{"id":54712,"date":"2018-07-19T06:42:14","date_gmt":"2018-07-19T04:42:14","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.chemie.de%2Fnews%2F1156388%2Fschaerfere-eu-regeln-fuer-weichmacher-in-kunstoffen.html%3FWT.mc_id%3Dca0065"},"modified":"2018-07-17T10:29:58","modified_gmt":"2018-07-17T08:29:58","slug":"schaerfere-eu-regeln-fuer-weichmacher-in-kunstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/schaerfere-eu-regeln-fuer-weichmacher-in-kunstoffen\/","title":{"rendered":"Sch\u00e4rfere EU-Regeln f\u00fcr Weichmacher in Kunstoffen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dazu wurde eine Ausweitung der bestehenden Beschr\u00e4nkungen in der Europ\u00e4ischen Chemikalien-Verordnung REACH beschlossen. Bestimmte Weichmacher, sogenannte Phthalate, wirken \u00e4hnlich wie Hormone und k\u00f6nnen damit das menschliche Hormonsystem beeintr\u00e4chtigen.<\/strong><\/p>\n<p>Verbraucher und Verbraucherinnen k\u00f6nnen diese Stoffe und ihre Kombinationen durch verschiedene Quellen aufnehmen, neben dem Kontakt mit phthalathaltigen Produkten auch durch das Einatmen von Luft und Staub in Innenr\u00e4umen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: &#8220;Wir m\u00fcssen bei Weichmachern immer kritisch hinschauen. Die Stoffe weisen teilweise eindeutige Gesundheitsrisiken auf. Daher kann ich den Beschluss, den Einsatz bedeutender Kunststoff-Weichmacher weiter deutlich einzuschr\u00e4nken, nur begr\u00fc\u00dfen.&#8221; Gem\u00e4\u00df der im REACH-Ausschuss vorgeschlagenen Beschr\u00e4nkung d\u00fcrfen vier Phthalate nicht mehr in bestimmten Alltagsprodukten enthalten sein. Betroffen sind die vier Weichmacher DEHP, DBP, BBP und DIBP. Diese Stoffe wirken nachgewiesenerma\u00dfen auf das Hormonsystem, k\u00f6nnen die menschliche Fortpflanzungsf\u00e4higkeit beeinflussen und sich sch\u00e4dlich auf die Entwicklung von Kindern im Mutterleib auswirken. Der Beschr\u00e4nkungsvorschlag ber\u00fccksichtigt die Wirkung der Einzelstoffe und m\u00f6gliche Wirkungen, die die Stoffe zusammen in verschiedenen Kombinationen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der REACH-Ausschuss, in dem alle Mitgliedsstaaten vertreten sind, unterst\u00fctzte die von der Kommission vorgeschlagene Ma\u00dfnahme einstimmig. Erarbeitet wurde der Vorschlag von D\u00e4nemark zusammen mit der Europ\u00e4ischen Chemikalienagentur ECHA: Das Europ\u00e4ische Parlament und der Rat haben nun drei Monate Zeit, um die formalen Kriterien der Ma\u00dfnahme vor ihrer Annahme durch die Kommission zu pr\u00fcfen. Die Beschr\u00e4nkung wird dann im Amtsblatt der Europ\u00e4ischen Union ver\u00f6ffentlicht und gilt 18 Monate nach Inkrafttreten f\u00fcr Produkte des EU-Marktes, unabh\u00e4ngig davon ob sie innerhalb oder auch au\u00dferhalb der EU hergestellt werden.<\/p>\n<h3>Hintergrund<\/h3>\n<p>&#8220;REACH&#8221; ist die europ\u00e4ische Verordnung \u00fcber die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschr\u00e4nkung chemischer Stoffe. Sie trat 2007 in Kraft und ersetzte den fr\u00fcheren Rechtsrahmen f\u00fcr Chemikalien in der EU, der in den sp\u00e4ten 1960er und den 1970er Jahren eingef\u00fchrt worden war. Grunds\u00e4tzlich gilt REACH f\u00fcr praktisch alle Industriechemikalien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dazu wurde eine Ausweitung der bestehenden Beschr\u00e4nkungen in der Europ\u00e4ischen Chemikalien-Verordnung REACH beschlossen. 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