{"id":58797,"date":"2018-12-04T07:32:35","date_gmt":"2018-12-04T06:32:35","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=58797"},"modified":"2018-11-29T15:11:54","modified_gmt":"2018-11-29T14:11:54","slug":"forstwirtschaft-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forstwirtschaft-im-fokus\/","title":{"rendered":"Forstwirtschaft im Fokus"},"content":{"rendered":"<p>Immer neue Entwicklungen erm\u00f6glichen immer mehr biobasierte Anwendungen und Produkte. Die Bio\u00f6konomie umspannt demnach ein weites Themenfeld.\u00a0Die Universit\u00e4t Hohenheim in Stuttgart ist eine der f\u00fchrenden Universit\u00e4ten auf dem Gebiet der Bio\u00f6konomie. Auch international ist sie gut vernetzt. Erst Ende November regte sie eine Allianz zwischen den sechs f\u00fchrenden europ\u00e4ischen Bio\u00f6konomie-Universit\u00e4ten an.\u00a0Auf nationaler Ebene ist der Standort Hohenheim ebenfalls ein Dreh- und Angelpunkt f\u00fcr die Bio\u00f6konomie: Am 22. November fand hier der <a href=\"https:\/\/www.uni-hohenheim.de\/pressemitteilung?tx_ttnews%5Btt_news%5D=42065&amp;cHash=c55e964d9874db41d0310ce421adef1f\" target=\"_blank\">3. Bio\u00f6konomietag<\/a> des Ministeriums f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-W\u00fcrtemberg (MLR) statt.<\/p>\n<p>Nachhaltige Holzwirtschaft im Fokus<br \/>\nDer Fokus der von BIOPRO Baden-W\u00fcrttemberg ausgerichteten Tagung lag in diesem Jahr auf der nachhaltigen Holzwirtschaft und der effizienten Nutzung von Lignozellulose und Laubholz. Rund 150 Experten und Interessierte aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik waren der Einladung nach Hohenheim gefolgt.<\/p>\n<p>Landesstrategie \u201eNachhaltige Bio\u00f6konomie\u201c<br \/>\nDie Universit\u00e4t Hohenheim will f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg und Deutschland eine Vorreiterrolle einnehmen und eine erfolgreiche biobasierte Wirtschaft etablieren. Allerdings kann die Umwandlung der konventionellen, auf fossilen Rohstoffen basierenden Industrie nicht alleine von Forschungseinrichtungen vollzogen werden, sondern muss sowohl Wirtschaftsexperten als auch die Bev\u00f6lkerung einbeziehen. Zu diesem Zweck fand im Vorlauf des 3. Bio\u00f6konomietages im Rahmen eines Dialogprozesses des MLR eine Diskussionsrunde mit \u00fcber 100 Teilnehmern statt. Das Treffen diente als Basis f\u00fcr die Erstellung der Landesstrategie \u201eNachhaltige Bio\u00f6konomie\u201c und erm\u00f6glichte den Erfahrungs- und Meinungsaustausch in mehreren Vortr\u00e4gen und Workshops.<\/p>\n<p>Neue Arbeitspl\u00e4tze und regionale Wertsch\u00f6pfung<br \/>\nIn seiner Begr\u00fc\u00dfungsrede betonte Peter Hauk, Minister f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-W\u00fcrttemberg, die Bedeutung der Bio\u00f6konomie f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung des Bundeslandes. Mithilfe der ressort\u00fcbergreifenden Landesstrategie \u201eNachhaltige Bio\u00f6konomie\u201c werde der Rahmen f\u00fcr eine biobasierte Wirtschaft in Baden-W\u00fcrttemberg gestellt, die auch den zuk\u00fcnftigen Anforderungen der Gesellschaft gerecht werde, sagte der Minister. \u201eDadurch schaffen wir neue attraktive Arbeitspl\u00e4tze und st\u00e4rken die regionale Wertsch\u00f6pfung, insbesondere im l\u00e4ndlichen Raum.&#8221;<\/p>\n<p>17 Mio. Euro und ein Technikum Laubholz<br \/>\nHauk griff zudem das zentrale Thema der Veranstaltung auf: Die Holzwirtschaft. \u201eBaden-W\u00fcrttemberg ist Holzbauland Nr. 1 in Deutschland. An diesen Erfolg will die Landesregierung ankn\u00fcpfen und plant, bis 2023 rund 17 Mio. Euro in die Holzbau-Offensive Baden-W\u00fcrttemberg zu investieren.\u201c Nicht zuletzt erfordere der Klimawandel ein Umdenken in der Forstwirtschaft bez\u00fcglich Zucht und Pflege verschiedenster Baumarten. So w\u00e4chst der Anteil an Laubh\u00f6lzern seit Jahren best\u00e4ndig. \u201eWir m\u00fcssen uns durch umfassende Forschung eine Spitzenposition in der laubholzbasierten Rohstoffverwendung erarbeiten. Hierzu plant das Land ein \u201aTechnikum Laubholz\u2018, auch das haben wir im Koalitionsvertrag vereinbart\u201c, so Hauk in Hohenheim. Die Fertigstellung der Landesstrategie \u201eNachhaltige Bio\u00f6konomie f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg&#8221;\u00a0ist dem Minister zufolge f\u00fcr Anfang 2019 geplant. Die Gr\u00fcndung des Laubholz-Technikums, das Produktionsformen im industriellen und gewerblichen Ma\u00dfstab erforschen soll, soll sp\u00e4testens 2020 erfolgen.<\/p>\n<p>Im Anschluss wurden mehrere Forschungsprojekte zum Thema Laubholz-, Zellulose- und Ligninnutzung vorgestellt. Den Hauptvortrag am Nachmittag hielt Alfred Teischinger von der Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur Wien zum Thema \u201eBaden-W\u00fcrttembergs Sprung in die Zukunft \u2013 ein Ausblick in die internationalen Entwicklungen der holzbasierten Bio\u00f6konomie\u201c.<\/p>\n<p>Das Urteil der Teilnehmer beim 3. Bio\u00f6konomietag in Hohenheim lautet: \u201eDie Bio\u00f6konomie in Baden-W\u00fcrttemberg ist auf einem guten Weg der Umsetzung&#8221;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer neue Entwicklungen erm\u00f6glichen immer mehr biobasierte Anwendungen und Produkte. Die Bio\u00f6konomie umspannt demnach ein weites Themenfeld.\u00a0Die Universit\u00e4t Hohenheim in Stuttgart ist eine der f\u00fchrenden Universit\u00e4ten auf dem Gebiet der Bio\u00f6konomie. Auch international ist sie gut vernetzt. 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