{"id":54013,"date":"2018-06-26T06:50:23","date_gmt":"2018-06-26T04:50:23","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=54013"},"modified":"2018-06-26T09:31:17","modified_gmt":"2018-06-26T07:31:17","slug":"bio-on-eroeffnet-in-italien-die-erste-anlage-zur-herstellung-von-speziellen-biokunststoffen-die-natuerlich-und-zu-100-biologisch-abbaubar-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bio-on-eroeffnet-in-italien-die-erste-anlage-zur-herstellung-von-speziellen-biokunststoffen-die-natuerlich-und-zu-100-biologisch-abbaubar-sind\/","title":{"rendered":"Bio-on er\u00f6ffnet in Italien die erste Anlage zur Herstellung von speziellen Biokunststoffen, die nat\u00fcrlich und zu 100% biologisch abbaubar sind"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bio-on, ein in der hochwertigen Biokunststoff-Branche t\u00e4tiges und im AIM-Markt an der italienischen B\u00f6rse notiertes Unternehmen, \u00f6ffnet heute die Tore seiner ersten eigenen Anlage zur Herstellung nat\u00fcrlicher und zu 100% biologisch abbaubarer PHA-Biokunststoffe f\u00fcr Nischenprodukte mit hohem Mehrwert, wie zum Beispiel Mikrobeads f\u00fcr den Kosmetikbereich.<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Investitionen in das neue Produktionszentrum belaufen sich auf 20 Millionen Euro. Es handelt sich dabei um die erste Produktionsst\u00e4tte im Besitz von Bio-on. Das Projekt beruht auf der Umstrukturierung einer ehemaligen Fabrik und erf\u00fcllt in einem hohen Ma\u00df die Anforderungen an die Nachhaltigkeit: zum Umbau wurde kein neuer Boden besetzt und die Produktionsst\u00e4tte wird mittels Elektrizit\u00e4t aus einer Kraft-W\u00e4rme-K\u00e4lte-Kopplungsanlage betrieben.<\/li>\n<li>Die neue Anlage dient zur Herstellung verschiedener Arten von speziell entwickelten Biopolymeren. Dazu geh\u00f6rt auch das Material Minerv Bio Cosmetics &#8211; ein nat\u00fcrlicher und biologisch abbaubarer Biokunststoff, der dazu konzipiert ist, die in den heutigen Kosmetikartikeln enthaltenen, umweltsch\u00e4dlichen Mikrobeads zu ersetzen.<\/li>\n<li>In der neuen Produktionsst\u00e4tte, die sich in Castel San Pietro Terme in der N\u00e4he von Bologna befindet, haben auch die Labore der CNS-Abteilung (Cosmetics, Nanomedicine &amp; Smart Materials) mit mehr als 20 Forscher und Forscherinnen ihren Sitz.<\/li>\n<li>Mit der Er\u00f6ffnung der neuen Bio-on-Anlage, in der zurzeit 45 Mitarbeitende besch\u00e4ftigt sind, ist vorgesehen, bis Ende des Jahres die Belegschaft zu verdoppeln.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00abWir sind stolz auf das, was wir erreicht haben, da diese Produktionsst\u00e4tte ein Paradebeispiel f\u00fcr das Made in Italy ist und weltweit den Beginn eines neuen Zeitalters f\u00fcr die Gr\u00fcne Chemie bedeutet\u00bb, erkl\u00e4rt Marco Astorri, Pr\u00e4sident und CEO von Bio-on. \u00abAb heute haben Firmen dank unseres Biokunststoffs die M\u00f6glichkeit, etwas f\u00fcr den Umweltschutz zu tun und ihre Produkte nachhaltiger zu gestalten, dies auch mit Hinblick auf die immer strengeren Vorschriften zum Gebrauch von herk\u00f6mmlichen Plastikmaterialien.