{"id":59113,"date":"2018-12-13T07:26:27","date_gmt":"2018-12-13T06:26:27","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=59113"},"modified":"2018-12-10T12:36:09","modified_gmt":"2018-12-10T11:36:09","slug":"continental-eroeffnet-forschungs-und-versuchslabor-fuer-loewenzahnkautschuk-taraxagum-lab-anklam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/continental-eroeffnet-forschungs-und-versuchslabor-fuer-loewenzahnkautschuk-taraxagum-lab-anklam\/","title":{"rendered":"Continental er\u00f6ffnet Forschungs- und Versuchslabor f\u00fcr L\u00f6wenzahnkautschuk &#8220;Taraxagum Lab Anklam&#8221;"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Investitionen von 35 Millionen Euro um Anbau und Extraktionsprozess zu erforschen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Rund 20 Mitarbeiter forschen k\u00fcnftig an Alternative f\u00fcr Kautschuk aus den Tropen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Continental, Technologieunternehmen und Hersteller von Premiumreifen, hat heute feierlich sein \u201eTaraxagum Lab Anklam\u201c genanntes Forschungs- und Versuchslabor in Anklam, Mecklenburg-Vorpommern, er\u00f6ffnet und der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert. Nach dem Spatenstich im November 2017 ist das Geb\u00e4ude auf dem 30.000 m<sup>2<\/sup> gro\u00dfen Areal nur ein Jahr sp\u00e4ter bezugsfertig und damit im Zeitplan errichtet worden. K\u00fcnftig soll dort der Anbau und die Verarbeitung von Russischem L\u00f6wenzahn als alternative Rohstoffquelle zum Kautschukbaum in den Tropen erforscht werden. Der Reifenhersteller plant, bei positiven Versuchsergebnissen den Rohstoff binnen zehn Jahren in der Serienproduktion einzusetzen, um einen wachsenden Teil seines Naturkautschukbedarfs aus der L\u00f6wenzahnpflanze zu gewinnen.<\/strong><\/p>\n<p>Nikolai Setzer, Mitglied des Vorstands der Continental AG und Leiter der Division Reifen, sagte bei der Er\u00f6ffnung: \u201eWir sind stolz darauf, heute dieses Leuchtturmprojekt zu er\u00f6ffnen. Als erster Reifenhersteller weltweit investieren wir einen derart signifikanten Betrag in die Industrialisierung des L\u00f6wenzahnkautschuks. Wir sehen Russischen L\u00f6wenzahn als wichtige Alternative und Erg\u00e4nzung zu konventionellem Naturkautschuk aus hevea brasiliensis, um den global steigenden Bedarf auf umweltvertr\u00e4gliche und verl\u00e4ssliche Weise zu decken.\u201c Die Investition in das neue Forschungs- und Versuchslabor sei au\u00dferdem ein n\u00e4chster technologischer Meilenstein zur Umsetzung der Vision 2025, die Continental f\u00fcr sein Reifengesch\u00e4ft entwickelt hat. \u201eIm Zuge unserer Vision 2025 haben wir seit 2011 weit \u00fcber zwei Milliarden Euro weltweit in Produktion, in Forschung und Entwicklung sowie in Arbeitspl\u00e4tze und neue Produkte investiert. In die Reihe einzigartiger Projekte in Europa, Amerika und Asien reiht sich nun Anklam 2018 prominent ein\u201c, unterstrich Setzer.<\/p>\n<p>Nikolai Setzer, Vorstandsmitglied von Continental und Leiter der Division Reifen<br \/>\nMittelfristig werden an dem neuen Standort rund 20 Mitarbeiter aus den Bereichen Agrarwissenschaften, Chemie, Produktions- und Verfahrenstechnik besch\u00e4ftigt sein. Diese k\u00fcmmern sich um den Anbau der Pflanzen sowie um die Entwicklung, den Aufbau und den Betrieb von Maschinen f\u00fcr Versuche zur Weiterverarbeitung von Russischem L\u00f6wenzahn. Das Wirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern f\u00f6rderte das zukunftstr\u00e4chtige Vorhaben mit 11,6 Millionen Euro, um die hochqualifizierten Arbeitspl\u00e4tze vor Ort zu schaffen. Auch f\u00fcr Landwirte in der Region bieten sich durch den neuen Wirtschaftsstandort Chancen f\u00fcr ihre Anbaufl\u00e4chen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Er\u00f6ffnungszeremonie sprachen der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern Harry Glawe und der B\u00fcrgermeister von Anklam Michael Galander sowie Standortleiter Dr. Carsten Venz Gru\u00dfworte an die anwesenden Projektpartner wie dem Fraunhofer Institut IME, Journalisten, Landwirte, Nachbarn und Einwohner Anklams aus.