{"id":58137,"date":"2018-11-09T07:26:45","date_gmt":"2018-11-09T06:26:45","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=58137"},"modified":"2018-11-06T10:55:15","modified_gmt":"2018-11-06T09:55:15","slug":"taif-russische-investmentgruppe-plant-neues-werk-fuer-biologisch-abbaubare-kunststoffe-technologien-der-italienischen-bio-on","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/taif-russische-investmentgruppe-plant-neues-werk-fuer-biologisch-abbaubare-kunststoffe-technologien-der-italienischen-bio-on\/","title":{"rendered":"TAIF: Russische Investmentgruppe plant neues Werk f\u00fcr biologisch abbaubare Kunststoffe &#8211; Technologien der italienischen Bio-on"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die russische Investmentgruppe TAIF plant in der Teilrepublik Tatarstan die Errichtung eines Werks f\u00fcr biologisch abbaubare Kunststoffe auf der Basis von Polyhydroxyalkanoaten (PHA).<\/strong><\/p>\n<p>Laut Pressemitteilung von TAIF wird das italienische Biokunststoffunternehmen Bio-on die erforderlichen Technologien bereitstellen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde k\u00fcrzlich im Rahmen eines Russland-Besuchs des italienischen Premiers Giuseppe Conte unterzeichnet. Bio-on lizenziert demnach f\u00fcr das Projekt das Verfahren zur Produktion von PHA-Kunststoffen und liefert Bioreaktoren f\u00fcr die Gewinnung von PHA. In einer Aussendung beziffern die Italiener das Volumen der Vereinbarung mit TAIF auf insgesamt 17,6 Mio. Euro, wovon 5,6 Mio. Euro auf die Verfahrenslizenz und 12 Mio. Euro auf die Lieferung der Bioreaktoren entfallen.<\/p>\n<p>Insgesamt will TAIF rund 90 Mio. Euro in das Projekt investieren. Geplant sind zun\u00e4chst Kapazit\u00e4ten f\u00fcr 10.000 Tonnen PHA-Kunststoffe im Jahr, sp\u00e4ter ist eine Aufstockung auf bis zu 20.000 Jahrestonnen vorgesehen. Angaben zum genauen Standort der Anlagen in Tatarstan liegen nicht vor, mit der Inbetriebnahme wird allerdings bereits 2020 gerechnet.<\/p>\n<p>Polyhydroxyalkanoate werden aus verschiedenen pflanzlichen Rohstoffen gewonnen. TAIF will vor allem Abf\u00e4lle aus der Verarbeitung von Zuckerr\u00fcben verwenden. Anwendungsbereiche f\u00fcr PHA-Kunststoffe sind u.a. die Produktion von Verpackungsmitteln insbesondere f\u00fcr Lebensmittel, die Kosmetikindustrie, die Herstellung von Implantaten und anderen medizinischen Materialien sowie die organische Elektronik.<\/p>\n<p>Bio-on hat ihren Sitz in San Giorgio di Piano bei Bologna und ist an der B\u00f6rse Mailand gelistet. Das Unternehmen entwickelt Biokunststoffe f\u00fcr industrielle Anwendungen. Dabei wurden die entsprechenden Verfahren zun\u00e4chst vor allem \u00fcber Lizenzen an andere Unternehmen vermarktet und diese bei der Planung und beim Aufbau entsprechender Anlagen begleitet. Im Juni dieses Jahres nahm Bio-on jedoch ihren ersten gr\u00f6\u00dferen eigenen Produktionsbetrieb in Betrieb. F\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2017 berichtet Bio-on ein EBITDA von 6,6 Mio. Euro und einen Nettogewinn von 5,2 Mio. Euro aus Ums\u00e4tzen in H\u00f6he von 10,7 Mio. Euro.<\/p>\n<p>Die Investmentgruppe TAIF kontrolliert u.a. die Chemieunternehmen NizhnekamskNefteKhim (NKNKh) und KazanOrgSintez (KOS) in der russischen Teilrepublik Tatarstan.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die russische Investmentgruppe TAIF plant in der Teilrepublik Tatarstan die Errichtung eines Werks f\u00fcr biologisch abbaubare Kunststoffe auf der Basis von Polyhydroxyalkanoaten (PHA). Laut Pressemitteilung von TAIF wird das italienische Biokunststoffunternehmen Bio-on die erforderlichen Technologien bereitstellen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde k\u00fcrzlich im Rahmen eines Russland-Besuchs des italienischen Premiers Giuseppe Conte unterzeichnet. 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