{"id":54597,"date":"2018-07-16T06:41:07","date_gmt":"2018-07-16T04:41:07","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.chemie.de%2Fnews%2F1156309%2Fkunststoffe-mit-biologischen-eigenschaften.html%3FWT.mc_id%3Dca0065"},"modified":"2018-07-11T09:56:22","modified_gmt":"2018-07-11T07:56:22","slug":"kunststoffe-mit-biologischen-eigenschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kunststoffe-mit-biologischen-eigenschaften\/","title":{"rendered":"Kunststoffe mit biologischen Eigenschaften"},"content":{"rendered":"<p><strong>Durch Kombination von Kunststoffen mit Biobausteinen wie Peptiden, Enzymen oder Zuckermolek\u00fclen wollen Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Angewandte Polymerforschung IAP und der BTU Cottbus-Senftenberg Polymermaterialien mit neuen Eigenschaften f\u00fcr verschiedenste Anwendungen entwickeln. In einer gemeinsamen Projektgruppe m\u00f6chten sie vor allem deren technisch-industrielle Produktion erm\u00f6glichen. Das Ministerium f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg unterst\u00fctzt das Projekt mit 2,5 Millionen Euro. Die Laufzeit betr\u00e4gt f\u00fcnf Jahre.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_54610\" aria-describedby=\"caption-attachment-54610\" style=\"width: 237px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-54610\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/1531134173063_2018-07-BioPol-300x200.jpg\" alt=\"\u00a9 Fraunhofer IAP, Foto: Till Budde K\u00fcnftig k\u00f6nnten biologische Molek\u00fcle direkt in Kunststoffverpackungen eingearbeitet werden, um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verl\u00e4ngern und gleichzeitig die Verpackung bioabbaubar zu machen. \" width=\"237\" height=\"158\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/07\/1531134173063_2018-07-BioPol-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/07\/1531134173063_2018-07-BioPol-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/07\/1531134173063_2018-07-BioPol-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-54610\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Fraunhofer IAP, Foto: Till Budde<br \/>K\u00fcnftig k\u00f6nnten biologische Molek\u00fcle direkt in Kunststoffverpackungen eingearbeitet werden, um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verl\u00e4ngern und gleichzeitig die Verpackung bioabbaubar zu machen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Seit Jahrzehnten wird mit Erfolg daran gearbeitet, Materialien zus\u00e4tzliche Eigenschaften zu verleihen. Schmutz- und wasserabweisende Autolacke oder Metalle mit Formged\u00e4chtnis sind vielleicht die ber\u00fchmtesten Ergebnisse der Materialforschung in dieser Richtung. Sie sind gleichzeitig Ausdruck f\u00fcr den steigenden Bedarf an Materialien, die unterschiedliche Eigenschaften miteinander vereinen. W\u00e4hrend man sich die Lotusbeschichtung noch von der Natur abgeschaut und nachgeahmt hat, baut man heute die biologische Funktionalit\u00e4t direkt in die Materialien ein. Dies ist Ziel der Fraunhofer-Projektgruppe \u00bbBiofunktionalisierung\/Biologisierung von Polymermaterialien BioPol\u00ab, des Fraunhofer IAP am Standort Senftenberg der BTU, die im Juli 2018 ihre Arbeit aufgenommen hat.<\/p>\n<h3>Fraunhofer IAP und BTU Cottbus-Senftenberg b\u00fcndeln Kompetenzen<\/h3>\n<p>Mit dem Verarbeitungstechnikum f\u00fcr Biopolymere auf dem BASF-Gel\u00e4nde in Schwarzheide, das das Fraunhofer IAP unter Leitung von Thomas B\u00fcsse seit 2013 in direkter Nachbarschaft zum Campus Senftenberg betreibt, sind nicht nur perfekte \u00f6rtliche Voraussetzungen gegeben. Die Expertise, die das Fraunhofer IAP im Bereich der Integration biologischer und physikalisch-chemischer Materialfunktionen im Rahmen eines Fraunhofer-Leistungszentrums bereits gesammelt hat, soll durch die Kompetenzen von Prof. Dr. Klaus-Peter Stahmann in der Enzymherstellung, Prof. Dr. Katrin Scheibner auf dem Gebiet der Peroxygenasen und Prof. Dr. Katrin Salchert in der Biofunktionalisierung von Oberfl\u00e4chen erg\u00e4nzt werden. Als Bindeglied beider Institutionen und auch als kommissarischer Leiter der Projektgruppe fungiert Prof. Dr. Johannes Ganster, der am Fraunhofer IAP den Forschungsbereich Biopolymere leitet und zudem an der BTU die gemeinsam berufene Professur Biopolymere und Kunststoffverarbeitung innehat.<\/p>\n<h3>Biomolek\u00fcle an der Oberfl\u00e4che und im Volumen<\/h3>\n<p>Die Einsatzm\u00f6glichkeiten biologisierter Kunststoffe sind breit gef\u00e4chert. \u00a0\u00bbDer Einbau von Zuckermolek\u00fclen in Werkstoffe kann beispielsweise bewirken, dass Bakterien nicht mehr an der Oberfl\u00e4che anhaften k\u00f6nnen. Simples Abwischen mit Wasser w\u00fcrde das Material wieder keimfrei machen\u00ab, sagt Prof. Ganster, der die Leitung der Projektgruppe bald an eine neue Juniorprofessur an der BTU \u00fcbergeben wird. Aber die Forscherinnen und Forscher wollen noch mehr als biologisierte Oberfl\u00e4chen. Die Durchdringung des gesamten Polymermaterials soll verhindern, dass durch Oberfl\u00e4chenabnutzung auch die spezifische Wirksamkeit verloren geht. \u00bbNeben antimikrobiellen Proteinen wollen wir auch Biomolek\u00fcle, die die Haftung erh\u00f6hen oder wasser- beziehungsweise \u00f6labweisend sind, mit Polymermaterialien vereinen. Auch mit enzymatisch aktiven Oberfl\u00e4chen oder Enzymen, die die Bioabbaubarkeit von Materialien erm\u00f6glichen oder verbessern, entstehen f\u00fcr die Industrie hochinteressante Produkte\u00ab, erkl\u00e4rt Dr. Ruben R. Rosencrantz, der in dem Projekt eng mit Prof. Ganster zusammenarbeitet.<\/p>\n<p>Die Fraunhofer-Forschergruppe bedient damit Bedarfe in der Wirtschaft, die langfristig daf\u00fcr sorgen k\u00f6nnen, dass neben der St\u00e4rkung des Wissenschaftsstandorts auch die regionale Wirtschaft profitiert. Durch die kontinuierliche Einwerbung von Drittmitteln und die Entwicklung von marktreifen Technologien entstehen nicht nur neue hochqualifizierte Arbeitspl\u00e4tze, sondern auch Perspektiven \u00fcber die Braunkohlef\u00f6rderung hinaus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch Kombination von Kunststoffen mit Biobausteinen wie Peptiden, Enzymen oder Zuckermolek\u00fclen wollen Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Angewandte Polymerforschung IAP und der BTU Cottbus-Senftenberg Polymermaterialien mit neuen Eigenschaften f\u00fcr verschiedenste Anwendungen entwickeln. In einer gemeinsamen Projektgruppe m\u00f6chten sie vor allem deren technisch-industrielle Produktion erm\u00f6glichen. 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