{"id":59222,"date":"2018-12-19T07:26:39","date_gmt":"2018-12-19T06:26:39","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=59222"},"modified":"2018-12-14T14:34:49","modified_gmt":"2018-12-14T13:34:49","slug":"agrana-praesentiert-neu-entwickelten-bio-kunststoff-aus-thermoplastischer-staerke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/agrana-praesentiert-neu-entwickelten-bio-kunststoff-aus-thermoplastischer-staerke\/","title":{"rendered":"AGRANA pr\u00e4sentiert neu entwickelten Bio-Kunststoff aus thermoplastischer St\u00e4rke"},"content":{"rendered":"<p><strong>AGRANA gibt die Markteinf\u00fchrung ihres Bio-Kunststoffes AGENACOMP<sup>\u00ae<\/sup> bekannt. Aus 50 Prozent thermoplastischer St\u00e4rke und einem biologisch abbaubaren Polyester entsteht ein Bio-Kunststoff-Compound, der zu 100% im Hauskompost abbaubar ist. \u201eErstmals gibt es f\u00fcr den Bio-Kunststoffmarkt ein Produkt mit einem so hohen St\u00e4rkeanteil (markt\u00fcblich sind lediglich rund 25%), das eine vollst\u00e4ndige Heim-Kompostierbarkeit erm\u00f6glicht.<\/strong><\/p>\n<p>Die T\u00dcV-zertifizierten Kompostierungstests ergaben eine 100%-ige Verrottung ohne Mikroplastik-R\u00fcckst\u00e4nde\u201c, erl\u00e4utert AGRANA Generaldirektor Johann Marihart. Die Anwendungsbereiche von AGRANAs neu entwickeltem Bio-Kunststoff-Compound sind vielf\u00e4ltig und reichen von der Eignung als Knotenbeutel f\u00fcr Obst und Gem\u00fcse, in st\u00e4rkerer Ausf\u00fchrung als Trage-Einkaufstasche bis hin zur Verwendung als Verpackungs-Folie.<\/p>\n<h3>Biologisch abbaubare Kunststoffe nicht immer kompostierbar<\/h3>\n<p>Unter die Begriffe \u201ebiologisch abbaubar\u201c und \u201ekompostierbar\u201c fallen sowohl Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen (Bio-Kunststoffe) als auch einige erd\u00f6lbasierte Materialien. Allerdings sind nicht alle biologisch abbaubaren Biokunststoffe zwangsl\u00e4ufig auch kompostierbar. Kritiker sto\u00dfen sich besonders am schwammigen Begriff \u201ebiologisch abbaubar\u201c, weil die f\u00fcr diese Klassifizierung entsprechenden internationalen Richtlinien (OECD 301 und OECD 302) ohne Vorgaben f\u00fcr den Zeitraum der Abbaubarkeit sind. Zur\u00fcck bleiben oft verunsicherte VerbraucherInnen, die die Eignung mancher Bioplastikprodukte f\u00fcr den Bio-M\u00fcll nicht erkennen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bei der Kompostierbarkeit muss zwischen \u201eheim-kompostierbar\u201c und der industriellen Kompostierung unterschieden werden. \u201eZweifellos hat die Heim-Kompostierbarkeit eine besondere G\u00fcte. Selbst zu kompostieren ist ein Beitrag zur Abfallvermeidung, da die Bioabf\u00e4lle weder im Restm\u00fcll landen, noch \u00fcber die Bio-Tonne separat abtransportiert und industriell entsorgt werden m\u00fcssen. Immerhin rund ein Drittel der Abf\u00e4lle aus Haushalten sind Bioabf\u00e4lle,\u201c betont Marihart.<\/p>\n<h3>Marihart: \u201eJede Chance zur Reduktion von Plastikm\u00fcll nutzen\u201c<\/h3>\n<p>Die Heim-Kompostierbarkeit muss als wichtiges Qualit\u00e4tskriterium viel st\u00e4rker bei Bio-Kunststoffen ins \u00f6ffentliche Bewusstsein ger\u00fcckt werden. \u201eAndere L\u00e4nder wie Italien und Frankreich zeigen es vor und gehen hier sogar den Weg gesetzlicher Regelungen durch eine zwingend vorgeschriebene Eignung von Plastiks\u00e4cken f\u00fcr den Heimkompost. Diese Vorgabe w\u00e4re EU-weit w\u00fcnschenswert,\u201c so Marihart. \u201eJedes Jahr wird die Umwelt in \u00d6sterreich mit 5.000 Tonnen Plastikm\u00fcll verschmutzt.