{"id":5515,"date":"2002-08-22T00:00:00","date_gmt":"2002-08-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20020822-03n"},"modified":"2002-08-22T00:00:00","modified_gmt":"2002-08-21T22:00:00","slug":"unkontrollierter-holzeinschlag-bedroht-borneos-regenwaldbestand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/unkontrollierter-holzeinschlag-bedroht-borneos-regenwaldbestand\/","title":{"rendered":"Unkontrollierter Holzeinschlag bedroht Borneos Regenwaldbestand"},"content":{"rendered":"<p>Der Weltmarkt verlangt es: Edelh\u00f6lzer, Shrimps und nicht zuletzt das gewinntr\u00e4chtige Palm\u00f6l, das von Malaysia schon als Zahlungsmittel eingesetzt wird, sind Produkte, die das ehemalige Regenwaldparadies Borneo inzwischen zur Agrar-Monokultur verelenden lassen. Der vom Forstministerium in Djakarta vorgeschriebene Maximaleinschlag wurde zwar von 18 auf sechs Mio. Kubikmeter pro Jahr drastisch herabgesetzt, aber seit Suhartos Sturz finden die Vorgaben der Zentrale kaum noch Beachtung. Zu begehrt sind die Devisenbringer, zu denen nicht nur Borneos ber\u00fchmtes Eisenholz z\u00e4hlt. Und gleich zweifach wird Profit gemacht: Auf den abgeholzten Fl\u00e4chen entlang der Fl\u00fcsse entstehen \u00d6lpalmenplantagen, die dem Wald keine Chance mehr lassen, sich zu regenerieren.<\/p>\n<p>Nach allgemeiner Einsch\u00e4tzung von Experten ist der unkontrollierte wilde Holzeinschlag &#8211; logging genannt &#8211; die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr den noch vorhandenen Wald. Den Anleitungen zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft, wie sie in den 80er und 90er Jahren durch die Forstleute der <a href=\"http:\/\/www.gtz.de\/\" >Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Technische Zusammenarbeit<\/a> (GTZ) vorbereitet wurde, folgte in der Vergangenheit kaum jemand, auch wenn diese mittlerweile in die malaysischen wie indonesischen Nutzungsbestimmungen aufgenommen wurden.<\/p>\n<p>&#8220;Hier wird auf viele, viele Jahre kein neuer Wald wachsen&#8221;, folgert Walter Kollert, Forstmann der GTZ, bei seiner Inspektion der Provinz Sabah, wo sich die \u00d6lpalmenplantagen bereits \u00fcber eine Million Hektar erstrecken. Von allen Ballungszentren entlang der Flussk\u00fcsten wird die Erschlie\u00dfung des Landesinneren l\u00e4ngs der Fl\u00fcsse und Forststra\u00dfen vorangetrieben, auch durch die Ansiedlung von Menschen, die von den \u00fcberbev\u00f6lkerten indonesischen Inseln Java und Sulawesi kommen. Und wo einst geschlossene Mangrovenw\u00e4lder standen, haben sich ganze Inseln und K\u00fcstenabschnitte innerhalb weniger Jahre in schlammige Shrimpsfarmen verwandelt.<\/p>\n<p>Wenngleich der illegale Holzeinschlag auf der indonesischen Seite der Rieseninsel ein gr\u00f6\u00dferes Problem darstellt als auf der malayiischen, so ist auch dort die \u00dcbernutzung un\u00fcbersehbar: &#8220;80 Prozent unserer Produktionsw\u00e4lder sind \u00fcbernutzt und der Rest unber\u00fchrter W\u00e4lder wird in wenigen Jahren ebenfalls ausgeholzt sein&#8221;, so lautet das Res\u00fcmee des renommierten malaysischen Forstinstituts Frim. Es ist daher auch nicht weiter verwunderlich, dass Holz mittlerweile zur Mangelware avanciert und die Abnehmer nach der Herkunft ihres Rohstoffes nicht mehr lange fragen. M\u00f6glich gemacht wird dieses subversive Gesch\u00e4ft allerdings nach Expertenaussagen durch die erkaufte Mitwirkung von Beh\u00f6rden und einflussreichen Hinterm\u00e4nnern.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/fsc-gartenmbel-aus-teakholz-voll-o-k\/\" >2002-08-09<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Weltmarkt verlangt es: Edelh&ouml;lzer, Shrimps und nicht zuletzt das gewinntr&auml;chtige Palm&ouml;l, das von Malaysia schon als Zahlungsmittel eingesetzt wird, sind Produkte, die das ehemalige<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-5515","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5515","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5515"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5515\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5515"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5515"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5515"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=5515"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}