{"id":59081,"date":"2018-12-12T06:41:00","date_gmt":"2018-12-12T05:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.umsicht.fraunhofer.de%2Fde%2Fpresse-medien%2Fpressemitteilungen%2F2018%2Fcircular-plastics-economy.html"},"modified":"2018-12-10T18:54:23","modified_gmt":"2018-12-10T17:54:23","slug":"zirkulaere-kunststoffwirtschaft-fraunhofer-cluster-of-excellence-circular-plastics-economy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zirkulaere-kunststoffwirtschaft-fraunhofer-cluster-of-excellence-circular-plastics-economy\/","title":{"rendered":"Zirkul\u00e4re Kunststoffwirtschaft: Fraunhofer-Cluster of Excellence \u00bbCircular Plastics Economy\u00ab"},"content":{"rendered":"<p><strong>Circular Plastics Economy ist der Name eines in Oberhausen neu gestarteten Fraunhofer-Exzellenzclusters. F\u00fcnf Fraunhofer-Institute wollen am Beispiel Kunststoff aufzeigen, wie Energie- und Materialstr\u00f6me einer Wertstoffkette in eine zirkul\u00e4re Wirtschaftsform \u00fcberf\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Dazu werden spezielle Systemleistungen mit und f\u00fcr die Kunststoffindustrie einschlie\u00dflich der an sie angeschlossenen Konsumg\u00fcter- und Handelsunternehmen und der Kreislaufwirtschaft entwickelt.<\/strong><\/p>\n<p>\u00bbZu viele Kunststoffabf\u00e4lle werden nicht stofflich genutzt oder gelangen in B\u00f6den und Ozeane. Umgang, Wahrnehmung und Wirtschaften mit Kunststoffen m\u00fcssen sich wandeln. Hier setzen die Fraunhofer-Institute UMSICHT, IAP, ICT, IML und LBF mit dem Cluster an\u00ab, fasst Prof. Dr. Eckhard Weidner, Leiter vom Fraunhofer UMSICHT und des Clusters Circular Plastics Economy die Motivation zusammen. \u00bbMit dem Cluster wollen wir Forschungs- und Entwicklungsplattformen aufbauen, um der ganzen Wertsch\u00f6pfungskette Kunststoff einen Wandel vom bisherigen linearen zum zirkul\u00e4ren Wirtschaften zu erm\u00f6glichen. Wir werden Prototypen f\u00fcr neue Kunststoffe, Additive und Compounds entwickeln und anhand von Mehrwegverpackungen f\u00fcr den Online-Handel und Autokindersitzen demonstrieren, wie Produkte mit zirkul\u00e4ren Eigenschaften aussehen. Das werk- und rohstoffliche Recycling soll mittels fortschrittlicher Technologien und digitaler Systeme gest\u00e4rkt werden. Dazu geh\u00f6rt auch, Werkstoffe und Produkte \u00fcber ihren Lebensweg digital zu verfolgen, damit Produzenten und Recycler schneller und besser \u00fcber effektive Kreislaufoptionen entscheiden k\u00f6nnen. Alles nach Prinzipien der zirkul\u00e4ren Wirtschaft.\u00ab<\/p>\n<h3>Die Kunststoffwirtschaft muss zirkul\u00e4r werden<\/h3>\n<p>Die Grundidee f\u00fcr die Transformation von der linearen hin zur zirkul\u00e4ren Wirtschaftsweise ist simpel: die Entnahme fossiler Ressourcen verringern, End-of-Life-Verluste vermeiden und gleichzeitig eine echte Kreislauff\u00fchrung der Kunststoffe erm\u00f6glichen. Die Umsetzung ist komplex: Zirkul\u00e4res Wirtschaften ist mehr als Effizienzsteigerung und Recycling, es adressiert nicht allein geschlossene Kreisl\u00e4ufe, sondern lebenszyklusweite zirkul\u00e4re Produktsysteme. F\u00fcr die Vernetzung \u00fcber Wertsch\u00f6pfungsstufen und Lebenszyklusphasen fehlen bislang geeigneten Wege.<\/p>\n<h3>Verzahnung von Forschung und Gesch\u00e4ftsmodellen<\/h3>\n<p>\u00bbUnsere Forschung orientiert sich an den Bedarfen des Marktes und der Gesellschaft. Uns ist es wichtig, alle Akteure von der kunststofferzeugenden und -verarbeitenden Industrie, Konsumg\u00fcter- und Handelsunternehmen bis zu Kreislaufwirtschaft und Dienstleistern fr\u00fchzeitig einzubinden. Daher werden wir sehr schnell ein Circular Assessment entwickeln, mit dem in unterschiedlichen Dialogformaten Stakeholder und Wissenschaftler zirkul\u00e4re Eigenschaften von Produkten bewerten \u2013 um die Richtung f\u00fcr Innovationen zu bestimmen\u00ab, sagt Dr. Hartmut Pflaum vom Fraunhofer UMSICHT, Leiter der Gesch\u00e4ftsstelle des Clusters.