{"id":56101,"date":"2018-09-03T07:26:45","date_gmt":"2018-09-03T05:26:45","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=56101"},"modified":"2021-09-09T21:33:31","modified_gmt":"2021-09-09T19:33:31","slug":"bp-setzt-weltweit-erstmals-gruenen-wasserstoff-zur-kraftstoffherstellung-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bp-setzt-weltweit-erstmals-gruenen-wasserstoff-zur-kraftstoffherstellung-ein\/","title":{"rendered":"BP setzt weltweit erstmals &#8220;gr\u00fcnen Wasserstoff&#8221; zur Kraftstoffherstellung ein"},"content":{"rendered":"<p><strong>Weltweit erstmalig nutzt BP in einer Raffinerie regenerativen &#8220;gr\u00fcnen Wasserstoff&#8221; zur Kraftstoffproduktion. In einem drei\u00dfigt\u00e4gigen Demonstrationsprojekt zeigen die Ingenieure der BP Lingen aus dem Emsland, dass der Einsatz erneuerbarer Komponenten in einer Erd\u00f6lraffinerie m\u00f6glich ist. Der &#8220;gr\u00fcne Wasserstoff&#8221; wird von der Audi Industriegas GmbH in Werlte mit Hilfe der Power to Gas-Technologie unter ausschlie\u00dflicher Nutzung von erneuerbaren Energien hergestellt.<\/strong><\/p>\n<p>Raffinerien geh\u00f6ren zu den gr\u00f6\u00dften industriellen Wasserstoff-Nutzern Deutschlands. \u00dcblicherweise werden die ben\u00f6tigten Mengen aus fossilen Quellen wie Erdgas oder LPG selbst erzeugt und in den Raffinerieprozess integriert.<\/p>\n<p>Insgesamt 130.000 Kubikmeter Wasserstoff wird BP Lingen nun in den kommenden Wochen von Audi beziehen. &#8220;Wir freuen uns, dass unser erneuerbarer Wasserstoff aus Werlte bei BP Lingen zum Einsatz kommt&#8221;, so Hermann Pengg, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Audi Industriegas GmbH.\u00a0 Raffinerieleiter Bernhard Niemeyer-Pilgrim erg\u00e4nzt: &#8220;Wir sind damit weltweit die erste Raffinerie, die gr\u00fcnen Wasserstoff zur Herstellung von Kraftstoffen auch tats\u00e4chlich einsetzt und so eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr eine CO<sub>\u2082<\/sub>-\u00e4rmere Energiewelt aufzeigt.&#8221;<\/p>\n<p>Wichtig ist jedoch, dass die politischen Rahmenbedingungen stimmen. &#8220;Um den Einsatz von gr\u00fcnem Wasserstoff auch langfristig wirtschaftlich darstellen zu k\u00f6nnen, muss die Politik die Weichen richtig stellen&#8221;, betont Wolfgang Langhoff, Vorstandsvorsitzender der BP Europa SE. Zwar haben die EU Gremien vor der Sommerpause eine politische Einigung zur entsprechenden EU Richtlinie (RED II) dahingehend erzielt, dass gr\u00fcner Wasserstoff unter bestimmten Bedingungen wirtschaftlich nutzbar sein wird. Diese Richtlinie gilt es nun aber schnellstm\u00f6glich in deutsches Recht umzusetzen. Das k\u00f6nnte dann auch die Grundlage f\u00fcr eine eigene Power to Gas-Anlage am Standort Lingen sein.<\/p>\n<p>Bereits im Oktober 2016 unterzeichneten BP und der D\u00fcsseldorfer Energiekonzern Uniper einen Kooperationsvertrag zur Pr\u00fcfung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit einer Power to Gas-Anlage am Standort. &#8220;F\u00fcr ein wirtschaftliches Betreiben einer solchen Anlage ist es unter anderem notwendig, dass der gr\u00fcne Wasserstoff auf die Treibhausgasminderungsquote im Kraftstoffsektor, die ehemalige Biokraftstoff-Quote, angerechnet wird&#8221;, so Langhoff.<\/p>\n<p>&#8220;Wir hoffen, dass dies m\u00f6glichst bald geschieht. Denn unser Testlauf zeigt, dass Raffinerien grunds\u00e4tzlich in der Lage sind, die Energiewende im Verkehrssektor aktiv mitzugestalten.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weltweit erstmalig nutzt BP in einer Raffinerie regenerativen &#8220;gr\u00fcnen Wasserstoff&#8221; zur Kraftstoffproduktion. In einem drei\u00dfigt\u00e4gigen Demonstrationsprojekt zeigen die Ingenieure der BP Lingen aus dem Emsland, dass der Einsatz erneuerbarer Komponenten in einer Erd\u00f6lraffinerie m\u00f6glich ist. 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