\u00a0 Angesichts des enormen Plastikm\u00fcllproblems m\u00fcssen wir jede sinnvolle Ma\u00dfnahme zum Gegensteuern ergreifen. Denken wir auch daran, dass biobasierte Kunststoffe zur Reduzierung der Treibhausgase beitragen, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden,\u201c appelliert Marihart im Hinblick auf die derzeitige Weltklima-Konferenz in Katowice und begr\u00fc\u00dft die Initiative der \u00f6sterreichischen Bundesregierung, ab 2020 herk\u00f6mmliche Plastiktaschen zu verbieten.<\/p>\n<h3>Spezialit\u00e4tenstrategie<\/h3>\n<p>Im Bereich St\u00e4rke hat sich AGRANA mit drei Standorten in \u00d6sterreich und je einem St\u00e4rke-Produktionsstandort in Ungarn und Rum\u00e4nien neben dem Commodity-Gesch\u00e4ft als Spezialist f\u00fcr individuelle St\u00e4rkeanwendungen f\u00fcr die weiterverarbeitende Industrie positioniert. Neben der Entwicklung von thermoplastischen St\u00e4rken f\u00fcr die Produktion von Bio-Kunststoffen liegt ein weiterer Fokus auf Clean Label St\u00e4rken, die nicht chemisch modifiziert sind. Das Unternehmen hat eine f\u00fchrende Rolle bei Bio-St\u00e4rken und GVO-freien St\u00e4rken f\u00fcr die Lebensmittelindustrie.<\/p>\n<h3>Multitalent St\u00e4rke<\/h3>\n<p>St\u00e4rke kommt in fast allen Bereichen der Lebensmittelindustrie \u2013 beispielsweise in Back- und S\u00fc\u00dfwaren, bei Milcherzeugnissen oder bei der Herstellung von Wurstwaren zum Einsatz, oder auch in sogenannten Kartoffeldauerprodukten wie P\u00fcree oder Kartoffelteigmischungen. Auch f\u00fcr Babynahrung wird die sehr gut vertr\u00e4gliche St\u00e4rke verwendet. Im Non-Food-Bereich z\u00e4hlt vor allem die Papierindustrie sowie die papierverarbeitende Industrie (z.B. Wellpappe) zu den St\u00e4rke-Abnehmern. Weiters wird St\u00e4rke in der Textilindustrie (Appreturen, Kleber f\u00fcr Textilbahnen), in der bauchemischen Industrie (Farbpasten, Baustoffe), in pharmazeutischen Produkten (Tabletten) sowie in Kosmetika (Babypuder, Rouge, Cremen) eingesetzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber AGRANA<\/h3>\n<p>AGRANA veredelt landwirtschaftliche Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von industriellen Vorprodukten. Rund 8.700 Mitarbeiter erwirtschaften an weltweit 59 Produktionsstandorten einen j\u00e4hrlichen Konzernumsatz von rund 2,6 Mrd. \u20ac. Das Unternehmen wurde 1988 gegr\u00fcndet, ist Weltmarktf\u00fchrer bei Fruchtzubereitungen sowie bedeutendster Produzent von Fruchtsaftkonzentraten in Europa und im Segment St\u00e4rke ein bedeutender Produzent von kundenspezifischen St\u00e4rkeprodukten und Bioethanol. AGRANA ist au\u00dferdem heute das f\u00fchrende Zuckerunternehmen in Zentral- und Osteuropa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AGRANA gibt die Markteinf\u00fchrung ihres Bio-Kunststoffes AGENACOMP\u00ae bekannt. Aus 50 Prozent thermoplastischer St\u00e4rke und einem biologisch abbaubaren Polyester entsteht ein Bio-Kunststoff-Compound, der zu 100% im Hauskompost abbaubar ist. \u201eErstmals gibt es f\u00fcr den Bio-Kunststoffmarkt ein Produkt mit einem so hohen St\u00e4rkeanteil (markt\u00fcblich sind lediglich rund 25%), das eine vollst\u00e4ndige Heim-Kompostierbarkeit erm\u00f6glicht. 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