\u00bb<\/p>\n<p>Das neue Produktionszentrum befindet sich in Castel San Pietro Terme in der N\u00e4he von Bologna und umfasst eine Fl\u00e4che von 30.000 m<sup>2<\/sup>, davon sind 3.700 m<sup>2<\/sup> bedacht und 6.000 m<sup>2<\/sup> Bauland. Die Produktionskapazit\u00e4t betr\u00e4gt zurzeit 1.000 Tonnen pro Jahr. Sie kann aber leicht auf das Doppelte aufgestockt werden. Die Produktionsst\u00e4tte wird von Bio-on Plants gef\u00fchrt, die f\u00fcr die Produktion, f\u00fcr k\u00fcnftige Erweiterungen und f\u00fcr neue Ausr\u00fcstungen zust\u00e4ndig ist. Das Zentrum ist mit fortgeschrittenen Technologien und modernen Forschungslaboren ausgestattet. Hier haben die \u00fcber 20 Forscher und Forscherinnen der Abteilung CNS (Cosmetic, Nanomedicine &amp; Smart Materials) die M\u00f6glichkeit, neue Kohlenstoffquellen aus agrarischen Abfallprodukten zur Erzeugung neuer, biologisch abbaubarer Biokunststoffe zu erforschen und die Palette der von Bio-on angebotenen Technologien zu erweitern. Auch bei der Wahl des Produktionsstandorts hat Bio-on besonderes Augenmerk auf die Nachhaltigkeit gelegt und beschlossen, eine ehemalige Fabrik umzubauen, ohne dabei neuen Boden zu besetzen. Die gesamte Kapitalanlage f\u00fcr das Produktionszenturm und die neuen Forschungslabore betr\u00e4gt 20 Millionen Euro.<\/p>\n<p>\u00abWir sind \u00e4u\u00dferst zufrieden, denn seit der Grundsteinlegung im M\u00e4rz 2017 bis heute haben wir die Zeitplanung eingehalten und uns ans Versprechen, das wir dem Markt gegeben haben, gehalten\u00bb, sagt Marco Astorri. \u00abUnsere Techniker und Partnerunternehmen haben ein hohes Ma\u00df an Zuverl\u00e4ssigkeit bei der Realisierung des gesamten Projekts gezeigt.\u00bb<\/p>\n<p>Wie bei allen komplexen Industrieanlagen werden im neuen Produktionszentrum vorerst eine Reihe von Tests durchgef\u00fchrt, damit im Herbst dann vollumf\u00e4nglich mit dem Betrieb begonnen werden kann. Das Kernst\u00fcck besteht aus einem innovativen Kontrollraum, \u00abvon dem die Mitarbeitenden den gesamten Produktionsablauf \u00fcberwachen k\u00f6nnen\u00bb, erkl\u00e4rt Riccardo Casoni, Direktor von Bio-on Plants. \u00abVon hier aus werden wir den ganzen Produktionsprozess erproben, bevor wir dann mit der Produktion im unterbrochenen 24-Stunden-Betrieb beginnen.\u00bb<\/p>\n<p>Das erste Produkt, dass die Pforten der Produktionsanlage in Castel San Pietro Terme verlassen wird, werden die Minerv Bio Cosmetics sein, also Mikrobeads aus Biokunststoff f\u00fcr die Kosmetikindustrie, mit denen der herk\u00f6mmliche, umweltsch\u00e4dliche und biologisch nicht abbaubare Mikroplastik aus Erd\u00f6l ersetzt werden kann. Diese mikroskopisch kleinen K\u00fcgelchen (Mikrobeads), die als Verdickungsmittel oder Stabilisatoren in h\u00e4ufig verwendeten Produkten, wie beispielsweise in Lippenstiften, Lipgloss, Wimperntuschen, Augenstiften, Make-ups, Cremes, Shampoos, Bademittel und sogar in Zahnpasten zum Einsatz kommen, verschmutzen die Umwelt: gelangen sie erst einmal ins Wasser, zum Beispiel nach