{"id":53623,"date":"2018-06-14T07:29:20","date_gmt":"2018-06-14T05:29:20","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=53623"},"modified":"2018-06-12T12:25:36","modified_gmt":"2018-06-12T10:25:36","slug":"neue-studie-zu-synthetischen-kraftstoffen-freie-fahrt-voraus-mit-fischer-tropsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-studie-zu-synthetischen-kraftstoffen-freie-fahrt-voraus-mit-fischer-tropsch\/","title":{"rendered":"Neue Studie zu synthetischen Kraftstoffen: Freie Fahrt voraus mit Fischer-Tropsch"},"content":{"rendered":"<p>Die deutsche Mineral\u00f6lwirtschaft h\u00e4lt synthetische Kraftstoffe f\u00fcr einen wichtigen Baustein der Energiewende und fordert von der Bundesregierung politische Unterst\u00fctzung bei ihrer Markteinf\u00fchrung. Das ist die zentrale Botschaft einer <a href=\"https:\/\/www.prognos.com\/publikationen\/alle-publikationen\/458\/show\/7ff06b9c6fe606ae65a23c5c1d9c5ebd\/\" target=\"_blank\">Studie der Beratungsagentur Prognos<\/a>, die die Verb\u00e4nde der \u00d6lindustrie am Donnerstag in Berlin vorgestellt haben.<\/p>\n<p>Synthetische Kraftstoffe werden aus Wasserstoff und Kohlenstoff unter hohem Energieeinsatz nach dem sogenannten Fischer-Tropsch-Verfahren hergestellt. Dabei entstehen \u00d6l oder Gas, die Erd\u00f6l- und Erdgas \u00e4hnlich sind. In einem im Jahr 2050 weitgehend klimaneutralen Verkehrssektor sollen die synthetischen die fossilen Kraftstoffe laut Studie ersetzen. Sie entwirft ein Szenario, in dem in wind- und sonnenreichen L\u00e4ndern wie Marokko oder Kasachstan Anlagen zur Produktion der als PtX bezeichneten Kraftstoffe errichtet werden.<\/p>\n<p>Die Wirtschaftsverb\u00e4nde sehen darin eine Win-win-Situation. Der Verbrennungsmotor bleibe weltweit im Rennen, Deutschland k\u00f6nne im traditionell starken Maschinen- und Anlagenbau Marktanteile sichern, wenn es seinen Technologievorsprung in Sachen PtX bewahre, sagt Christian K\u00fcchen, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Mineral\u00f6lwirtschaftsverbandes. F\u00fcr die potenziellen Anlagenstandorte erg\u00e4ben sich neue Gesch\u00e4ftsmodelle jenseits der fossilen Energietr\u00e4ger.<\/p>\n<p>Etwas teurer als fossiler Diesel oder Benzin<br \/>\nDie Produktion von PtX werde etwas teurer als die von fossilem Diesel oder Benzin. Insgesamt h\u00e4lt Prognos es aber f\u00fcr billiger, synthetische Kraftstoffe zu nutzen, als den gesamten Verkehr zu elektrifizieren. Vorteil sei, dass bestehende Infrastrukturen genutzt werden k\u00f6nnten und die Notwendigkeit etwa von Oberleitungen auf Autobahnen f\u00fcr einen elektrifizierten Schwerlastverkehr entfielen.<\/p>\n<p>Um nun schnell genug die enormen Mengen an \u201egr\u00fcnen Molek\u00fclen\u201c herstellen zu k\u00f6nnen, m\u00fcsse jetzt gehandelt werden, sagte Adrian Willig vom Hamburger Institut f\u00fcr W\u00e4rme und \u00d6ltechnik. Die Forderungen der Verb\u00e4nde, um PtX eine Chance auf dem Markt zu geben: Investitionen in Forschung, Steuererleichterungen und die M\u00f6glichkeit, Ptx auf die Ziele zur Emissionsminderung der Fahrzeugflotten anzurechnen.<\/p>\n<p>Urs Maier vom Think Tank <a href=\"https:\/\/www.agora-verkehrswende.de\/\" target=\"_blank\">Agora Verkehrswende<\/a> sieht dies kritisch: \u201eWenn die Hersteller ihre CO2-Grenzwerte dadurch erreichen k\u00f6nnen, dass sie dem Sprit synthetische Kraftstoffe beimischen, sinkt der Druck, Fahrzeuge effizienter zu machen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutsche Mineral\u00f6lwirtschaft h\u00e4lt synthetische Kraftstoffe f\u00fcr einen wichtigen Baustein der Energiewende und fordert von der Bundesregierung politische Unterst\u00fctzung bei ihrer Markteinf\u00fchrung. 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