{"id":58085,"date":"2018-11-07T07:32:37","date_gmt":"2018-11-07T06:32:37","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=58085"},"modified":"2018-11-02T14:09:20","modified_gmt":"2018-11-02T13:09:20","slug":"wasserbasierte-pud-klebstoffe-mit-biobasierter-polyol-komponente-technisch-ebenbuertig-co2-footprint-kleiner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wasserbasierte-pud-klebstoffe-mit-biobasierter-polyol-komponente-technisch-ebenbuertig-co2-footprint-kleiner\/","title":{"rendered":"Wasserbasierte PUD-Klebstoffe mit biobasierter Polyol-Komponente &#8211; Technisch ebenb\u00fcrtig, CO<sub>2<\/sub>-Footprint kleiner"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_58086\" aria-describedby=\"caption-attachment-58086\" style=\"width: 189px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/uploads\/pics\/PM-2018-68_PUD-Klebstoffe_klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-58086 \" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/csm_PM-2018-68_PUD-Klebstoffe_klein_089fee8c7b-300x200.jpg\" alt=\"csm_PM-2018-68_PUD-Klebstoffe_klein_089fee8c7b\" width=\"189\" height=\"126\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/11\/csm_PM-2018-68_PUD-Klebstoffe_klein_089fee8c7b-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/11\/csm_PM-2018-68_PUD-Klebstoffe_klein_089fee8c7b.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-58086\" class=\"wp-caption-text\">Holz, einer der Rohstoffe, aus denen sich die neuen PUD-Klebstoffe gewinnen lassen. Foto: fablok &#8211; Fotolia<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Covestro Deutschland AG hat in Kooperation mit den Klebstoffherstellern Jowat SE und Henkel AG &amp; Co. KGaA Polyurethan-Dispersionsklebstoffe (PUD) mit einem biobasierten Anteil von \u00fcber 50 Prozent entwickelt. Technisch k\u00f6nnten sie herk\u00f6mmliche Klebstoffe in den Bereichen Holz, M\u00f6bel und Automobil ohne gro\u00dfe Anpassungen ersetzen. Das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT belegte au\u00dferdem den Beitrag der neuen Produkte zum Klimaschutz.<\/strong><\/p>\n<p>L\u00f6semittelfreie, wasserbasierte Polyurethan-Dispersionen (PUD) kommen als Klebstoffe in vielen Produkten zum Einsatz. Sie bestehen aus einer Urethan- und einer Polyesterpolyol-Komponente. Im Projekt gelang es den Forschern, die Polyesterpolyole auf Basis nachwachsender Rohstoffe herzustellen: Bernsteins\u00e4ure, Sebacins\u00e4ure, 1,3-Propandiol und 1,4-Butandiol eigneten sich als Monomere. Die so hergestellten PUD-Klebstoffe hatten einen biogenen Kohlenstoffanteil von insgesamt \u00fcber 50 Prozent. In den Anwendungsbereichen Holz, M\u00f6bel und Automobil wiesen sie technische Kennwerte nahe am Marktstandard auf. F\u00fcr biobasierte Schuhklebstoffe besteht noch Optimierungsbedarf.<\/p>\n<p>Auch die Herstellung demonstrierten die Forscher exemplarisch f\u00fcr einen der am besten geeigneten Polyester bis in den Produktionsma\u00dfstab. \u201eEiner kommerziellen Umsetzung stehen eigentlich nur noch die Rohstoffkosten im Wege. Sie sind bei den biobasierten Chemikalien aktuell noch h\u00f6her als bei den fossilen Pendants. Mittelfristig k\u00f6nnen sich diese Preise jedoch angleichen\u201c, erkl\u00e4rt Projektleiter Dr. Martin Melchiors von Covestro. Dann bestehen gute Marktchancen, denn nicht zuletzt haben die Bio-Klebstoffe Vorteile im Hinblick auf den Klimaschutz, das belegte eine Berechnung des Fraunhofer UMSICHT: Demnach haben die biobasierten PUDs einen um mehr als 25 Prozent verringerten CO<sub>2<\/sub>-Footprint im Vergleich zu herk\u00f6mmlichen fossilbasierten PUDs.<\/p>\n<p>Bei seiner Suche nach einem Ersatz f\u00fcr Erd\u00f6l in Klebstoffen legte das Forscherteam Wert darauf, \u00fcberwiegend einheimische Rohstoffe zu nutzen, um k\u00fcnftige neue Abh\u00e4ngigkeiten von Exportl\u00e4ndern zu vermeiden. Alle im Vorhaben verwandten Biochemikalien lassen sich \u2013 zum Teil biotechnologisch \u2013 aus den nachwachsenden Rohstoffen Lignocellulose, St\u00e4rke, Saccharose, Rizinus\u00f6l und Glycerin herstellen, die wiederum Bestandteil von u.a. Holz, Pflanzensamen oder Mais sind oder bei der Biodieselproduktion anfallen. Von diesen Rohstoffen wird nur das Rizinus\u00f6l aus einer nicht in Europa wachsenden Pflanze, dem Wunderbaum, gewonnen.<\/p>\n<p>Das Vorhaben &#8220;Thermoaktivierbare Bio-Klebstoffe (ThermoBIK)&#8221; wurde vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) \u00fcber den Projekttr\u00e4ger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gef\u00f6rdert. Der Abschlussbericht und weitere Informationen stehen auf fnr.de unter den folgenden F\u00f6rderkennzeichen zur Verf\u00fcgung:<\/p>\n<p>FKZ <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=22018212\" target=\"_blank\">22018212<\/a>: Covestro Deutschland AG<br \/>\nEntwicklung neuer Polyesterpolyole und Polyurethandispersionen<\/p>\n<p>FKZ <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=22032112\" target=\"_blank\">22032112<\/a>: Henkel AG &amp; Co. KGaA<br \/>\nAnwendungstechnische Untersuchungen<\/p>\n<p>FKZ <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=22032212\" target=\"_blank\">22032212<\/a>: Jowat SE<br \/>\nAnwendungstechnische Untersuchungen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Covestro Deutschland AG hat in Kooperation mit den Klebstoffherstellern Jowat SE und Henkel AG &amp; Co. KGaA Polyurethan-Dispersionsklebstoffe (PUD) mit einem biobasierten Anteil von \u00fcber 50 Prozent entwickelt. Technisch k\u00f6nnten sie herk\u00f6mmliche Klebstoffe in den Bereichen Holz, M\u00f6bel und Automobil ohne gro\u00dfe Anpassungen ersetzen. 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