<\/p>\n<h3>Struktur des Clusters Circular Plastics Economy<\/h3>\n<p>In den drei Divisions \u00bbMaterials\u00ab, \u00bbSystems\u00ab und \u00bbBusiness\u00ab, mit jeweils zwei Research Departments, werden interdisziplin\u00e4re Teams Forschung und Gesch\u00e4ftsmodelle miteinander verzahnen.<\/p>\n<h3>Fraunhofer Cluster of Excellence als virtuelle Institute<\/h3>\n<p>Bei innovationsbestimmenden, system- und standortrelevanten Themen ist es entscheidend, schnell durch eine kritische Masse an relevanten Akteuren Exzellenz in der Tiefe zu erreichen. Daf\u00fcr hat Fraunhofer 2017 mit den Clustern of Excellence als virtuelle Institute ein neues Instrument geschaffen. Zu den vier bereits gestarteten Clustern \u00bbAdvanced Photon Sources\u00ab, \u00bbImmune-Mediated Diseases\u00ab, \u00bbProgrammable Materials\u00ab sowie \u00bbCognitive Internet Technologies\u00ab kommen 2018 zwei neue hinzu: Neben \u00bbCircular Plastics Economy\u00ab will \u00bbINES \u2013 Integrated Energy Systems\u00ab Innovationen f\u00fcr die globale Energiewende leisten.<\/p>\n<p>Mit der Einrichtung des Clusters \u00bbCircular Plastics Economy\u00ab positioniert sich die Fraunhofer-Gesellschaft als zentraler Ansprechpartner f\u00fcr technologische und systemische Fragen bei der Transformation zur Circular Economy.<\/p>\n<h3>Definition der Circular Economy von Fraunhofer UMSICHT<\/h3>\n<p>\u00bbIn einer Circular Economy verbleiben die eingesetzten Stoffe \u00fcber den Lebenszyklus von Waren hinaus in einem Stoffkreislauf. Abf\u00e4lle, Emissionen, dissipative Verluste und damit auch die Entnahme von Rohstoffen aus der Umwelt sollen dabei soweit m\u00f6glich verringert werden. Wichtige Elemente zur Umsetzung einer Circular Economy sind die Wieder- und Weiterverwendung von Waren, das Recycling von Materialien und Stoffen sowie eine Gestaltung der Waren, die eine Kreislauff\u00fchrung ohne Verluste in der Qualit\u00e4t erm\u00f6glicht. Gleichzeitig m\u00fcssen eine Anreicherung von Stoffen, die eine Kreislauff\u00fchrung erschweren und die Akkumulation von Schadstoffen vermieden werden. Dabei sollen die Nutzungsdauer von Waren m\u00f6glichst lang und ihre R\u00fcckf\u00fchrung in den Kreislauf zum Ende der Nutzungsdauer m\u00f6glichst schnell sein.<\/p>\n<p>Eine Nebenbedingung, die die Qualit\u00e4t einer Circular Economy bestimmt, ist ein m\u00f6glichst geringer Energiebedarf \u2013 der idealerweise aus erneuerbaren Ressourcen gedeckt wird \u2013 zur Aufrechterhaltung des Kreislaufs. Stoffe, die nicht im Kreis gef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, sollten einer energetischen Verwertung zugef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Materialien, bei denen sich dissipative Verluste nicht vermeiden lassen, sollten abbaubar sein.<\/p>\n<p>Das Konzept der Circular Economy kann auf Regionen, Branchen, Unternehmen oder einzelne Waren gleicherma\u00dfen angewandt werden.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Circular Plastics Economy ist der Name eines in Oberhausen neu gestarteten Fraunhofer-Exzellenzclusters. F\u00fcnf Fraunhofer-Institute wollen am Beispiel Kunststoff aufzeigen, wie Energie- und Materialstr\u00f6me einer Wertstoffkette in eine zirkul\u00e4re Wirtschaftsform \u00fcberf\u00fchrt werden k\u00f6nnen. 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