{"id":53063,"date":"2018-05-29T07:20:51","date_gmt":"2018-05-29T05:20:51","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=53063"},"modified":"2018-05-25T11:29:10","modified_gmt":"2018-05-25T09:29:10","slug":"windgas-in-wenigen-jahren-preiswerter-als-erdgas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/windgas-in-wenigen-jahren-preiswerter-als-erdgas\/","title":{"rendered":"Windgas in wenigen Jahren preiswerter als Erdgas"},"content":{"rendered":"<p><strong>Erneuerbarer Wasserstoff kann schon in den 2030er-Jahren g\u00fcnstiger zur Verf\u00fcgung stehen als fossiles Erdgas. Das belegt eine neue Kurzstudie des Berliner Analyseinstituts Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace Energy. W\u00e4hrend die Preise f\u00fcr Erdgas bis 2040 kontinuierlich steigen \u2013 von derzeit rund zwei Cent auf dann 4,2 Cent pro Kilowattstunde (kWh) \u2013, sinken die Produktionskosten f\u00fcr auf Basis von Gr\u00fcnstrom erzeugtem Wasserstoff \u2013 oder Windgas \u2013 im gleichen Zeitraum von aktuell rund 18 auf dann 3,2 bis 2,1 ct\/kWh, errechneten die Spezialisten.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWindgas wird genau zu dem Zeitpunkt kosteng\u00fcnstiger als die fossile Alternative, wenn es unverzichtbar wird, um volle Versorgungssicherheit in einem erneuerbaren Stromsystem zu gew\u00e4hrleisten\u201c, sagt Greenpeace Energy-Vorstand S\u00f6nke Tangermann. \u201eDamit das gelingt, muss die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode die n\u00f6tigen Rahmenbedingungen f\u00fcr den Ausbau der Windgas-Technologie schaffen.\u201c Dazu z\u00e4hlen f\u00fcr Greenpeace Energy zum Beispiel klare Ziele f\u00fcr die Senkung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen und den Ausbau von Erneuerbaren Energien in allen Wirtschaftsbereichen, um die n\u00f6tigen Investitionen in Windgas anzureizen.<\/p>\n<p>\u201eElektrolysegase erneuerbaren Ursprungs werden wettbewerbsf\u00e4hig. Erdgas zu nutzen hingegen wird immer teurer. Heutige Investitionen in die Elektrolyse-Technologie zahlen sich langfristig aus\u201c,\u00a0sagt Energy Brainpool-Studienautor Fabian Huneke. \u201eIm Energiesystem von morgen wird es weltweit g\u00fcnstiger sein, Elektrolysegase aus Wind- und Solarstrom\u00fcbersch\u00fcssen zu produzieren als f\u00fcr fossiles Erdgas und verbundene CO<sub>2<\/sub>-Emissionen zu bezahlen\u201c. Laut Studie werden die erwarteten Kostensenkungen m\u00f6glich durch eine industrielle Serienfertigung von Elektrolyseuren, eine stetig steigende Effizienz der Technologie und immer h\u00e4ufiger auftretende Strom\u00fcbersch\u00fcsse.<\/p>\n<p>Der Bedarf an erneuerbarem Wasserstoff ist in allen Wirtschaftssektoren sehr hoch: Im Stromsektor gew\u00e4hrleistet Windgas, das in gro\u00dfen Mengen im Gasnetz eingespeichert werden kann, die Versorgungssicherheit. Nur mit Windgas als Speichertechnologie lassen sich Dunkelflauten \u2013 das hei\u00dft Phasen mit wenig Wind und Sonne &#8211; von bis zu zwei Wochen zu vertretbaren Kosten \u00fcberbr\u00fccken. Zugleich ist es n\u00f6tig, um die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen etwa im Flug- oder Schiffsverkehr, in der Stahlproduktion oder der Chemieindustrie zu senken. In diesen Bereichen hat die Energiewende bislang praktisch nicht stattgefunden. Gr\u00fcner Wasserstoff kann dort jeweils fossile Rohstoffe ersetzen \u2013 als Grundlage erneuerbarer Treibstoffe oder f\u00fcr wichtige Chemieprodukte wie D\u00fcnger und diverse Kunststoffe.<\/p>\n<p>Hintergrund: Der Preisberechnung f\u00fcr Erdgas liegen steigende CO<sub>2<\/sub>-Zertifikatspreise bei Erdgas (106,8 \u20ac\/t CO<sub>2<\/sub> im Jahr 2040, lt. International Energy Agency, 2017) zugrunde.<\/p>\n<figure id=\"attachment_53065\" aria-describedby=\"caption-attachment-53065\" style=\"width: 520px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.greenpeace-energy.de\/fileadmin\/docs\/pressematerial\/Vorstellung_Windgasstudie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-53065 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/csm_Vorstellung_Windgasstudie_01569007d0.jpg\" alt=\"csm_Vorstellung_Windgasstudie_01569007d0\" width=\"520\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/05\/csm_Vorstellung_Windgasstudie_01569007d0.jpg 520w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2018\/05\/csm_Vorstellung_Windgasstudie_01569007d0-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-53065\" class=\"wp-caption-text\">Stellten die Studie heute bei einer Pr\u00e4sentation im Bundestag vor (v.l.n.r.): S\u00f6nke Tangermann (Vorstand Greenpeace Energy), Fabian Huneke (Energy Brainpool), Michael Friedrich (Politik und Kommunikation (Greenpeace Energy). Foto: Christoph Rasch (Greenpeace Energy AG)<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kurzanalyse von Energy Brainpool finden Sie <a href=\"https:\/\/www.greenpeace-energy.de\/fileadmin\/docs\/pressematerial\/180419_GPE_Kurzanalyse_Kostenentwicklung-erneuerbare-Elektrolysegase_fin....pdf\" target=\"_blank\">hier zum Download<\/a>.<\/p>\n<p>Vorstellung_Windgasstudie.jpgjpg | 2 MBPressefoto zur honorarfreien Verwendung. Bildnachweis und Beschreibung siehe oben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erneuerbarer Wasserstoff kann schon in den 2030er-Jahren g\u00fcnstiger zur Verf\u00fcgung stehen als fossiles Erdgas. Das belegt eine neue Kurzstudie des Berliner Analyseinstituts Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace Energy. 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