{"id":54891,"date":"2018-07-24T07:26:31","date_gmt":"2018-07-24T05:26:31","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=54891"},"modified":"2018-07-20T13:25:54","modified_gmt":"2018-07-20T11:25:54","slug":"erste-testlaeufe-fuer-neue-faserbasierte-verpackungen-von-fertiggerichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/erste-testlaeufe-fuer-neue-faserbasierte-verpackungen-von-fertiggerichten\/","title":{"rendered":"Erste Testl\u00e4ufe f\u00fcr neue faserbasierte Verpackungen von Fertiggerichten"},"content":{"rendered":"<p><strong>In Europa werden immer mehr Fertiggerichte verzehrt. Neben gesundheitlichen Bedenken bei dieser neuen \u201eErn\u00e4hrungsweise\u201c hat auch die Verpackung dieser Mahlzeiten schwerwiegende Folgen f\u00fcr unsere Umwelt. Der schwarze Kunststoff, der f\u00fcr die Verpackung von Fertiggerichten verwendet wird, ist schwer zu recyceln, weil die Laser in den Abfallzerkleinerern das wiederverwertbare Material schlecht erkennen k\u00f6nnen. So entstehen immense Abfallmengen<\/strong>.<\/p>\n<p>Sowohl Verbraucher als auch Hersteller sind wegen der Auswirkungen solcher Verpackungen auf die Umwelt besorgt und w\u00fcnschen sich inst\u00e4ndig nachhaltigere L\u00f6sungen. Gro\u00dfe Einzelhandelsketten haben sich schon bereit erkl\u00e4rt, solche Verpackungen schrittweise aus dem Sortiment zu nehmen, und EU-finanzierte Forscher und Wissenschaftler wollen ihnen dabei helfen.<\/p>\n<p>Eine neuartige Schale des finnischen Verpackungsherstellers Huhtamaki k\u00f6nnte eine vielversprechende machbare Alternative zu schwarzem Kunststoff sein. Entwickelt wurde das Produkt in Kooperation mit den Partnern S\u00f6dra und SaladWorks innerhalb des EU-finanzierten <a href=\"http:\/\/www.huhtamaki.com\/web\/fresh\" target=\"_blank\">Projekts FRESH<\/a>. Das finale Ziel dieser Forschung ist es, auf dem britischen Markt eine biobasierte Verpackung f\u00fcr Fertiggerichte einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Im Mai und Juni hat das Unternehmen mit zwei italienischen Fertiggerichten einen ersten Testlauf f\u00fcr seine faserbasierten Verpackungen durchgef\u00fchrt. \u201eWir hoffen, dass diese neuartige L\u00f6sung gut angenommen wird und dass das Projekt beim Einsatz von biobasierten Verpackungen in dieser Branche eine Trendwende einleiten kann\u201c, sagte Steve Davey von Huhtamaki in einem Artikel auf Packaging Europe. Wohlwissend, dass Alternativen auf Basis erneuerbarer Materialien dringend gebraucht werden, hofft Huhtamaki, dass der Testlauf den Weg f\u00fcr biobasierte Verpackungen in dieser Branche frei machen kann.<\/p>\n<p>Laut einer Pressemitteilung auf der Website des finnischen Unternehmens f\u00fchlt sich das neue Material wie Pappkarton an und besteht aus Fasern aus FSC-zertifizierten Forstbetrieben. Das Forest Stewardship Council wurde 1993 gegr\u00fcndet und f\u00f6rdert die umweltvertr\u00e4gliche und sozial verantwortliche Nutzung der W\u00e4lder der Erde.<\/p>\n<p>Das erneuerbare Material hei\u00dft Durapulp. Es wurde vom FRESH Partner S\u00f6dra entwickelt und ist ein Biokomposit aus einer Mischung von Zellulose und gentechnikfreier Polymilchs\u00e4ure. \u201eEs ist eine erneuerbare Alternative und eignet sich f\u00fcr einen so sensiblen Inhalt wie Nahrungsmittel\u201c, so Catrin Gustavsson, Senior Vice President of Innovation and New Business bei S\u00f6dra laut der Pressemitteilung.<\/p>\n<p>Aufgabe des Projekts FRESH (\u201eFRESH \u2013 Fully bio based and bio degradable ready meal packaging\u201c), dessen dreieinhalbj\u00e4hrige Laufzeit 2020 endet, ist es, eine innovative, hochwertige zellulosebasierte Alternative f\u00fcr bestehende Kunststoffschalen zu finden, die auf fossilen Materialien basieren. Dabei soll eine neuartige Laminiertechnik zum Einsatz kommen. Eines der Projektziele ist ein im Vergleich zu fossilen Verpackungsmaterialien radikal verbesserter \u00f6kologischer Fu\u00dfabdruck (\u00fcber 80% CO<sub>2<\/sub>-Ersparnis) \u00fcber den Produktlebenszyklus. Das \u00fcbergreifende Ziel ist eine vollst\u00e4ndige Wertsch\u00f6pfungskette von der Materialgewinnung bis zum Endverbraucher, die zeigt, dass eine zu 100 % biobasierte und biologisch abbaubare Alternative f\u00fcr die Verpackung von Fertiggerichten sowohl technisch als auch \u00f6konomisch machbar ist.<\/p>\n<p>Das in FRESH entstandene Produkt hat das Potenzial, der Umwelt etwas Gutes zu tun, wirtschaftlich erfolgreich zu sein und sogar neue Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen. Au\u00dferdem wird es wohl auch in anderen Bereichen eine Wende einleiten: im Einzelhandel, Catering \u2013 z.B. bei Airlines oder Verpflegungsanbietern f\u00fcr Senioren \u2013 oder bei Au\u00dfeneins\u00e4tzen, bei denen zivile und milit\u00e4rische Anspr\u00fcche ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Europa werden immer mehr Fertiggerichte verzehrt. Neben gesundheitlichen Bedenken bei dieser neuen \u201eErn\u00e4hrungsweise\u201c hat auch die Verpackung dieser Mahlzeiten schwerwiegende Folgen f\u00fcr unsere Umwelt. Der schwarze Kunststoff, der f\u00fcr die Verpackung von Fertiggerichten verwendet wird, ist schwer zu recyceln, weil die Laser in den Abfallzerkleinerern das wiederverwertbare Material schlecht erkennen k\u00f6nnen. So entstehen immense [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[13013,12344,11769],"supplier":[14509,14584,8002],"class_list":["post-54891","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-biokomposite","tag-verpackungen","tag-zellulose","supplier-huhtamaki-group","supplier-saladworks","supplier-sodra"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54891","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54891"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54891\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54891"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54891"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54891"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=54891"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}