{"id":53642,"date":"2018-06-19T06:42:10","date_gmt":"2018-06-19T04:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.chemie.de%2Fnews%2F1155603%2Fbenzin-und-diesel-koennten-bis-2050-fast-klimaneutral-werden.html%3FWT.mc_id%3Dca0065"},"modified":"2018-06-18T14:03:50","modified_gmt":"2018-06-18T12:03:50","slug":"benzin-und-diesel-koennten-bis-2050-fast-klimaneutral-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/benzin-und-diesel-koennten-bis-2050-fast-klimaneutral-werden\/","title":{"rendered":"Benzin und Diesel k\u00f6nnten bis 2050 fast klimaneutral werden"},"content":{"rendered":"<p>Zur Erreichung der Klimaziele d\u00fcrfen fl\u00fcssige Energietr\u00e4ger wie Benzin, Diesel, Kerosin und Heiz\u00f6l einer Untersuchung zufolge k\u00fcnftig nicht mehr aus Erd\u00f6l hergestellt werden. Die Umstellung von Treib- und Kraftstoffen auf erneuerbare Energie sei zu vertretbaren Kosten und wettbewerbsf\u00e4higen Preisen bis 2050 m\u00f6glich, hei\u00dft es in einer am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie der Prognos AG.<\/p>\n<p>Man m\u00fcsse jedoch umgehend damit beginnen, entsprechende Forschungs- und Entwicklungskapazit\u00e4ten aufzubauen und einen allm\u00e4hlichen, aber stetigen Markthochlauf anstreben. Auftraggeber der Analyse sind Verb\u00e4nde der Mineral\u00f6lwirtschaft.<\/p>\n<p>Fl\u00fcssige Kraft- und Brennstoffe stellen in Deutschland rund 98 Prozent der Antriebsenergie im Verkehrssektor und etwa 22 Prozent der Heizenergie bereit. Zudem deckt die chemische Industrie rund drei Viertel ihres organischen Rohstoffbedarfs mit Mineral\u00f6l. \u201eVerbraucher und wichtige Wirtschaftsbereiche werden auch k\u00fcnftig fl\u00fcssige Energietr\u00e4ger ben\u00f6tigen\u201c, sagte Jens Hobohm von Prognos.<\/p>\n<p>Um den Bedarf in allen Verkehrssektoren und in der Chemie zu decken, m\u00fcssten bis 2050 rund 60 Millionen Tonnen klassischer Raffinerieprodukte durch die sogenannten E-Fuels ersetzt werden. Der Vorteil: Die Infrastruktur aus Pipelines, Tanklagern, Heiz\u00f6ltanks, Tankstellen und die bestehende Flotte k\u00f6nnten weiter genutzt werden.<\/p>\n<p>Aus heutiger Sicht k\u00f6nnten die synthetischen Kraftstoffe zu Kosten zwischen 70 Cent und 1,30 Euro je Liter erzeugt werden &#8211; je nach Rahmenbedingungen. \u201eVoraussetzung ist ein gro\u00dfindustrieller Einstieg in die Technologie\u201c, erkl\u00e4rte Hobohm aber. Bislang sind nur kleinere Anlagen mit Jahreskapazit\u00e4ten von 10 000 Tonnen geplant, die bis 2020 fertig werden sollen.<\/p>\n<p>\u201eDie Ziele sind extrem ambitioniert\u201c, sagte Christian K\u00fcchen, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Mineral\u00f6lwirtschaftsverbandes (MWV). Es sei enorm viel Strom aus erneuerbaren Quellen notwendig, um die ben\u00f6tigten Mengen fl\u00fcssiger Kraftstoffe bereitzustellen. K\u00fcchen nimmt an, dass die Produkte in wind- und sonnenreichen L\u00e4ndern produziert und anschlie\u00dfend in die Verbrauchsl\u00e4nder exportiert werden.<\/p>\n<p>Ein Verfahren zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe besteht darin, Wasserstoff und Kohlenstoff mit Hilfe von Strom aus erneuerbaren Quellen in einen fl\u00fcssigen Energietr\u00e4ger umzuwandeln &#8211; ohne Roh\u00f6l als Ausgangsstoff zu benutzen. Der Kohlenstoff kann aus der Luft oder aus Biomasse gewonnen werden. Synthetische Kraftstoffe k\u00f6nnen zudem CO2-\u00e4rmer verbrennen als herk\u00f6mmlicher Sprit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Erreichung der Klimaziele d\u00fcrfen fl\u00fcssige Energietr\u00e4ger wie Benzin, Diesel, Kerosin und Heiz\u00f6l einer Untersuchung zufolge k\u00fcnftig nicht mehr aus Erd\u00f6l hergestellt werden. Die Umstellung von Treib- und Kraftstoffen auf erneuerbare Energie sei zu vertretbaren Kosten und wettbewerbsf\u00e4higen Preisen bis 2050 m\u00f6glich, hei\u00dft es in einer am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie der Prognos AG. 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