{"id":5259,"date":"2002-02-08T00:00:00","date_gmt":"2002-02-07T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20020208-02n"},"modified":"2018-02-21T10:12:57","modified_gmt":"2018-02-21T09:12:57","slug":"vom-acker-in-den-bus-umweltfreundliche-werkstoffe-aus-hanf-und-pflanzenoelen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/vom-acker-in-den-bus-umweltfreundliche-werkstoffe-aus-hanf-und-pflanzenoelen\/","title":{"rendered":"Vom Acker in den Bus: Umweltfreundliche Werkstoffe aus Hanf und Pflanzen\u00f6len"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/news-images\/20020208-03.jpg\" alt=\"Bus\" width=\"150\" height=\"100\" align=\"left\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>Osnabr\u00fcck. Umwelt- und gesundheitsbelastende Materialien im Fahr- und Flugzeugbau k\u00f6nnten zuk\u00fcnftig durch Produkte aus Pflanzen\u00f6len und -fasern, sowie durch andere nachwachsende Rohstoffe wie Gr\u00fcnschnitt, Kartoffeln oder Zuckerr\u00fcben ersetzt werden. Ein Team unter Leitung der Ingenieurgemeinschaft f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt (IGLU) aus G\u00f6ttingen entwickelt zurzeit ein Modellverfahren zur Herstellung eines Omnibus-Karosseriebauteils. &#8220;Wenn dieses Projekt erfolgreich verl\u00e4uft, k\u00f6nnten neuartige Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen umweltbelastende Glasfasern und Kunststoffe ohne qualitative Einbu\u00dfen ersetzen&#8221;, betonte Fritz Brickwedde, Generalsekret\u00e4r der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabr\u00fcck. Praxistests sollen zeigen, dass das neue Material \u00e4hnlich widerstandsf\u00e4hig wie herk\u00f6mmliche Werkstoffe sei. &#8220;Wir erhoffen uns neben einer gleichbleibenden Qualit\u00e4t der Bauteile Energieeinsparungen bei der Produktion, gesundheitliche Entlastung bei der Herstellung sowie eine problemlose und umweltneutrale Entsorgung&#8221;, sagte Brickwedde.<\/p>\n<p>Die DBU f\u00f6rdert das Projekt mit 477.000 Euro 80 Prozent der glasfaserverst\u00e4rkten Kunststoffe w\u00fcrden im Fahrzeugbau verwendet. Daher sei es einleuchtend, dass man die neuen Werkstoffe zun\u00e4chst in diesem Industriezweig teste. Als Tr\u00e4germaterial f\u00fcr Verkleidungselemente im Inneren von Fahrzeugen f\u00e4nden sie bereits Anwendung. &#8220;Neu ist der Ansatz, die nat\u00fcrlichen Komponenten auch in technisch anspruchsvolleren Bereichen anzuwenden&#8221;, sagte Brickwedde. Dazu z\u00e4hlten vor allem die au\u00dfen gelegenen Elemente, die Witterung und physikalischen Belastungen besonders standhalten m\u00fcssten. Zun\u00e4chst solle das Bauelement, ein Sto\u00dfb\u00fcgelteil als sichtbarer Teil der Busfront, in seiner Schlagfestigkeit und Einsatzf\u00e4higkeit optimiert werden. In einem anschlie\u00dfenden Praxistest werde dann untersucht, wie sich die Musterbauteile unter der Einwirkung von Feuchtigkeit, K\u00e4lte, Hitze, Streusalz und Schlagbelastungen verhalten. Ein Recycling-Konzept werde ebenfalls entwickelt &#8211; f\u00fcr die Zeit nach dem Gebrauch der Natur-Materialien.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit dem Faserinstitut Bremen, der Technischen Universit\u00e4t Braunschweig und mittelst\u00e4ndischen Partnern aus Niedersachsen und Bayern wolle die IGLU beweisen, dass glasfaserverst\u00e4rkte und damit umweltbelastende Kunststoffe ohne qualitative Einbu\u00dfen ersetzbar sind. Die Preform Bio-Composites aus Feuchtwangen (Bayern) verarbeite dabei zun\u00e4chst Faserfilze der AGRO-Dienst aus Huntlosen (Niedersachsen) mit einem Harzsystem auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Eine Firma aus Braunschweig (Niedersachsen) (K\u00f6rber Kunststofftechnik (KKT)) stelle aus diesen das Karosseriebauteil her.<\/p>\n<p>&#8220;Neben allen positiven Stoffeigenschaften hat diese Neuentwicklung jedoch nur eine Chance, wenn neben den technischen Details auch die Wirtschaftlichkeit \u00fcberzeugt&#8221;, hob Brickwedde hervor. Auf den ersten Blick sei das Naturprodukt zwar zun\u00e4chst teurer als der zu ersetzende Kunststoff. In der Gesamtkalkulation h\u00f6ben sich jedoch die Preiseffekte gegenseitig auf: Das Preisniveau des Harzsystems aus nachwachsenden Rohstoffen sei mit dem herk\u00f6mmlicher Harze vergleichbar. Naturfasern seien sogar erheblich g\u00fcnstiger als Glasfasern. Auch ihre Herstellung ben\u00f6tige nur ein F\u00fcnftel der Energie. Damit k\u00f6nne die Wirtschaftlichkeit der Werkstoffinnovation insgesamt positiv beurteilt werden. F\u00fcr die \u00fcberwiegend mittelst\u00e4ndisch strukturierte Zulieferindustrie der Automobilbranche sei dies ein wichtiger Aspekt.<\/p>\n<p>Bei fachlichen Fragen wenden Sie sich bitte an: Hans-Bernhard von Buttlar<br \/>\nIngenieurgemeinschaft f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt (IGLU)<br \/>\nTel.:0551-54885-22<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:IGLU-hb@t-online.de\">IGLU-hb@t-online.de<\/a><\/p>\n<p>Quelle: Pressemitteilung der <a href=\"http:\/\/www.dbu.de\/\">DBU<\/a> vom 2002-02-08.<\/p>\n<p>(Vgl. auch Meldungen vom <a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&amp;artikel=20020101-01.news\">2002-01-01<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&amp;artikel=20011203-02.news\">2001-12-03<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&amp;artikel=20011126-01.news\">2001-11-26<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&amp;artikel=20011029-02.news\">2001-10-29<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&amp;artikel=20010504-01.news\">2001-05-04<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/news-images\/20020208-03.jpg\" align=\"left\" width=\"150\" height=\"100\" border=\"0\" alt=\"Bus\"\/><\/p>\n<p>Osnabr&uuml;ck. 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