{"id":55949,"date":"2018-08-29T07:20:59","date_gmt":"2018-08-29T05:20:59","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=55949"},"modified":"2018-08-24T12:17:06","modified_gmt":"2018-08-24T10:17:06","slug":"lignocellulose-effizienter-nutzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/lignocellulose-effizienter-nutzen\/","title":{"rendered":"Lignocellulose effizienter nutzen"},"content":{"rendered":"<p>Die Bio\u00f6konomie steht vor der Hausforderung, biobasierte Produkte zu entwickeln, deren Herstellung nicht die Nahrungsmittelproduktion gef\u00e4hrdet. Die Nutzung von Rest- und Abfallstoffen aus der Land- und Forstwirtschaft ist daher ein vielversprechender L\u00f6sungsansatz, denn die Biomasse ist in gro\u00dfen Mengen verf\u00fcgbar. Forscher sch\u00e4tzen, dass in der EU j\u00e4hrlich etwa 180 Millionen Tonnen allein an Baumrinde, Stroh und Nussschalen anfallen, die jedoch noch nicht effektiv genutzt werden. Ein Grund: Die Fraktionierung von Lignocellulose in ihre Hauptbestandteile ist noch ineffizient. Ein europ\u00e4isches Forscherkonsortium will das \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Neue Prozesse f\u00fcr Lignocellulose-Bioraffinerien<br \/>\nDas <a href=\"https:\/\/www.cbp.fraunhofer.de\/de\/forschung\/projekte\/projekte_rohstoffaufbereitung\/UNRAVEL.html\" target=\"_blank\">Projekt \u201eUNRAVEL\u201c<\/a>, das im Juli 2018 gestartet ist, will in den kommenden vier Jahren nachhaltige Prozesse f\u00fcr eine innovative Lignocellulose-Bioraffinerie entwickeln und deren Wirtschaftlichkeit nachweisen. Ziel ist es, die Umwandlung des pflanzlichen Ausgangsstoffes so effektiv zu machen, dass sich deren Nutzung f\u00fcr Biokraftstoffe, Plattformchemikalien und nachhaltige Baumaterialien auch wirtschaftlich rechnet. Das Vorhaben wird vom\u00a0Fraunhofer-Zentrum f\u00fcr Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP in Leuna koordiniert und vom europ\u00e4ischen BBI JU (Bio Based Industries Joint Undertaking) im Rahmen des EU-Programms f\u00fcr Forschung und Innovation\u00a0\u201eHorizont 2020\u201c\u00a0mit 3,6 Mio. Euro gef\u00f6rdert. Daran beteiligt sind Forschungsorganisationen, KMUs und Gro\u00dfunternehmen aus sieben europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, darunter die Niederlande.<\/p>\n<p>Kosteneffizienz durch neuartige Fraktionierungsmethode<br \/>\nIm Fokus des Vorhabens steht ein neuartiges Fraktionierungsverfahren, das vom Projektpartner, dem\u00a0Niederl\u00e4ndischen\u00a0Forschungszentrum f\u00fcr erneuerbare Energie (ECN), entwickelt wurde. Der patentierte Biomasse-Fraktionierungsprozess namens FABIOLA soll im Rahmen des Projektes UNRAVEL bis zur industriellen Reife weiterentwickelt werden. Die Forscher erwarten durch die neue Technologie eine verbesserte Kosteneffizienz bei der Vorbehandlung von Lignocellulose als Biomasse und damit eine Verbesserung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit f\u00fcr biobasierte Produkte in der Industrie.<\/p>\n<p>Lignin f\u00fcr biobasierte Materialien effektiv aufbereiten<br \/>\nDas Konsortium konzentriert sich dabei neben den Zuckerverbindungen vor allem auf Lignin. Das Ziel von UNRAVEL: Die Zuckerverbindungen als Basis\u00a0 f\u00fcr moderne Biokraftstoffe zu verwenden. Au\u00dferdem sollen die Lignine mithilfe der neuartigen Fraktionierungstechnik so aufbereitet werden, dass sie auch als Bausteine f\u00fcr hochwertige biobasierte Materialien wie Biopolymere, Isoliersch\u00e4ume (Polyurethan) und Bitumen eingesetzt werden k\u00f6nnen. Die Forscher sind \u00fcberzeugt, dass eine optimierte Fraktionierung der Reststoffe sowohl zu einer h\u00f6heren Ausbeute der einzelnen Komponenten als auch zu einem h\u00f6heren Reinheitsgrad der Bioraffinerie-Produkte f\u00fchrt, was wiederum deren industrielle Nutzung st\u00e4rkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bio\u00f6konomie steht vor der Hausforderung, biobasierte Produkte zu entwickeln, deren Herstellung nicht die Nahrungsmittelproduktion gef\u00e4hrdet. Die Nutzung von Rest- und Abfallstoffen aus der Land- und Forstwirtschaft ist daher ein vielversprechender L\u00f6sungsansatz, denn die Biomasse ist in gro\u00dfen Mengen verf\u00fcgbar. 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