019-01-06T14:56:05","modified_gmt":"2019-01-06T13:56:05","slug":"treibstoff-fuer-klimaneutrales-fliegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/treibstoff-fuer-klimaneutrales-fliegen\/","title":{"rendered":"Treibstoff f\u00fcr klimaneutrales Fliegen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fliegen ist energieintensiv, gleichzeitig nimmt der Luftverkehr stetig zu \u2013 mit negativen Folgen f\u00fcr das Weltklima. Das Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) und die Firma Ineratec, ein Spin-Off des KIT, erproben jetzt gemeinsam mit weiteren Partnern aus Wirtschaft und Forschung die Herstellung von synthetischen klimaneutralen Kraftstoffen f\u00fcr den Luft-, Schwerlast- und Schiffsverkehr.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWir brauchen dringend CO<sub>2<\/sub>-freie Mobilit\u00e4t\u201c, sagt Professor Roland Dittmeyer, Leiter des Instituts f\u00fcr Mikroverfahrenstechnik (IMVT) des KIT. In Deutschland stammt rund ein F\u00fcnftel der klimasch\u00e4dlichen Emissionen aus dem Verkehr. Abhilfe schaffen k\u00f6nnten Elektroantriebe \u2013 sofern sie mit CO<sub>2<\/sub>-freiem Strom gespeist w\u00fcrden. Das Problem: In der Luftfahrt oder im Seeverkehr ist Elektromobilit\u00e4t nur bedingt tauglich. Die L\u00f6sung: Synthetische Kraftstoffe aus dem Treibhausgas CO<sub>2<\/sub> und erneuerbarem Strom. Geplant ist die Gewinnung von CO<sub>2<\/sub> aus der Umgebungsluft mit einer Direct-Air-Capture-Anlage der Firma Climeworks. Die Elektrolyse-Technologie, mit der durch Strom aus Wasser der ben\u00f6tigte Wasserstoff erzeugt wird, stammt von Siemens.<\/p>\n<p>Im Projekt PowerFuel wird am KIT in einer von Ineratec entwickelten Pilotanlage CO<sub>2<\/sub> mit Wasserstoff schlie\u00dflich in Synthesegas umgewandelt. \u201eAus letzterem wird im Reaktor fl\u00fcssiger Kraftstoff erzeugt\u201c, sagt Ineratec-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Tim B\u00f6ltken. Durch dieses Power-to-Liquid-Verfahren l\u00e4sst sich nahezu klimaneutraler Treibstoff wirtschaftlich herstellen. Die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen unterliegt naturbedingten Schwankungen. Durch den Einsatz der kompakten chemischen Reaktoren von Ineratec direkt vor Ort soll auf diese Schwankungen optimal reagiert werden und Strom, der bisher ungenutzt blieb in fl\u00fcssigen Krafstoffen gespeichert werden. \u201eZudem haben unsere synthetischen Kraftstoffe im Vergleich zu konventionellem Benzin, Diesel oder Kerosin sogar bessere Verbrennungseigenschaften\u201c, sagt B\u00f6ltken. Die Qualit\u00e4t der synthetischen Treibstoffe sowie der Einsatz in verschiedenen Verkehrssektoren werden vom Deutschen Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Firma Aviation Fuel Projects Consulting untersucht und beurteilt. In der Pilotphase soll die Anlage 200 bis 300 Liter Kraftstoff am Tag produzieren.<\/p>\n<p>Parallel zum Betrieb des Anlagenverbunds f\u00fchren Siemens, Bauhaus Luftfahrt und die TU Hamburg Energiesystemanalysen des gesamten Anlagenverbunds durch, welche durch Simulationen basierend auf Strommarktmodellen unterst\u00fctzt werden. Zus\u00e4tzlich soll analysiert werden, wie der synthetisch erzeugte Kraftstoff in Verkehr gebracht werden kann.<\/p>\n<p>Das Projekt wird vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie gef\u00f6rdert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fliegen ist energieintensiv, gleichzeitig nimmt der Luftverkehr stetig zu \u2013 mit negativen Folgen f\u00fcr das Weltklima. 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