{"id":57878,"date":"2018-10-31T07:29:44","date_gmt":"2018-10-31T06:29:44","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=57878"},"modified":"2018-10-27T14:51:05","modified_gmt":"2018-10-27T12:51:05","slug":"wegwerfprodukte-aus-plastik-parlament-stimmt-fuer-verbot-ab-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wegwerfprodukte-aus-plastik-parlament-stimmt-fuer-verbot-ab-2021\/","title":{"rendered":"Wegwerfprodukte aus Plastik: Parlament stimmt f\u00fcr Verbot ab 2021"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Einwegbesteck, Wattest\u00e4bchen, Strohhalme und R\u00fchrst\u00e4bchen aus Plastik sollen verboten werden<\/strong><\/li>\n<li><strong>Kunststoffe ohne Alternativen m\u00fcssen bis 2025 um mindestens 25% verringert werden<\/strong><\/li>\n<li><strong>Ma\u00dfnahmen gegen Zigarettenfilter und verlorenes Fischereiger\u00e4t<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<figure id=\"attachment_57880\" aria-describedby=\"caption-attachment-57880\" style=\"width: 517px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/resources\/library\/images\/20181023PHT17117\/20181023PHT17117_original.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-57880\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/20181023PHT17117_original-1024x683.jpg\" alt=\"Plastic straws, carrier bags and other garbage pollution in ocea\" width=\"517\" height=\"345\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/10\/20181023PHT17117_original-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/10\/20181023PHT17117_original-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/10\/20181023PHT17117_original-600x400.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/10\/20181023PHT17117_original.jpg 1620w\" sizes=\"auto, (max-width: 517px) 100vw, 517px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-57880\" class=\"wp-caption-text\">Das Parlament will Wegwerfprodukte aus Plastik ab 2021 verbieten \u00a9AP images\/European Union -EP<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Am Mittwoch hat das Parlament f\u00fcr ein Verkaufsverbot von Einweg-Kunststoffartikeln wie etwa Teller, Besteck, Strohhalme, Haltest\u00e4be f\u00fcr Luftballons oder Wattest\u00e4bchen aus Plastik gestimmt.<\/strong><\/p>\n<p>Diese Erzeugnisse machen \u00fcber 70% der Abf\u00e4lle im Meer aus und sollen bis 2021 in der EU vom Markt genommen werden. Dies sehen die heute vom Parlament angenommenen Ma\u00dfnahmen vor.<\/p>\n<p>Die Abgeordneten haben Produkte aus oxo-abbaubaren Materialien wie Beutel oder Verpackungen und Fast-Food-Beh\u00e4lter aus expandiertem Polystyrol in die Liste der verbotenen Produkte aufgenommen.<\/p>\n<h3>Nationale Reduktionsziele f\u00fcr andere nicht verbotene Kunststoffe<\/h3>\n<p>Der Verbrauch mehrerer anderer Artikel, f\u00fcr die es keine Alternative gibt, muss von den Mitgliedstaaten bis 2025 um mindestens 25% verringert werden. Dazu geh\u00f6ren Einweg-Burgerboxen, Sandwichboxen oder Lebensmittelbeh\u00e4lter f\u00fcr Obst, Gem\u00fcse, Desserts oder Eis. Die Mitgliedstaaten sollten die Verwendung von Produkten f\u00f6rdern, die f\u00fcr Mehrfachnutzung geeignet sind und, wenn sie zu Abf\u00e4llen geworden sind, zur Wiederverwendung und zum Recycling vorbereitet werden k\u00f6nnen. Zu diesem Zweck sollen sie auf nationaler Ebene Pl\u00e4ne erarbeiten.<\/p>\n<p>Bis 2025 m\u00fcssen 90% aller anderen Plastikartikel wie Einweg-Getr\u00e4nkeflaschen aus Kunststoff getrennt eingesammelt und recycelt werden<\/p>\n<h3>Zigarettenfilter und verlorenes Fischereiger\u00e4t<\/h3>\n<p>Der Gesetzesentwurf sieht auch Reduzierungsma\u00dfnahmen f\u00fcr Abf\u00e4lle aus Tabakprodukten vor, insbesondere f\u00fcr kunststoffhaltige Zigarettenfilter. Sie sollen bis 2025 um 50 Prozent und bis 2030 um 80 Prozent reduziert werden.