{"id":58517,"date":"2018-11-20T06:45:23","date_gmt":"2018-11-20T05:45:23","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.innovations-report.de%2Fhtml%2Fberichte%2Fbiowissenschaften-chemie%2Fruhr-universitaet-bochum.html"},"modified":"2018-11-17T19:46:57","modified_gmt":"2018-11-17T18:46:57","slug":"guenstiger-katalysator-fuer-das-co2-recycling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/guenstiger-katalysator-fuer-das-co2-recycling\/","title":{"rendered":"G\u00fcnstiger Katalysator f\u00fcr das CO<sub>2<\/sub>-Recycling"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Mineral Pentlandit eignet sich als Katalysator f\u00fcr das Recycling von Kohlendioxid und k\u00f6nnte somit eine Alternative zu teuren Edelmetall-Katalysatoren sein. Das fanden Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum (RUB), des Fritz-Haber-Instituts Berlin und von Fraunhofer Umsicht in Oberhausen heraus. Bislang war Pentlandit als Katalysator f\u00fcr die Wasserstoffproduktion bekannt. Durch die Wahl eines geeigneten L\u00f6sungsmittels konnten die Wissenschaftler es jedoch auch f\u00fcr die Umsetzung von Kohlendioxid zu Kohlenmonoxid nutzen. Letzteres ist ein verbreiteter Ausgangsstoff f\u00fcr die chemische Industrie.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_58528\" aria-describedby=\"caption-attachment-58528\" style=\"width: 254px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-58528\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11_16_apfel_co2_recycling_km_01-300x200.jpg\" alt=\" Kai junge Puring, Stefan Piontek und Mathias Smialkowski (von links) aus dem Team von Ulf-Peter Apfel mit der Elektrolysezelle, in der die Experimente durchgef\u00fchrt wurden \u00a9 RUB, Marquard\" width=\"254\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/11\/2018_11_16_apfel_co2_recycling_km_01-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/11\/2018_11_16_apfel_co2_recycling_km_01-600x400.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/11\/2018_11_16_apfel_co2_recycling_km_01.jpg 804w\" sizes=\"auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-58528\" class=\"wp-caption-text\">Kai junge Puring, Stefan Piontek und Mathias Smialkowski (von links) aus dem Team von Ulf-Peter Apfel mit der Elektrolysezelle, in der die Experimente durchgef\u00fchrt wurden<br \/>\u00a9 RUB, Marquard<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Ergebnisse beschreiben die Forscher um Dr. Ulf-Peter Apfel vom Bochumer Lehrstuhl f\u00fcr Anorganische Chemie I gemeinsam mit ihren Kollegen in der Zeitschrift \u201eChemical Science\u201c vom 5. November 2018.<\/p>\n<h3>CO<sub>2<\/sub>-Umwandlung statt Wasserstoffproduktion<\/h3>\n<p>\u201eDie Umwandlung von CO<sub>2<\/sub> in wertvolle Ausgangsstoffe f\u00fcr die chemische Industrie stellt einen vielversprechenden Ansatz dar, die Klimaerw\u00e4rmung zu bek\u00e4mpfen\u201c, sagt Ulf-Peter Apfel. \u201eAllerdings sind bislang kaum billige und leicht verf\u00fcgbare Katalysatoren f\u00fcr die Reduktion von CO<sub>2<\/sub> bekannt.\u201c Au\u00dferdem beg\u00fcnstigen die infrage kommenden Katalysatoren in der Regel vornehmlich eine andere chemische Reaktion, n\u00e4mlich die Synthese von Wasserstoff \u2013 so auch Pentlandit. Den Forscherinnen und Forschern gelang es jedoch, das Mineral in einen Katalysator f\u00fcr die CO<sub>2<\/sub>-Umsetzung umzuwandeln.<\/p>\n<p>Sie erzeugten Elektroden aus Pentlandit und analysierten, unter welchen Bedingungen es an deren Oberfl\u00e4che zur Wasserstoffbildung oder Kohlenmonoxidproduktion kam. \u201eVor allem die Gegenwart von Wasser an der Elektrodenoberfl\u00e4che war entscheidend\u201c, res\u00fcmiert Ulf-Peter Apfel. Viel Wasser verschob die Reaktion zugunsten der Wasserstoffbildung, wenig Wasser zugunsten der Kohlenmonoxidentwicklung. Indem die Forscher den Wassergehalt genau einstellten, konnten sie auch Gemische aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff entstehen lassen. \u201eSolche Synthesegasmischungen haben eine gro\u00dfe Bedeutung in der chemischen Industrie\u201c, verdeutlicht Apfel.<\/p>\n<h3>Stabiler Katalysator<\/h3>\n<p>Pentlandit besteht aus Eisen, Nickel und Schwefel und \u00e4hnelt einigen in der Natur vorkommenden katalytisch aktiven Zentren von Enzymen, etwa denen der Wasserstoff produzierenden Hydrogenasen. \u201eEin gro\u00dfer Pluspunkt dieses Minerals ist, dass es relativ stabil gegen\u00fcber anderen chemischen Verbindungen ist, die in industriellen Abgasstr\u00f6men vorkommen und wie ein Gift f\u00fcr viele Katalysatoren wirken\u201c, erkl\u00e4rt Apfel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Mineral Pentlandit eignet sich als Katalysator f\u00fcr das Recycling von Kohlendioxid und k\u00f6nnte somit eine Alternative zu teuren Edelmetall-Katalysatoren sein. 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