dem Waschen, befinden sie sich f\u00fcr immer im nat\u00fcrlichen Kreislauf: sie werden vom Plankton in den Meeren und von den Fl\u00fcssen aufgenommen und gelangen so in den Nahrungskreislauf. Die Verschmutzung durch die Mikrobeads ist so gravierend, dass die USA als erstes Land beschlossen hat, den Einsatz von Polymeren aus Erd\u00f6l in Produkten zur K\u00f6rperpflege per Gesetz zu verbieten (Microbead-Free Waters Act 2015). Andere L\u00e4nder wie Kanada, Gro\u00dfbritannien, Schweden und Frankreich sind mittlerweilen diesem Beschluss gefolgt oder haben vor, ihm zu folgen (Irland, Holland, Italien und weitere*). Durch die Verwendung der Minerv Bio Cosmetics in kosmetischen Produkten lassen sich diese Schadstoffe beseitigen, da die Mikropartikel aus Biokunststoff im Wasser nat\u00fcrlich biologisch abbaubar sind und daher nicht in die Nahrungskette gelangen. Die in den Laboren von Bio-on entwickelten Biopolymere dienen in der Abbauphase sogar als N\u00e4hrstoff f\u00fcr gewisse Mikroorganismen und Pflanzen, die in der Natur vorkommen. Dadurch profitiert die Natur gleich zwei Mal.<\/p>\n<p>Auf dem Gel\u00e4nde des neuen Produktionszentrums hat auch die Gesch\u00e4ftseinheit RAF (Recovery &amp; Fermentation) ihren Sitz. Dieser Gesch\u00e4ftsbereich konzentriert sich auf die Entwicklung und Optimierung der Fermentations- und Extraktionsprozesse zur maximalen Produktionsausbeute. Ebenfalls auf dem Gel\u00e4nde angesiedelt ist der Gesch\u00e4ftsbereich CNS (Cosmetic, Nanomedicine &amp; Smart Materials), der mit modernen wisschenschaftlichen Ger\u00e4ten ausger\u00fcstet ist mit dem Ziel, neue Biokunststoffe zu erforschen und neue Anwendungen zu entwickeln. Zu den T\u00e4tigkeitsbereichen z\u00e4hlen Kosmetik, Nanomedizin, Biomedizin, Nutrizeutika, Bioremediation, organische Elektronik und Hochleistungswerkstoffe. In den CNS-Laboren sind \u00fcber 20 Forschende aus verschiedenen Teilen der Welt und aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen (Chemie Physik, Biologie, Pharmazeutik, Materialwissenschaft, Biotechnologie, Elektronik und Mathematik) besch\u00e4ftigt. Das Durchschnittsalter des Teams betr\u00e4gt 30 Jahre.<\/p>\n<p>Alle von Bio-on entwickelten PHA-(Polyhydroxyalkanoat) Biokunststoffe werden aus nat\u00fcrlichen pflanzlichen Quellen gewonnen, die nicht mit den Nahrungsketten im Wettbewerb stehen, und weisen vergleichbare thermomechanischen Eigenschaften auf wie herk\u00f6mmliche Kunststoffe, jedoch mit dem Vorteil, dass sie vollst\u00e4ndig umweltvertr\u00e4glich und zu 100% auf nat\u00fcrliche Weise biologisch abbaubar sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bio-on, ein in der hochwertigen Biokunststoff-Branche t\u00e4tiges und im AIM-Markt an der italienischen B\u00f6rse notiertes Unternehmen, \u00f6ffnet heute die Tore seiner ersten eigenen Anlage zur Herstellung nat\u00fcrlicher und zu 100% biologisch abbaubarer PHA-Biokunststoffe f\u00fcr Nischenprodukte mit hohem Mehrwert, wie zum Beispiel Mikrobeads f\u00fcr den Kosmetikbereich. 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