{"id":56108,"date":"2018-09-03T07:32:23","date_gmt":"2018-09-03T05:32:23","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=56108"},"modified":"2018-08-29T14:15:57","modified_gmt":"2018-08-29T12:15:57","slug":"smarte-filteranlagen-zum-nachweis-von-mikroplastik-im-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/smarte-filteranlagen-zum-nachweis-von-mikroplastik-im-wasser\/","title":{"rendered":"Smarte Filteranlagen zum Nachweis von Mikroplastik im Wasser"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mikroplastikpartikel im Wasser sind ein zunehmendes Problem f\u00fcr die Umwelt. Ein neues Filtersystem, mit dem sich die Belastung von Gew\u00e4ssern schneller und einfacher messen l\u00e4sst, entwickelt das Fraunhofer-Center f\u00fcr Silizium-Photovoltaik CSP gemeinsam mit Partnern. Das Forschungsprojekt unter Federf\u00fchrung der Bundesanstalt f\u00fcr Materialforschung und -pr\u00fcfung (BAM) will eine Datenbasis schaffen, um die Belastung von Gew\u00e4ssern analysieren und anschlie\u00dfend verringern zu k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_56110\" aria-describedby=\"caption-attachment-56110\" style=\"width: 255px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.csp.fraunhofer.de\/de\/kontakt\/presse\/pressemitteilungen\/filteranlage-mikroplastik\/_jcr_content\/contentPar\/pressarticle\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.large.jpg\/1531742064280_LichtmikroskopischeAufnahme.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-56110 \" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1531742064280_LichtmikroskopischeAufnahme-300x225.jpg\" alt=\"1531742064280_LichtmikroskopischeAufnahme\" width=\"255\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/09\/1531742064280_LichtmikroskopischeAufnahme-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/09\/1531742064280_LichtmikroskopischeAufnahme.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-56110\" class=\"wp-caption-text\">Lichtmikroskopische Aufnahme eines prototypischen Silizium-Filters nach der Laser-Mikrobearbeitung mit Porengr\u00f6\u00dfen im Bereich von 50 \u00b5m Durchmesser. \u00a9 Fraunhofer CSP<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Eintrag von Mikroplastikpartikeln \u2013 also Plastikteilchen mit einer Gr\u00f6\u00dfe von weniger als 1 Millimeter \u2013 in unser \u00d6kosystem wird zunehmend problematischer. Doch wie gelangt Mikroplastik in Gew\u00e4sser und Abw\u00e4sser? Und wie kann es dort untersucht und nachgewiesen werden? Momentan fehlt eine verl\u00e4ssliche, wissenschaftliche Datenbasis \u00fcber die Quellen, das Vorkommen sowie die Auswirkungen von Mikroplastikpartikeln auf die Umwelt.<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.bam.de\/Content\/DE\/Pressemitteilungen\/2018\/Umwelt\/2018-06-21-ruseku-mikroplastik-in-wasser.html\" target=\"_blank\">Forschungsprojekt &#8220;Repr\u00e4sentative Untersuchungsstrategien f\u00fcr ein integratives Systemverst\u00e4ndnis von spezifischen Eintr\u00e4gen von Kunststoffen in die Umwelt (RUSEKU)&#8221;<\/a>, das von der Bundesanstalt f\u00fcr Materialforschung und -pr\u00fcfung (BAM) ins Leben gerufen wurde, will bis zum Jahr 2021 ein Untersuchungsverfahren entwickeln, mit dem sich der Partikeleintrag in Gew\u00e4sser einheitlich und schneller messen l\u00e4sst. Damit soll sich auch feststellen lassen, an welchen Orten eine besonders hohe Belastung von Gew\u00e4ssern durch Mikroplastik vorliegt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_56113\" aria-describedby=\"caption-attachment-56113\" style=\"width: 236px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.csp.fraunhofer.de\/de\/kontakt\/presse\/pressemitteilungen\/filteranlage-mikroplastik\/_jcr_content\/contentPar\/pressarticle\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent2\/image.img.large.jpg\/1531742064280_MakroPor.