{"id":5771,"date":"2002-11-14T00:00:00","date_gmt":"2002-11-13T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20021114-01n"},"modified":"2002-11-14T00:00:00","modified_gmt":"2002-11-13T22:00:00","slug":"wert-der-holzasche-als-duengemittel-erkennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wert-der-holzasche-als-duengemittel-erkennen\/","title":{"rendered":"Wert der Holzasche als D\u00fcngemittel erkennen"},"content":{"rendered":"<p>Holzasche verdient es, in der neuen D\u00fcngemittelverordnung Ber\u00fccksichtigungzu finden. Das ermittelten die Bodenkundler der <a href=\"http:\/\/www.fva-bw.de\/\" >Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt<\/a> Baden W\u00fcrttemberg im Auftrag der <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.<\/a> Denn die Asche unbehandelter H\u00f6lzer kann nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Kompensationskalkung von W\u00e4ldern leisten. F\u00fcr das Restprodukt der energetischen Nutzung f\u00e4nde sich damit auch endlich eine sinnvolle L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Bislang gibt es n\u00e4mlich keine verbindlichen Regelungen f\u00fcr die Nutzung von Holzasche als D\u00fcnger. Den Betreibern der Bioenergieanlagen bleibt daher nur die teure Deponierung der Asche. Erste Chance, daran etwas zu \u00e4ndern ist die Novellierung der D\u00fcngemittelverordnung. Deshalb hat die FNR die Bodenkundler aus Freiburg damit beauftragt, die Holzasche und ihre Auswirkungen auf den Waldboden zu untersuchen.<\/p>\n<p>Sechs Jahre lang untersuchten die Freiburger im Labor aber auch an mehreren Waldstandorten die mittelfristigen Auswirkungen der Ascheausbringung. Sie unterschieden nach Verbrennungsmaterial und \u2013technik, f\u00fchrten aber auch Vergleiche mit herk\u00f6mmlichen D\u00fcngema\u00dfnahmen wie z.B. der Kalkausbringung durch. Die Ergebnisse belegen, dass die Holzasched\u00fcngung durchaus Sinn macht. Da Holzasche stark basisch ist, kann sie beispielsweise erheblich dazu beitragen, die Pufferkapazit\u00e4t versauerter Waldb\u00f6den zu verbessern. Ihre hohe L\u00f6slichkeit sorgt au\u00dferdem f\u00fcr rasche und gute Wirkung der D\u00fcngung. <\/p>\n<p>Eine strenge Qualit\u00e4tsnorm und vorgegebene Regeln bei der Ausbringung der Asche im Wald sind allerdings n\u00f6tig, damit die Umwelt von diesem Stoffkreislauf profitieren kann. Denn je nach Brennmaterial reichern sich in der Asche unterschiedliche Schwermetalle an. Um ihren Gehalt zu verringern, empfehlen die Freiburger, nur Brennraumaschen aus reinem Waldholz zu D\u00fcngezwecken zu verwenden. Mit festen Grenzwerten f\u00fcr Blei, Chrom , Nickel und Cadmium legen sie dar\u00fcber hinaus fest welche Aschen ausgebracht werden sollten und welche nicht. <\/p>\n<p>Da Chrom (VI) ein hohes \u00f6kotoxologisches Risiko darstellen kann, schenkten die Wissenschaftler diesem Schwermetall besondere Aufmerksamkeit. F\u00fcr die D\u00fcngung in W\u00e4ldern konnten sie gr\u00fcnes Licht geben: denn auf saure Waldb\u00f6den mit hohem Humusgehalt aufgebracht, wird Chrom (VI) schnell zum ungiftigen Chrom (III) reduziert.<\/p>\n<p>Das Fazit der Bodenkundler: zu maximal 30 Prozent der Bodenschutzkalkung beigemischt und bei einer Gesamtmenge von maximal 2,5 Tonnen pro Hektar alle 15 Jahre kann die Holzasche einen sinnvollen Beitrag dazu leisten, die Qualit\u00e4t des Waldbodens zu verbessern. Die Grundlagen sind also geschaffen, klare Vorgaben formuliert, die so auch bei der Novellierung der D\u00fcngemittelverordnung ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)<br \/>V.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Sch\u00fctte<br \/>Hofplatz 1<br \/>18276 G\u00fclzow<br \/>Tel.: 03843-69 30-0\u00a0<br \/>Fax: 03843-69 30-102<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:info@fnr.de\">info@fnr.de<\/a><br \/>Internet: <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >http:\/\/www.fnr.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Holzasche verdient es, in der neuen D&uuml;ngemittelverordnung Ber&uuml;cksichtigungzu finden. 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