{"id":5463,"date":"2002-06-03T00:00:00","date_gmt":"2002-06-02T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20020603-08n"},"modified":"2002-06-03T00:00:00","modified_gmt":"2002-06-02T22:00:00","slug":"schaedlinge-in-gentech-baumwollfeldern-ausser-kontrolle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/schaedlinge-in-gentech-baumwollfeldern-ausser-kontrolle\/","title":{"rendered":"Sch\u00e4dlinge in Gentech-Baumwollfeldern au\u00dfer Kontrolle"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg \/ Peking, 03.06.2002 &#8211; Felder mit gentechnisch ver\u00e4nderter Baumwolle in China haben unerwartet viel sch\u00e4dlichere Auswirkungen auf die Umwelt als bisher angenommen. Dies belegt eine Studie der internationalen Umweltorganisation <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/GP_SYSTEM\/HOME_30.HTM\" >Greenpeace<\/a>, die heute in Peking vorgestellt wurde. Demnach ist schon nach f\u00fcnf Jahren Anbau deutlich geworden, dass die Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung per gentechnischer Manipulation nicht funktioniert. <\/p>\n<p>Der Einsatz von Gentechnik f\u00fchrt nicht zu weniger Sch\u00e4dlingen und zum Verzicht auf Gifte \u2013 das Gegenteil ist der Fall. Die Zahl der resistenten Sch\u00e4dlinge nimmt zu, die der N\u00fctzlinge ab und es m\u00fcssen mehr chemische Pestizide eingesetzt werden. Bei den Baumwollpflanzen handelt es sich um gentechnische Manipulationen, die durch den Einbau eines Gen aus dem Bacillus thuringiensis (Bt) gegen den Befall mit Baumwollsch\u00e4dlingen wie dem Baumwollkapselwurm widerstandsf\u00e4hig sein sollen.<\/p>\n<p>Labortests und Felduntersuchungen von vier chinesischen staatlichen Wissenschafts-Instituten, die von Greenpeace ausgewertet wurden, haben eine Zunahme von Resistenzen im Baumwollkapselwurm gegen das Bt-Gen festgestellt, au\u00dferdem eine Abnahme der nat\u00fcrlichen Feinde dieses Sch\u00e4dlings etwa bestimmter Spinnen. Dazu kommt ein h\u00f6herer Befall der Pflanzen mit anderen Sch\u00e4dlingen und Krankheiten. Diese Faktoren treiben Landwirte dazu, weiter chemische Pestizide einzusetzen, die der Anbau von Gentech-Baumwolle eigentlich \u00fcberfl\u00fcssig machen sollte. <\/p>\n<p>\u201cDie haltlosen Versprechungen der Gentech-Industrie sind nach nur f\u00fcnf Jahren entlarvt,\u201d so Imke Ide, Greenpeace-Gentechnik-Expertin, \u201cman kann Landwirte nur davor warnen, sich auf die Risikotechnologie Gentechnik einzulassen.\u201d<\/p>\n<p>Die Bt-Baumwolle wurde 1997 in China durch den Gentech-Konzern Monsanto eingef\u00fchrt. Es wurde als Zaubermittel f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung von Sch\u00e4dlingen beworben. Seitdem hat der Anbau der Monsanto-Baumwolle sich auf 1,5 Millionen Hektar (2001) ausgedehnt &#8211; das sind 35 Prozent der gesamten Baumwoll-Anbauregion des asiatischen Landes. Weltweit wachsen zwei Drittel der Gentech-Baumwolle in China.<\/p>\n<p>R\u00fcckfragen bitte an Imke Ide unter Tel.Nr.: 040-30618-389 oder 30618-391. Die Studie \u201cA Summary of Research on the Environmental Impacts of Bt-cotton in China\u201d, (in englischer Sprache) wird auf Anfrage gerne zugesandt.<\/p>\n<p>&copy; 2002 Greenpeace<\/p>\n<p>(Vgl. auch Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/baumwolle-organic-infomappe-zur-kologischen-baumwoll-produktion\/\" >2002-01-14<\/a>.)<\/p>\n<p>(<b>Anm. d. Redaktion:<\/b>: Zur Greenpeace-Studie gab es in der Folge etliche Gegenstudien. Ein ausf\u00fchrliches Dementi gab es unter dem Titel: &#8220;<a href=\"http:\/\/www.novo-magazin.de\/60\/novo6034a.htm\" >China versus Greenpeace<\/a>&#8221; von Prof. Klaus Ammann, dem Direktor des Botanischen Gartens der Universit\u00e4t Bern (Schweiz) und seiner Mitarbeiterin Dr. Pia Rufener Al Mazyad in der September-Ausgabe des Online-Magazins NOVO 60.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg \/ Peking, 03.06.2002 &#8211; Felder mit gentechnisch ver&auml;nderter Baumwolle in China haben unerwartet viel sch&auml;dlichere Auswirkungen auf die Umwelt als bisher angenommen. 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