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-56113\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/1531742064280_MakroPor-300x263.jpg\" alt=\"1531742064280_MakroPor\" width=\"236\" height=\"207\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/09\/1531742064280_MakroPor-300x263.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/09\/1531742064280_MakroPor.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-56113\" class=\"wp-caption-text\">MakroPor, makropor\u00f6ses Silizium, h\u00e4lt Mikroplastikpartikel zur\u00fcck. \u00a9 SmartMembranes GmbH<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Fraunhofer-Center f\u00fcr Silizium-Photovoltaik CSP entwickelt im Rahmen des Verbundforschungsprojektes gemeinsam mit der SmartMembranes GmbH ein spezielles Filtersystem als wichtigen Baustein f\u00fcr ein einheitliches und unkompliziertes Verfahren zur Entnahme von Proben. Die Kaskaden-Filtrationsanlage soll spezielle Siliziumfilter mit definierten Lochdichten und -gr\u00f6\u00dfen einsetzen, in denen die Plastikpartikel h\u00e4ngen bleiben.<\/p>\n<p>\u00bbWesentlich f\u00fcr die Beurteilung \u00fcber die Mengen von Mikroplastik im Grund-, Trink- sowie Schmutzwasser oder in Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser ist die Methodik f\u00fcr die Probenentnahme. Geplant ist eine Art Probenentnahme-Set, das dazu einen entscheidenden Beitrag leisten soll\u00ab, sagt Dr. Christian Hagendorf, Wissenschaftler am Fraunhofer CSP und Verantwortlicher im Forschungsprojekt.<\/p>\n<p>\u00bbMithilfe von Laser- und chemischen \u00c4tzprozessen werden wir auf dem Siliziumtr\u00e4ger passende Lochgr\u00f6\u00dfen schaffen, in denen die Partikel zur\u00fcckgehalten werden. Bei der sp\u00e4teren Analyse im Labor machen wir uns die chemische Zusammensetzung von Silizium zunutze, das in einem breiten Wellenl\u00e4ngenbereich des Infrarotlichtes im Transmissionsverfahren durchsichtig ist und darauf liegende Mikroplastikteilchen f\u00fcr die spektroskopische Messtechnik sichtbar macht\u00ab, sagt Hagendorf weiter.<\/p>\n<p>Eine weitere wichtige Kenngr\u00f6\u00dfe f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Filter ist die mechanische Festigkeit, denn Lastzust\u00e4nde, die durch Wasserstr\u00f6mungen w\u00e4hrend der Probenentnahme verursacht werden, d\u00fcrfen nicht zum Bruch der Filter f\u00fchren. Au\u00dferdem m\u00fcssen die Filter eine \u00bbsmarte\u00ab, optimierte Lochgeometrie und Oberfl\u00e4chenbeschaffenheit besitzen. Ein weiteres Arbeitsziel ist es, zusammen mit den Partnern einen vorgeschriebenen Arbeitsablauf von der Probenahme \u00fcber die Aufreinigung bis zur Analyse der Mikroplastikpartikel zu definieren. Durch \u00bbSmart Sampling\u00ab wird der Nachweis von Mikroplastik von der Probenahme bis zur Schnellanalytik perfekt abgestimmt.<\/p>\n<p>Das damit erm\u00f6glichte Verfahren zur effizienten und zuverl\u00e4ssigen Mikroplastik-Probenentnahme bietet eine Grundlage f\u00fcr Strategien und Regelungen, die helfen, Mikroplastik im Wasserkreislauf zu verringern. Das Verbundforschungsprojekt wird vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gef\u00f6rdert und findet im Rahmen des Forschungsschwerpunktes \u00bbPlastik in der Umwelt\u00ab statt. Beteiligt sind neben dem Fraunhofer CSP sechs weitere wissenschaftliche Einrichtungen sowie drei mittelst\u00e4ndische Unternehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mikroplastikpartikel im Wasser sind ein zunehmendes Problem f\u00fcr die Umwelt. 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