{"id":58545,"date":"2018-11-21T07:29:46","date_gmt":"2018-11-21T06:29:46","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=58545"},"modified":"2018-11-19T14:15:15","modified_gmt":"2018-11-19T13:15:15","slug":"biofon-zukunftsnetzwerk-im-bereich-biobasierter-polymerwerkstoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biofon-zukunftsnetzwerk-im-bereich-biobasierter-polymerwerkstoffe\/","title":{"rendered":"BioFoN &#8211; Zukunftsnetzwerk im Bereich biobasierter Polymerwerkstoffe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im Projekt \u201eInterdisziplin\u00e4res Forschungsnetzwerk im Bereich biobasierter Polymerwerkstoffe\u201c (BioFoN) werden wirksame Methoden und Strukturen entwickelt und etabliert, die multilaterale Interaktionen in der Wertsch\u00f6pfungskette aus Wissenschaft und Wirtschaft durch konkrete Entwicklungsprojekte mit ausgepr\u00e4gtem interdisziplin\u00e4rem Charakter f\u00f6rdern.<\/strong><\/p>\n<p>Nach aktuellen Prognosen der European Bioplastics und des nova-Institutes wird ein Anstieg der globalen Produktionsmenge von Biopolymeren auf 2,4 Millionen Tonnen im Jahr 2022 erwartet. Der Trend zu biobasierten und biologisch abbaubaren Kunststoffen ergibt sich vor allem aus der weltweiten Abfallproblematik und steigenden Umweltauflagen f\u00fcr die Industrie. Auch ein wachsendes Umweltbewusstsein der Kunden kommt den Biokunststoffen zugute. Ausgew\u00e4hlte Biokunststoffe bieten dar\u00fcber hinaus auch technische Vorteile. So wird beispielsweise Polylactid (PLA) in der Verpackungsindustrie (dem gr\u00f6\u00dften Anwendungsgebiet f\u00fcr Biopolymere) aufgrund seiner einzigartigen Barriere-Eigenschaften gegen\u00fcber Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoffdioxid erfolgreich angewendet.<\/p>\n<p>Derzeit besch\u00e4ftigen sich Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland mit der Entwicklung neuer Materialien und Verfahren im Bereich der Biokunststoffe. Jedoch gibt es nur einen m\u00e4\u00dfigen Informationsfluss zwischen diesen Einrichtungen, was eine effiziente Bildung von interdisziplin\u00e4ren Forschungsallianzen behindert. Dieser Umstand f\u00fchrt verst\u00e4rkt zu Wettbewerbseffekten und folglich zu einem unterbrochenen Informations- und Wissensaustausch. Dar\u00fcber hinaus existiert keine umfassende und bundesweite \u00dcbersicht zu Forschungsschwerpunkten und wissenschaftlichen Profilen deutscher Forschungseirichtungen, im Bereich der Biopolymere. Zur Entwicklung neuer sowie der erfolgreichen Weiterentwicklung bekannter biobasierten Polymerwerkstoffe ist jedoch eine fach\u00fcbergreifende Zusammenf\u00fchrung der Erkenntnisse \u00fcber Synthesetechnologien, Materialaufbau, Verarbeitungs- und F\u00fcgeverfahren sowie der Produkteigenschaften erforderlich.<\/p>\n<p>Ein solcher Wissenstransfer \u00fcber verschiedene Fachbereiche hinweg kann richtungsweisende Synergien f\u00fcr den angestrebten Fortschritt erkennen lassen und als Katalysator f\u00fcr die gesamte Biokunststoffbranche fungieren. An dieser Stelle soll das Zukunftsnetzwerk BioFoN dazu beitragen wissenschaftliche H\u00fcrden zu \u00fcberwinden und neue Impulse im Bereich der Forschung zu generieren.<\/p>\n<p>Im Projekt BioFoN werden wirksame Methoden und Strukturen entwickelt und etabliert, die multilaterale Interaktionen in der Wertsch\u00f6pfungskette aus Wissenschaft und Wirtschaft durch konkrete Entwicklungsprojekte mit ausgepr\u00e4gtem interdisziplin\u00e4rem Charakter f\u00f6rdern. Dazu ist vom Projektteam Folgendes vorgesehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Entwicklung und Etablierung eines Internetportals mit den zeitgem\u00e4\u00dfen Kommunikationsfunktionen (<a href=\"http:\/\/www.biofon.net\" target=\"_blank\">www.biofon.net<\/a>)<\/li>\n<li>Aufbau einer interaktiven \u201eKompetenz-Landkarte\u201c f\u00fcr den Bereich \u201ePolymerwerkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen\u201c mit einer detaillierten Profildarstellung der Netzwerkmitglieder<\/li>\n<li>Etablierung eines Beirats aus Vertretern der Wissenschaft und Wirtschaft als Multiplikator f\u00fcr die interdisziplin\u00e4ren Themen<\/li>\n<li>Initiierung von Expertenforen und zielorientierten Forschungsallianzen<\/li>\n<li>Identifikation aussichtsreicher Themen und Durchf\u00fchrung von Umsetzungsprojekten mit Industriepartnern<\/li>\n<\/ul>\n<p>Interessierte Unternehmen, Forschungsinstitute, Universit\u00e4ten und Hochschulen sind dazu aufgerufen durch ihr Engagement und ihre Mitgliedschaft am gemeinsamen Erfolg mitzuwirken.<\/p>\n<p>Das SKZ und die Technische Universit\u00e4t Chemnitz (Projektkoordinator) danken dem Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projekttr\u00e4ger f\u00fcr die Bereitstellung der F\u00f6rdermittel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Projekt \u201eInterdisziplin\u00e4res Forschungsnetzwerk im Bereich biobasierter Polymerwerkstoffe\u201c (BioFoN) werden wirksame Methoden und Strukturen entwickelt und etabliert, die multilaterale Interaktionen in der Wertsch\u00f6pfungskette aus Wissenschaft und Wirtschaft durch konkrete Entwicklungsprojekte mit ausgepr\u00e4gtem interdisziplin\u00e4rem Charakter f\u00f6rdern. 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