{"id":52424,"date":"2018-05-04T07:26:09","date_gmt":"2018-05-04T05:26:09","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=52424"},"modified":"2018-05-02T15:34:04","modified_gmt":"2018-05-02T13:34:04","slug":"wachstumskurs-mit-wermutstropfen-umsatz-deutscher-biotech-unternehmen-erstmals-ueber-vier-milliarden-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wachstumskurs-mit-wermutstropfen-umsatz-deutscher-biotech-unternehmen-erstmals-ueber-vier-milliarden-euro\/","title":{"rendered":"Wachstumskurs mit Wermutstropfen: Umsatz deutscher Biotech-Unternehmen erstmals \u00fcber vier Milliarden Euro"},"content":{"rendered":"<p>Die deutschen Biotech-Unternehmen sind 2017 sowohl beim Umsatz wie auch bei den Besch\u00e4ftigungszahlen deutlich gewachsen. Der Umsatz stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf \u00fcber vier Milliarden Euro und \u00fcbertraf damit das Rekordjahr 2016.<\/p>\n<p>Zahlen des aktuellen Biocom-Reports und von Erhebungen der Pr\u00fcfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst &amp; Young kommen in ihren aktuellen Ergebnissen zu \u00e4hnlichen Schl\u00fcssen: Die deutsche Biotech-Branche ist auf Wachstumskurs.<\/p>\n<p>Allerdings warnt der Leiter des deutschen Life Science Centers von Ernest und Young, Dr. Siegfried Bialojan, dass die positiven Ergebnisse nicht dem tats\u00e4chlichen Potenzial der Wissenschaft in Deutschland entsprechen w\u00fcrden. Er ist der Meinung, dass der gro\u00dfe Sprung nach vorne bisher ausgeblieben sei. Insbesondere beim Risikokapital h\u00e4tte es keine Entwicklung nach vorne gegeben \u2014 im Gegenteil: die Summe ging wieder leicht zur\u00fcck. Dabei sei es gerade das Venture Capital, das Investorenvertrauen ausdr\u00fcckt und Zukunftsvisionen honoriert \u2014 an beidem mangle es im internationalen Vergleich.<\/p>\n<p>Sandra Wirsching, die f\u00fcr den Biocom-Report zust\u00e4ndig ist, zeichnet ein positiveres Bild. Ihrer Meinung nach h\u00e4tten viele deutsche Biotech-Firmen inzwischen einen hohen Reifegrad erreicht, der sich in wachsenden Umsatz- und Mitarbeiterzahlen niederschlagen w\u00fcrde. Gleichzeitig sei die Gr\u00fcndungsdynamik in den letzten zwei Jahren wieder in Schwung gekommen, sodass auch langfristig weiteres Wachstum zu erwarten sei.<\/p>\n<p>Wachsende Investitionsbereitschaft<br \/>\nWie Biocom auf der Plattform biotechnologie.de berichtet, hat die Biotech-Branche im Jahr 2017 einen Umsatz von 4,1\u2009Milliarden Euro erwirtschaftet. Ein kr\u00e4ftiges Plus von 16\u2009% gegen\u00fcber dem Vorjahr, das durch die medizinisch aktiven Biotech-Firmen (+17\u2009%; 2,88 Milliarden Euro), die nicht-spezifischen Dienstleistungsfirmen (+15\u2009%; 853\u2009Millionen Euro) sowie die Unternehmen in der industriellen Biotechnologie (+8\u2009%; 290\u2009Millionen Euro) getrieben wurde. Ein stabiler Trend zeigt sich bei den Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung (F&amp;E): Mit 1,12\u2009Milliarden Euro (+1,2\u2009%) hat sich dieser Wert nun zum dritten Mal seit 2010 \u00fcber der Milliardenmarke eingependelt und belegt laut Analyse die wachsende Investitionsbereitschaft der Branche. Vor allem die Firmen der industriellen Biotechnologie haben gegen\u00fcber dem Vorjahr mehr Geld f\u00fcr F&amp;E in die Hand genommen (+6\u2009%, 54\u2009Millionen Euro), leichte Steigerungen gab es auch in der Bioinformatik (+3\u2009%; 13,6\u2009Millionen Euro) und bei den nicht-spezifischen Dienstleistern (+3\u2009%; 117,2\u2009Millionen Euro). In den anderen Teilbereichen der Biotech-Branche wurde das Vorjahresniveau erreicht.<\/p>\n<p>Whitepaper zur ACHEMA 2018<br \/>\nAuf dem Pr\u00fcfstand: Flexible Produktion und Modularisierung<br \/>\nIn der Zukunft soll die chemisch-pharmazeutische Produktion immer flexibler, spezieller und preisg\u00fcnstiger werden. Das Rezept f\u00fcr die Zukunft hei\u00dft Modularisierung. Im Whitepaper haben wir den Trend unter die Lupe genommen und wagen einen Ausblick. weiter&#8230;<\/p>\n<p>Scheu vor dem B\u00f6rsengang<br \/>\nDie Biotechunternehmen erhielten im Jahr 2017 laut EY eine Rekordfinanzierung in H\u00f6he von insgesamt 627\u2009Millionen Euro \u2014 eine Steigerung um mehr als ein Drittel (37\u2009%) im Vergleich zum Vorjahr. Den gr\u00f6\u00dften Anteil daran hatten insbesondere die Kapitalerh\u00f6hungen an der B\u00f6rse, die um knapp 60\u2009% auf 340\u2009Millionen Euro zulegten. Dazu gab es zwar erneut nur einen einzigen B\u00f6rsengang, der allerdings hatte es in sich: Der IPO des Jenaer Unternehmens InflaRx brachte 86\u2009Millionen Euro ein \u2014 das war mehr als an Kapital in den beiden Vorjahren zusammen eingespielt wurde.<br \/>\nW\u00e4hrend in Deutschland der Gang aufs Parkett eher die Ausnahme bleibt, legte in Europa auch die Zahl der B\u00f6rseng\u00e4nge weiter zu. 27 B\u00f6rseng\u00e4nge brachten insgesamt 950\u2009Millionen Euro ein (2016: 650\u2009Millionen Euro).<\/p>\n<p>Trotz der positiven Kennzahlen: Die Wachstumsraten im Vorjahr waren beim Umsatz h\u00f6her. Zudem gelang es erneut laut Ernst &amp; Young nicht, das Risikokapital f\u00fcr Start-ups signifikant zu steigern \u2014 es ging sogar leicht von 213 auf 201\u2009Millionen Euro zur\u00fcck. Auch die Investitionen in Forschung und Entwicklung sanken um drei Prozent auf 1,2\u2009Milliarden Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutschen Biotech-Unternehmen sind 2017 sowohl beim Umsatz wie auch bei den Besch\u00e4ftigungszahlen deutlich gewachsen. Der Umsatz stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf \u00fcber vier Milliarden Euro und \u00fcbertraf damit das Rekordjahr 2016. 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