{"id":5750,"date":"2002-11-25T00:00:00","date_gmt":"2002-11-24T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20021125-01n"},"modified":"2002-11-25T00:00:00","modified_gmt":"2002-11-24T22:00:00","slug":"otti-symposiumsbericht-energie-aus-biomasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/otti-symposiumsbericht-energie-aus-biomasse\/","title":{"rendered":"OTTI-Symposiumsbericht: Energie aus Biomasse"},"content":{"rendered":"<p>Ca. 250 Fachleute und Entscheidungstr\u00e4ger aus Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz trafen sich am 21. und 22.11.2002 im barocken Kloster Banz und widmen sich dem Thema: <b>Die Energieerzeugung aus Biomasse, Holz, Pflanzen\u00f6l und Biogas<\/b>. Damit wurde die Rekordzahl des letzten Jahres eingestellt. Die Biobrennstofftagung des <a href=\"http:\/\/www.otti.de\/\" >OTTI<\/a> ist seit Jahren neben dem <a href=\"http:\/\/www.carmen-ev.de\/\" >C.A.R.M.E.N.<\/a> Symposium die wichtigste Anwendertagung in Deutschland.<br \/>Die relative Mehrheit (36%) der Tagungsteilnehmer stammte aus Ingenieur- und Planungsb\u00fcros, kleinen Firmen der Heizung-, Klima- und L\u00fcftungsbranche (50 Mitarbeiter); Energieversorger, Stadtwerke, gr\u00f6\u00dfere und gro\u00dfe Unternehmen stellten 19%, Vereine, Verb\u00e4nde, Verb\u00fcnde und Energieagenturen 11%, Ministerien und Beh\u00f6rden 11%, sowie Hochschulen und Forschungsinstitute 23% der Teilnehmer.<br \/>50% der Teilnehmer kamen aus Bayern; 7% waren aus \u00d6sterreich, der Schweiz und Belgien und 11% aus den Neuen Bundesl\u00e4ndern und Berlin angereist. <br \/>Durch die Diskussion technischer Neuerungen, den Austausch von Betreibererfahrungen und das Er\u00f6rtern von Wirtschaftsfragen und von F\u00f6rderprogrammen sollte die energetische Nutzung von Biomasse weiter vorangebracht werden. Behandelt wurden die Themen Biogas, Pflanzen\u00f6l und Festbrennstoffe durch Vortr\u00e4ge, Posterbeitr\u00e4ge sowie durch eine tagungsbegleitende Fachausstellung und Besichtigungsfahrten zu Anlagen.<\/p>\n<p>Das OTTI-Symposium &#8211; das inzwischen zu einer festen Gr\u00f6\u00dfe unter einer Vielzahl von Veranstaltungen geworden ist &#8211; hat nicht unerheblich dazu beigetragen, dass die energetische Nutzung von Biomasse in den letzten Jahren vorangekommen ist: in Bayern tr\u00e4gt Biomasse bereits mit 6,5% (BRD 3,7%) zur Deckung des W\u00e4rmebedarfs bei. Pelletheizungen stellen dabei einen Wachstumsmarkt dar.<\/p>\n<p>Biogas und Pflanzen\u00f6l tragen zum Strom- und Treibstoffmarkt noch deutlich unter 1% bei. Biogasanlagen und die thermische Vergasung stehen jedoch im Brennpunkt des Interesses, weil sie einen Weg zu dezentralen Kraft-W\u00e4rme-Kopplungsanlagen kleiner Leistung \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Durch die Festlegung von Kriterien f\u00fcr die Kraftstoffqualit\u00e4t beim Pflanzen\u00f6l ist nun die Basis f\u00fcr einen breiteren Markt geschaffen worden: die Wachstumsrate bei den biogenen Treibstoffen ist beachtlich.<\/p>\n<p>Zum 11. Symposium reichte die Bandbreite der Themen von den politischen Rahmenbedingungen und den Perspektiven \u00fcber technische Neuerungen bis hin zu Aspekten der Bereitstellung und der Qualit\u00e4t sowie der Vermarktung und Finanzierung: Beitr\u00e4ge, die als Einzelthemen interessant und wichtig sind, aber erst in ihrer Gesamtheit Erfolg und Fortschritt erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Auch wenn bei der energetischen Nutzung von Biomasse schon Erfreuliches erreicht wurde, zu messen ist das Erreichte aber an dem Beitrag, der von den erneuerbaren Energien in Zukunft zur Deckung des Energiebedarfs zu erbringen sein wird. Nach einer Prognose der Enquete-Kommission des Bundestages &#8220;Vorsorge zum Schutz der Erdatmosph\u00e4re&#8221; wird sich der Weltenergiebedarf bis zum Jahr 2050 von heute 13 Mrd. t SKE auf 20 Mrd. t SKE nahezu verdoppeln. Die regenerativen Energiequellen sollen dann 30% zum Prim\u00e4renergiebedarf beitragen; das entspricht einem Energie\u00e4quivalent von 5,6 Mrd. Tonnen Steinkohle (t SKE). Das ist mehr, als dem gesamten heutigen Verbrauch an Stein- und Braunkohle weltweit entspricht.<\/p>\n<p>Das bedeutet, dass bei der energetischen Nutzung von Biomasse in neuen Dimensionen gedacht werden muss. Dabei kommt der Biomasse auch deshalb eine besondere Bedeutung zu, weil sie eine verl\u00e4ssliche Energiequelle darstellt, da sie gespeicherte Sonnenenergie ist, die jederzeit bedarfsgerecht abgerufen werden kann.<\/p>\n<p>Die Energiefrage verlangt nicht nur wegen der begrenzten Ressourcen der fossilen Energietr\u00e4ger, sondern auch wegen der Klimarelevanz der bei der Verbrennung von Kohle, Erd\u00f6l und Erdgas entstehenden CO<sub>2<\/sub>-Emissionen nach einer globalen Betrachtung.<\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit, nicht nur global zu denken, sondern einen ersten Schritt zum \u00fcberregionalen Handeln, bietet sich bei der Osterweiterung der Europ\u00e4ischen Union. Hier kann die energetische Nutzung von Biomasse einen Beitrag zur St\u00e4rkung der Land- und Forstwirtschaft in den Beitrittsl\u00e4ndern leisten; unsere Wirtschaft kann durch das Einbringen der dazu entwickelten und erprobten Technologien profitieren; die Umwelt gewinnt durch die Minderung der Emissionen an Treibhausgasen: eine absolute &#8220;win-win-Situation&#8221;.<\/p>\n<p>Die Aufgaben sind gro\u00df, aber auch die M\u00f6glichkeiten, zur L\u00f6sung beizutragen. Dieses Symposium &#8220;Energie aus Biomasse&#8221; getragen von einer Reihe von Organisationen und Experten aus Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz leistete hierzu einen wichtigen Beitrag<\/p>\n<p>Der Tagungsband (ISBN 3-934 681-23-9) ist entweder bei der deutschen oder bayerischen Staatsbibliothek auszuleihen oder f\u00fcr 75 EUR zu beziehen bei der:<\/p>\n<p>Boxer Buchhandlung<br \/>Baumgarten 28<br \/>95326 Kulmbach<br \/>Tel.: 09221-87 78 38<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:info@boxer99.de\">info@boxer99.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ca. 250 Fachleute und Entscheidungstr&auml;ger aus Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz trafen sich am 21. und 22.11.2002 im barocken Kloster Banz und widmen sich dem<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-5750","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5750","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5750"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5750\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5750"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5750"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5750"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=5750"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}