{"id":5822,"date":"2003-01-29T00:00:00","date_gmt":"2003-01-28T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20030129-03n"},"modified":"2003-01-29T00:00:00","modified_gmt":"2003-01-28T22:00:00","slug":"lignin-und-tannin-kleberverdaechtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/lignin-und-tannin-kleberverdaechtig\/","title":{"rendered":"Lignin und Tannin: Kleberverd\u00e4chtig!"},"content":{"rendered":"<p>Im Labor des <a href=\"http:\/\/www.ecology.uni-kiel.de\/2ebene\/1ip_kleb.html\" >\u00d6kologie-Zentrums der Kieler Christian-Albrechts-Universit\u00e4t<\/a> wird geklebt, was das Zeug h\u00e4lt. Diplom-Holzwirtin Katrin Schwarz sucht die richtige Zusammensetzung f\u00fcr einen Bio-Kleber f\u00fcr Holz, der ohne giftige Bestandteile auskommt. &#8220;Weit \u00fcber 90 Prozent des weltweit verwendeten Klebstoffes werden rein synthetisch hergestellt und enthalten viele giftige Stoffe&#8221;, erkl\u00e4rt Andreas Mieth, Diplom-Biologe und wissenschaftlicher Koordinator des \u00d6kologie-Zentrums.<\/p>\n<p>Dies wollen die Kieler \u00d6kologen mit Hilfe nat\u00fcrlicher Rohstoffe \u00e4ndern: \u201eWas in der Natur vorkommt, kann schlie\u00dflich nicht falsch sein&#8221;, hat Mieth erkannt, und es braucht nur noch etwas Geduld, mit den richtigen Zus\u00e4tzen das Optimum an Klebkraft aus den Naturklebern heraus zu holen. <\/p>\n<p>Gemeint ist hier haupts\u00e4chlich der nat\u00fcrliche Holzbinder Lignin, der neben Zellstoff der Hauptbestandteil von B\u00e4umen, aber in der Papierherstellung eher l\u00e4stig ist. &#8220;Das interessante daran ist, dass Lignin der zweith\u00e4ufigste Stoff in der Natur ist und in gro\u00dfen Mengen als Abfallstoff in der Industrie anf\u00e4llt&#8221;, wei\u00df Katrin Schwarz, die jedoch einr\u00e4umt, dass ein optimaler Kleber ganz ohne Chemie auch nicht auskommt. &#8220;Allerdings verwenden wir nur solche Chemikalien, die gesundheitlich unbedenklich sind&#8221;, erkl\u00e4rt die Forscherin, die auf dem Weg zum idealen Bio-Holzkleber noch viele H\u00fcrden zu nehmen hat, denn die Anforderungen sind hoch.<\/p>\n<p>Am Ende des von der <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur f\u00fcr nachwachsende Rohstoffe<\/a> gef\u00f6rderten Projektes werden wahrscheinlich Zehntausende von kleinen Holzst\u00e4bchen miteinander verklebt worden sein, um Evaluationen zur Wasser- und Zugfestigkeit, Elastizit\u00e4t oder Witterungs- und Temperaturbest\u00e4ndigkeit zuzulassen.<\/p>\n<p>Auch Tannin, ein Bestandteil von Baumrinden sowie diverse Proteine sind bei den Kieler Forschern dank ihrer Binde-Eigenschaften Kleber-verd\u00e4chtige Forschungsobjekte. Die ersten Ergebnisse k\u00f6nnen sich schon sehen lassen: &#8220;Es ist denkbar, dass wir nach drei Jahren einen Prototyp pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen, der ganz gut funktioniert&#8221;, berichtet Mieht, der schon ein Anschlussprojekt avisiert, bei dem der neue Bio-Kleber &#8220;fit f\u00fcr die Industrie&#8221; gemacht wird.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-symposiumsbericht-herstellung-bindemittelfreier-mdf-platten-durch-enzymatische-aktivierung-von-lignin\/\" >2002-07-15<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/arboform-ein-neuer-thermoplastischer-werkstoff-aus-holz\/\" >2001-12-15<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Labor des &Ouml;kologie-Zentrums der Kieler Christian-Albrechts-Universit&auml;t wird geklebt, was das Zeug h&auml;lt. 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