<\/p>\n<p>Ein Zigarettenstummel kann zwischen 500 und 1000 Liter Wasser verunreinigen. Auf die Stra\u00dfe geworfen, kann es bis zu zw\u00f6lf Jahre dauern, bis er zerf\u00e4llt. Zigarettenstummel sind die am zweith\u00e4ufigsten weggeworfenen Einwegartikel aus Kunststoff.<\/p>\n<p>Die EU-Mitgliedstaaten sollten auch sicherstellen, dass j\u00e4hrlich mindestens 50 Prozent der verlorenen oder weggeworfenen kunststoffhaltigen Fischfangger\u00e4te gesammelt werden, wobei bis 2025 ein Recyclingziel von mindestens 15 Prozent angestrebt wird. Die Fischfangger\u00e4te machen 27 Prozent der an den europ\u00e4ischen Str\u00e4nden anfallenden Abf\u00e4lle aus.<\/p>\n<h3>Hersteller in die Verantwortung nehmen<\/h3>\n<p>Die EU-Mitgliedstaaten m\u00fcssen nach dem Gesetzesentwurf daf\u00fcr sorgen, dass Tabakunternehmen die Kosten f\u00fcr die Abfallsammlung dieser Produkte \u00fcbernehmen. Das beinhaltet auch den Transport und die Behandlung des Abfalls. Dasselbe gilt f\u00fcr Hersteller von kunststoffhaltigen Fischfangger\u00e4ten. Auch sie m\u00fcssen dazu beitragen, das Recyclingziel zu erreichen.<\/p>\n<h3>Zitat<\/h3>\n<p>Berichterstatterin Fr\u00e9d\u00e9rique Ries (ALDE, BE): \u201eWir haben die ehrgeizigsten Gesetze gegen Einweg-Kunststoffe verabschiedet. Es liegt nun an uns, bei den anstehenden Verhandlungen mit dem Rat, die bereits im November beginnen sollen, den Kurs beizubehalten. Die heutige Abstimmung ebnet den Weg f\u00fcr eine ehrgeizige Richtlinie. Sie ist unerl\u00e4sslich, um die Meeresumwelt zu sch\u00fctzen und die Kosten f\u00fcr Umweltsch\u00e4den, die durch Kunststoffverschmutzung in Europa verursacht werden und bis 2030 auf 22 Milliarden Euro gesch\u00e4tzt werden, zu senken.\u201c<\/p>\n<h3>Die n\u00e4chsten Schritte<\/h3>\n<p>Der Bericht wurde mit 571 zu 53 Stimmen angenommen, bei 34 Enthaltungen. Das Parlament wird Verhandlungen \u00fcber die endg\u00fcltige Fassung des Gesetzes mit dem Rat aufnehmen, sobald die EU-Minister ihren eigenen Standpunkt zu diesem Thema festgelegt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Hintergrundinformationen<\/h3>\n<p>Laut der Europ\u00e4ischen Kommission bestehen mehr als 80 Prozent der Abf\u00e4lle in den Meeren aus Plastik. Weil sich Plastik nur langsam zersetzt, sammelt sich immer mehr davon in den Meeren und auf den Str\u00e4nden der EU und auf der ganzen Welt. Kunststoffreste finden sich auch in Tieren, die im Meer leben &#8211; etwa in Meeresschildkr\u00f6ten, Robben, Walen und V\u00f6geln, aber auch in Fischen und Muscheln, und damit in der menschlichen Nahrungskette.<\/p>\n<p>Kunststoffe sind ein praktisches und wirtschaftlich wertvolles Material. Sie m\u00fcssen aber besser genutzt, wiederverwendet und recycelt werden. Wird Plastik einfach weggeworfen, umfassen die wirtschaftlichen Folgen nicht nur den verlorenen Materialwert, sondern auch die Kosten f\u00fcr Reinigung und Sch\u00e4den f\u00fcr den Tourismus, die Fischerei und die Schifffahrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einwegbesteck, Wattest\u00e4bchen, Strohhalme und R\u00fchrst\u00e4bchen aus Plastik sollen verboten werden Kunststoffe ohne Alternativen m\u00fcssen bis 2025 um mindestens 25% verringert werden Ma\u00dfnahmen gegen Zigarettenfilter und verlorenes Fischereiger\u00e4t Am Mittwoch hat das Parlament f\u00fcr ein Verkaufsverbot von Einweg-Kunststoffartikeln wie etwa Teller, Besteck, Strohhalme, Haltest\u00e4be f\u00fcr Luftballons oder Wattest\u00e4bchen aus Plastik gestimmt. 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