{"id":5326,"date":"2002-05-02T00:00:00","date_gmt":"2002-05-01T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20020502-01n"},"modified":"2002-05-02T00:00:00","modified_gmt":"2002-05-01T22:00:00","slug":"oelsaaten-20012002","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/oelsaaten-20012002\/","title":{"rendered":"\u00d6lsaaten 2001\/2002"},"content":{"rendered":"<p>Die Raps\u00f6lpreise haben im Laufe der letzten vier Wochen leicht nachgegeben, w\u00e4hrend sich der Chicagoer Soja\u00f6lmarkt bis Ende letzter Woche auf das Preisniveau des Vormonats erholen konnte. Die kurzfristige Preisentwicklung f\u00fcr europ\u00e4isches R\u00fcb\u00f6l bleibt weiterhin recht &#8216;anf\u00e4llig&#8217;. Es steht ausreichend \u00d6l auf den vorderen Terminen zur Verf\u00fcgung und die Lagerbest\u00e4nde wachsen noch immer an, so dass vermehrt Druck auf den vorderen Terminen besteht. Der Hauptgrund hierf\u00fcr liegt bei der weniger als erwartet guten Nachfrage nach Biodiesel. Der Bedarf auf dem Lebensmittelsektor bleibt bei einer 35 US-Dollar Pr\u00e4mie \u00fcber Soja\u00f6l weiterhin stabil. Zus\u00e4tzlich erh\u00f6hen die derzeit gesch\u00e4tzten, europ\u00e4ischen Endbest\u00e4nde f\u00fcr Rapssaat die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr einen kurzfristig eher schw\u00e4cheren R\u00fcb\u00f6lmarkt. <\/p>\n<p>Das USDA hat die weltweite Rapssaatproduktion f\u00fcr die Saison 2001\/2002 innerhalb der letzten vier Wochen um 120.000 Tonnen zur\u00fcckgenommen. Ursache hierf\u00fcr sind niedrigere Ernten in Osteuropa und Pakistan. Somit hat sich die Produktion um 1,59 Millionen Tonnen zum Vorjahr reduziert. Jedoch erwartet man f\u00fcr die Saison 2002\/2003 eine Steigerung der Produktion in China, Canada, der EU und in Australien. <\/p>\n<p>China&#8217;s Landwirtschaftsministerium erwartet, dass die Ernte \u00fcber 12 Millionen Tonnen liegen wird, d.h. 700.000 Tonnen mehr als im Vorjahr aufgrund einer gr\u00f6sseren Anbaufl\u00e4che und g\u00fcnstigen Wetterbedingungen. Die Ernte in Kanada wurde k\u00fcrzlich von 5,8 auf 5,525 Millionen Tonnen reduziert, was eine Steigerung zum Vorjahr von ca. einer halben Million Tonnen bedeutet. Die australische Ernte wird auf 1,6 Millionen Tonnen gesch\u00e4tzt, was zum Vorjahr keine nennenswerte \u00c4nderung ist.<\/p>\n<p>USDA &#8211; Rapssaatproduktion der Haupterzeugerl\u00e4nder (in Mio. Tonnen)<\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20020502-01\/Tabelle.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Tabelle\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br \/>Die europ\u00e4ische Rapsernte w\u00e4chst unter g\u00fcnstigen Wetterbedingungen heran. Die Erntesch\u00e4tzung der Firma OilWorld f\u00fcr die Saison 2002\/2003 liegt bei 9,85 Millionen Tonnen, was eine Steigerung von 10 Prozent zum Vorjahr bedeutet. OilWorld sch\u00e4tzt die Ernte in Deutschland auf 4,50 Mio.Tonnen, in Frankreich auf 3,3 Mio.Tonnen und in den anderen L\u00e4ndern auf 2,05 Mio.Tonnen. Die Sch\u00e4tzung geht von einer Erholung der Durchschnittsertr\u00e4ge in Frankreich und in den UK und besseren Wachstumsbedingungen in Deutschland aus. Die Anbaufl\u00e4che Deutschlands wird auf 1,29 Milionen Hektar gesch\u00e4tzt, was eine Steigerung von 13 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Der Markt erwartet vermehrt, dass die EU eine Ernte von mehr als 10 Millionen Tonnen produzieren wird, jedoch k\u00f6nnen ung\u00fcnstige Wetterbedingungen in den n\u00e4chsten Monaten noch immer einen grossen Einfluss auf die tats\u00e4chliche Erntemenge haben.<\/p>\n<p>Die Verarbeitungsmargen haben sich innerhalb der Saison relativ gut entwickelt. Insbesondere der Sojabereich hat eine gute Alternative geboten. Sobald die Margen aber f\u00fcr die Sojabohnen- und Sonnensaatverarbeitung schlechter wurden, wurde vermehrt Rapssaat verarbeitet, was die ohnehin gute Verf\u00fcgbarkeit von \u00d6l nur noch steigerte und somit auch die Schlagl\u00f6hne dr\u00fcckte.<\/p>\n<p>Die Nachfrage nach \u00d6l aus dem Biodieselsektor ist nach wie vor niedriger als erwartet. Im Gegensatz zu Frankreich wird in Deutschland kein Biodiesel in normalen Diesel gemischt, so dass es keine &#8216;garantierte&#8217; Nachfrage gibt. Die Vermarktung von Biodiesel stellt sich noch immer schwierig dar, da u.a. Hersteller von bestimmten Motorenteilen keine Garantie f\u00fcr die einwandfreie Funktion dieser Teile geben. <\/p>\n<p>Die Kapazit\u00e4tsauslastung der Biodieselanlagen liegt derzeit weit unter 100 Prozent. Allerdings wird in Deutschland die Gesamtkapazit\u00e4t von 320.000 Tonnen bis 2002\/2003 auf ca. 700.000 Tonnen ausgebaut. Abzuwarten bleibt, wie die Kapazit\u00e4ten in Zukunft ausgelastet werden und wie sich die (ohnehin schon d\u00fcnnen) Margen in Hinblick auf eine aggressive Vermarktung von Biodiesel weiterentwickeln.<\/p>\n<p>China ist und bleibt der gr\u00f6sste beeinflussende Faktor im Markt. Jedoch gehen die Erwartungen eher dahin, dass China kein grosser K\u00e4ufer f\u00fcr kanadische Rapssaat sein wird. Daf\u00fcr sprechen die momentanen Preisverh\u00e4ltnisse und die Verf\u00fcgbarkeit von Alternativ-(nach)produkten. Allerdings ist ein weiterer Faktor die GMO-Regularien f\u00fcr den Import nach China. Kanada produziert zwar gmo-freie Rapssaat, kann sie aber nicht trennen und k\u00e4me somit als Exporteur nach China nicht in Frage. Deshalb k\u00f6nnen Australien und Europa als Ursprungsland in Frage kommen. Man erwartet, dass China ca. 200.000 Tonnen Rapssaat aus Europa importieren wird. Im Jahre 1999\/2000 waren es noch 1,889 Millionen Tonnen.<\/p>\n<p>&copy; 2002 &#8211; Deutsche Cargill GmbH <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Raps&ouml;lpreise haben im Laufe der letzten vier Wochen leicht nachgegeben, w&auml;hrend sich der Chicagoer Soja&ouml;lmarkt bis Ende letzter Woche auf das Preisniveau des Vormonats<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-5326","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5326","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5326"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5326\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5326"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5326"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5326"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=5326"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}