{"id":54046,"date":"2018-06-27T07:26:48","date_gmt":"2018-06-27T05:26:48","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=54046"},"modified":"2018-06-25T14:22:37","modified_gmt":"2018-06-25T12:22:37","slug":"von-jeans-ueber-fasern-bis-hin-zu-preisschildern-neuartige-recyclingmethode-fuer-nachhaltigere-mode","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/von-jeans-ueber-fasern-bis-hin-zu-preisschildern-neuartige-recyclingmethode-fuer-nachhaltigere-mode\/","title":{"rendered":"Von Jeans \u00fcber Fasern bis hin zu Preisschildern: Neuartige Recyclingmethode f\u00fcr nachhaltigere Mode"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_54048\" aria-describedby=\"caption-attachment-54048\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-54048 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/129549.jpg\" alt=\"129549\" width=\"250\" height=\"209\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-54048\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Puput Shutterstock<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Es ist allgemein bekannt, dass die Modebranche zu den gr\u00f6\u00dften industriellen Umweltverschmutzern der Welt geh\u00f6rt. Basierend auf Sch\u00e4tzungen f\u00fcr das Jahr 2015 ist sie j\u00e4hrlich verantwortlich f\u00fcr 1.715 Millionen Tonnen CO\u2082-Emissionen und rund 92 Millionen Tonnen feste Abf\u00e4lle. Im Durchschnitt werden jedes Jahr 79 Milliarden Kubikmeter Wasser f\u00fcr die Herstellung von Bekleidung verbraucht \u2013 genug Wasser, um fast 32 Millionen olympische Schwimmbecken zu f\u00fcllen!<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Ziel, die Nachhaltigkeitspraktiken in der Modebranche zu verbessern, haben sich ein Mode-Technologie-Unternehmen und eine zukunftsorientierte Modemarke zusammengetan, um normale Kleidungsst\u00fccke in neue, vollst\u00e4ndig biologisch abbaubare Materialien umzuwandeln. Das innovative Verfahren des Teams, das durch das EU-finanzierte <a href=\"http:\/\/www.wearsustain.eu\/\" target=\"_blank\">WEAR-Projekt<\/a> unterst\u00fctzt wird, hat das Potenzial, den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck unserer Mode erheblich zu reduzieren.<\/p>\n<p>\u201e\u2009Wir haben eine Capsule-Kollektion mit Kleidungsst\u00fccken entworfen, die fast jeder besitzt und im Alltag tr\u00e4gt, wie Bomberjacken, Jeans oder Hemden. Dabei war es uns wirklich wichtig, keine Kompromisse bei Designentscheidungen einzugehen, aber dennoch ein Produkt herzustellen, das nachhaltig, biologisch abbaubar und recycelbar ist\u201c, so Projektpartnerin Sabinna Rachimova, Gr\u00fcnderin des Modelabels SABINNA, in einem Video von WEAR.<\/p>\n<p>Das neue Verfahren dreht sich um das Konzept der Zirkularit\u00e4t. Die in der Kollektion verwendeten Materialien \u2013 in diesem Fall Baumwolle und Viskose \u2013 durchlaufen Kreislaufproduktions- und Recyclingverfahren. Dies bedeutet, dass die hergestellte Kleidung nicht getragen und dann irgendwann weggeworfen wird. Stattdessen k\u00f6nnen am Ende des Lebenszyklus des Kleidungsst\u00fccks die Materialien, aus denen es besteht, aufgel\u00f6st und zu neuen Materialien verarbeitet werden, die dann in Kleidungsverpackungen, Etiketten, Ladeneinrichtungen und einer Reihe anderer Anwendungen wiederverwendet werden.<\/p>\n<h3>Ablauf des Recyclingverfahrens<\/h3>\n<p>Die innovative Technik der Projektpartner basiert auf einfacher organischer Chemie. Unter Verwendung ungiftiger chemischer Verfahren werden die Kleidungsst\u00fccke in Zellulosefasern aufgel\u00f6st und zu neuen Materialien aus 100% Zellulose umgewandelt. Die so hergestellten neuen, vollst\u00e4ndig recycelbaren sowie biologisch abbaubaren Materialien werden sp\u00e4ter zu flexiblen Platten vergleichbar mit Seidenpapier, Papier, Pappe, Plastik oder sogar Holz gepresst. Diese Verfahren ben\u00f6tigen nur minimale bis gar keine Chemikalien, wodurch die Auswirkungen auf die Umwelt weiter reduziert werden.<\/p>\n<p>Zudem wird beim chemischen im Vergleich zum mechanischen Recycling weniger Wasser verbraucht. Die Bedeutung dieser Wassersparma\u00dfnahme wird umso deutlicher, wenn man bedenkt, dass f\u00fcr die Herstellung einer Jeans etwa 10.850 Liter und f\u00fcr ein einzelnes T-Shirt 2.720 Liter Wasser ben\u00f6tigt werden! Chemische Verfahren erzeugen auch weniger Abfall und Kohlenstoffemissionen, was zu einer geringeren Energiebilanz beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Die Capsule-Kollektion zeigt, dass nachhaltige Praktiken m\u00f6glich sind, ohne Kompromisse bei der \u00c4sthetik eingehen zu m\u00fcssen. Dank der neuen Methode des Teams sorgen Designer, die Kleidung aus 100% Baumwolle oder Viskose herstellen, quasi daf\u00fcr, dass ihre Kleidungsst\u00fccke recycelt werden k\u00f6nnen. Baumwoll- und Viskosekleidung kann sogar von M\u00fclldeponien zur\u00fcckgewonnen und zu sauberen und biologisch abbaubaren Materialien verarbeitet werden.<\/p>\n<p>Das Projektteam sucht derzeit Partnerschaften mit anderen Modemarken, um die Nachhaltigkeitspraktiken in der gesamten Branche zu verbessern.<\/p>\n<p>WEAR (Wearable technologists Engage with Artists for Responsible innovation) hat im zweiten und letzten Jahr seiner Laufzeit daran gearbeitet, Technologie- und Ingenieurunternehmen enger mit Designern und K\u00fcnstlern in ganz Europa zusammenzubringen. Ziel des Projekts ist es, die Entwicklung der Wearables- und E-Textilbranche hin zu einem nachhaltigeren und ethischeren Ansatz zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist allgemein bekannt, dass die Modebranche zu den gr\u00f6\u00dften industriellen Umweltverschmutzern der Welt geh\u00f6rt. Basierend auf Sch\u00e4tzungen f\u00fcr das Jahr 2015 ist sie j\u00e4hrlich verantwortlich f\u00fcr 1.715 Millionen Tonnen CO\u2082-Emissionen und rund 92 Millionen Tonnen feste Abf\u00e4lle. Im Durchschnitt werden jedes Jahr 79 Milliarden Kubikmeter Wasser f\u00fcr die Herstellung von Bekleidung verbraucht \u2013 genug [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[13082,10527,12644,11769],"supplier":[],"class_list":["post-54046","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-bioabbaubarkeit","tag-nachhaltigkeit","tag-textilien","tag-zellulose"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54046","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54046"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54046\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54046"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54046"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54046"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=54046"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}