<\/p>\n<p>\u201eMit der Er\u00f6ffnung wird ein Grundstein in Anklam f\u00fcr Forschung und Entwicklung in einer v\u00f6llig neuen Dimension und Vielfalt gelegt. Wir sind von dem vision\u00e4ren Projekt \u00fcberzeugt, welches das Potenzial besitzt, die Region in der Zukunft neu zu pr\u00e4gen. Das neue Forschungslabor ist ein entscheidender Schritt hin zu mehr zukunftsorientierten Arbeitspl\u00e4tzen in Vorpommern. Unser Ziel ist es, das mit dem Erfolg des Forschungsvorhabens auch ein Produktionswerk f\u00fcr Naturkautschuk entsteht. Das Vorhaben tr\u00e4gt zu mehr direkter Wertsch\u00f6pfung bei. Landwirtschaft und Industrie werden gleicherma\u00dfen in der Region gest\u00e4rkt\u201c, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. \u201eWir arbeiten seit vielen Jahren daran, die molekularen Grundlagen der Kautschuk-Biosynthese in der L\u00f6wenzahn-Pflanze zu verstehen. Dieses biologische Verst\u00e4ndnis hat die industrielle Nutzung jetzt in greifbare N\u00e4he ger\u00fcckt. Continental hat mit dem neuen Versuchslabor ein Zeichen gesetzt, das diesen Transfergedanken deutlich sichtbar macht\u201c, unterstrich Dirk Pr\u00fcfer, Professor f\u00fcr Biotechnologie der Pflanzen an der Westf\u00e4lischen Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster (WWU) und Standortleiter des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME, Au\u00dfenstelle M\u00fcnster.<\/p>\n<p>Im Anschluss an die Er\u00f6ffnungsfeier wurde, passend zum Nikolaustag, f\u00fcr die B\u00fcrger Anklams ein Weihnachtsmarkt vor dem neuen Labor veranstaltet, bei dem f\u00fcr die zahlreich anwesenden Besucher hei\u00dfe Getr\u00e4nke und deftige Speisen serviert wurden. Dabei erhielten Interessenten auch die M\u00f6glichkeit, in Gruppenf\u00fchrungen das neue Labor zu besichtigen.<\/p>\n<p>Continental hatte im August 2016 die Planungen f\u00fcr das Labor vorgestellt und im November 2017 mit dem Bau auf dem Grundst\u00fcck Lilienthalring 1 in Anklam begonnen. Die Forschungen zum Ersatz von Kautschuk aus den Tropen durch Pflanzen, die in gem\u00e4\u00dfigten Breiten angebaut werden k\u00f6nnen, f\u00fchrt der Reifenhersteller seit 2011 in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut IME in M\u00fcnster, dem Julius K\u00fchn-Institut in Quedlinburg sowie dem Z\u00fcchtungsexperten ESKUSA aus Parkstetten und weiteren Partnern in verschiedenen Forschungsprojekten mit Unterst\u00fctzung des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung sowie des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft durch. Im Jahre 2014 wurde das erste Muster eines Premium-Winterreifens mit einem Laufstreifen aus reinem L\u00f6wenzahnkautschuk auf die Stra\u00dfe gebracht. Auf der IAA 2016 folgte dann der erste Lkw-Reifen mit einem Laufstreifen aus Taraxagum-Kautschuk.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Projekt Taraxagum finden Sie auf der Website:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.taraxagum.de\/\" target=\"_blank\">www.taraxagum.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Investitionen von 35 Millionen Euro um Anbau und Extraktionsprozess zu erforschen Rund 20 Mitarbeiter forschen k\u00fcnftig an Alternative f\u00fcr Kautschuk aus den Tropen Continental, Technologieunternehmen und Hersteller von Premiumreifen, hat heute feierlich sein \u201eTaraxagum Lab Anklam\u201c genanntes Forschungs- und Versuchslabor in Anklam, Mecklenburg-Vorpommern, er\u00f6ffnet und der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert. 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