{"id":58387,"date":"2018-11-16T07:29:05","date_gmt":"2018-11-16T06:29:05","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=58387"},"modified":"2018-11-13T13:41:47","modified_gmt":"2018-11-13T12:41:47","slug":"wildpflanzen-fuer-biogas-untersuchungen-zur-samenausbreitung-abgeschlossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wildpflanzen-fuer-biogas-untersuchungen-zur-samenausbreitung-abgeschlossen\/","title":{"rendered":"Wildpflanzen f\u00fcr Biogas: Untersuchungen zur Samenausbreitung abgeschlossen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_58388\" aria-describedby=\"caption-attachment-58388\" style=\"width: 257px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/fileadmin\/news\/fnr\/2018\/News_2018-56_Wildpflanzen_.JPG\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-58388\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/csm_News_2018-56_Wildpflanzen__4c7c301489.jpg\" alt=\"csm_News_2018-56_Wildpflanzen__4c7c301489\" width=\"257\" height=\"193\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-58388\" class=\"wp-caption-text\">Wildpflanzenmischung, im Vordergrund 1. Anbaujahr (u. a. Malven), im Hintergrund 2. Anbaujahr (Steinklee). Die hartschaligen Samen von Malven und Steinklee k\u00f6nnen mit den G\u00e4rresten auf andere Fl\u00e4chen gelangen. Ab dem 3. Jahr geht das Ausbreitungsrisiko gegen 0. Foto: de Mol<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Mehrj\u00e4hrige Wildpflanzen-Mischungen gelten als interessante M\u00f6glichkeit, Biogasfruchtfolgen aufzulockern und \u00f6kologisch aufzuwerten. Noch unklar war bislang jedoch das Risiko, \u00fcber die G\u00e4rprodukte Wildpflanzensamen auf andere Fl\u00e4chen zu verbreiten. Die Universit\u00e4t Rostock untersuchte diese Frage gemeinsam mit dem Leibniz-Institut f\u00fcr Agrartechnik und Bio\u00f6konomie (ATB) am Beispiel der in der Praxis genutzten Bl\u00fchmischung BG70 der Firma Saaten Zeller.<\/strong><\/p>\n<p>Es zeigte sich, dass sich drei Arten aus BG70 besonders gut auf den beiden im Projekt angelegten Versuchsfl\u00e4chen etablierten: Beifu\u00df (<em>Artemisia vulgaris<\/em>), Schwarze Flockenblume (<em>Centaurea nigra<\/em>) und Rainfarn (<em>Tanacetum vulgare<\/em>). Ab dem dritten Jahr bestimmten sie den Bestand fast allein. Insbesondere im ersten Jahr kamen au\u00dferdem noch verschiedene Malven-Arten (<em>Malva sp.<\/em>) vor und im zweiten Jahr Wei\u00dfer und Gelber Steinklee (<em>Melilotus albus<\/em> und <em>M. officinales<\/em>). Keimf\u00e4higes Saatgut all dieser Arten gelangte in gro\u00dfer Menge in das Erntegut und damit in die Biogas-Prozesskette.<\/p>\n<p>Die dann folgenden drei Stationen Silierung, anaerobe Verg\u00e4rung bei mesophiler Temperatur (35 C\u00b0 und 42 C\u00b0) und 12-w\u00f6chige Lagerung der G\u00e4rreste \u00fcberstanden nur hartschalige Samen, ihre \u00dcberlebensquote lag je nach Art bei bis zu 70 Prozent. Hartschalige Samen sind kaum wasserdurchl\u00e4ssig und k\u00f6nnen ung\u00fcnstige Umweltbedingungen lange Zeit \u00fcberdauern, zur Keimung brauchen sie ebenfalls l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume. In den Pflanzenfamilien Fabaceae (H\u00fclsenfr\u00fcchte oder Leguminosen) und Malvaceae (Malvengew\u00e4chse) kommen hartschalige Samen besonders h\u00e4ufig vor.<\/p>\n<p>Damit sind in der Biogas-Wildpflanzenmischung BG70 die Steinklee- und die Malven-Arten die potenziell kritischen Arten, die verbreitet werden k\u00f6nnen: Sie kommen in den ersten beiden Standjahren in gr\u00f6\u00dferer Zahl auf den Fl\u00e4chen vor, und sie sind hartschalig.<\/p>\n<p>Landwirte sollten entsprechende G\u00e4rreste deshalb nur mit Bedacht auf andere Ackerfl\u00e4chen ausbringen, insbesondere G\u00e4rreste aus dem ersten Standjahr. Ab dem dritten Standjahr sind BG70-Anteile im G\u00e4rrest unkritisch, da Beifu\u00df, Schwarze Flockenblume und Rainfarn keine hartschaligen Samen haben. Nicht-hartschalige Samen wurden in den Versuchen im Labor und in einer Praxisanlage zu ann\u00e4hernd 100 Prozent inaktiviert. Saaten Zeller gibt f\u00fcr die Mischung BG70 eine Standzeit von bis zu 5 Jahren an.<\/p>\n<p>Das Projekt wurde vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) \u00fcber den Projekttr\u00e4ger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gef\u00f6rdert. Die Abschlussberichte stehen auf fnr.de unter den F\u00f6rderkennzeichen <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=22401114\" target=\"_blank\">22401114<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=22401513\" target=\"_blank\">22401513<\/a> zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehrj\u00e4hrige Wildpflanzen-Mischungen gelten als interessante M\u00f6glichkeit, Biogasfruchtfolgen aufzulockern und \u00f6kologisch aufzuwerten. Noch unklar war bislang jedoch das Risiko, \u00fcber die G\u00e4rprodukte Wildpflanzensamen auf andere Fl\u00e4chen zu verbreiten. 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