{"id":5224,"date":"2002-03-08T00:00:00","date_gmt":"2002-03-07T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20020308-01n"},"modified":"2002-03-08T00:00:00","modified_gmt":"2002-03-07T22:00:00","slug":"u-s-bundesgericht-entscheidet-hanflebensmittel-bleiben-legal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/u-s-bundesgericht-entscheidet-hanflebensmittel-bleiben-legal\/","title":{"rendered":"U.S. Bundesgericht entscheidet: Hanflebensmittel bleiben legal"},"content":{"rendered":"<p>Die U.S.-Hanflebensmittel-Industrie hat einen entscheidenden Sieg im Streit mit der Bundesdrogenbeh\u00f6rde (DEA) errungen. Am 7. M\u00e4rz erlie\u00df ein Bundesrevisionsgericht in San Francisco eine einstweilige Verf\u00fcgung gegen eine Verordnung des DEA vom Oktober 2001. Diese Verordnung hatte mit Wirkung vom 8. Februar s\u00e4mtliche Lebensmittel, die &#8220;irgendeine Menge von THC&#8221; enthalten, rechtlich &#8211; mit entsprechenden Strafandrohungen &#8211; Marihuana gleichgesetzt und ihre Vernichtung verlangt. Da die DEA keinen numerischen THC Grenzwert festgesetzt hatte, war es bei den Hanfsamenverarbeitern und beim Einzelhandel, in dem zunehmend Hanfn\u00fcsse, \u00d6l, Energieriegel, Chips und Geb\u00e4ck mit Hanfgehalt angeboten werden, zu Unsicherheit \u00fcber die Interpretation dieser Verordnung gekommen. Mehrere Ketten hatten aus Furcht Hanflebensmittel aus ihrem Sortiment entfernt. <\/p>\n<p>Die Hanflebensmittelindustrie, vertreten von der Hemp Industries Association (HIA) und unter geistiger F\u00fchrung von David Bronner von Dr. Bronner&#8217;s Magic Soaps hatte daraufhin sowohl auf einstweilige Verf\u00fcgung als auch auf Aufhebung der Verordnung geklagt. Sie argumentierte, dass die Verordnung in mehrfacher Hinsicht gegen Verwaltungsrecht verst\u00f6\u00dft. So hatte die DEA &#8211; ohne Begr\u00fcndung und ohne \u00f6ffentliche Anh\u00f6rung &#8211; eine seit 1937 im Bundesgesetz bestehende Ausnahmegenehmigung f\u00fcr sterile Hanfsamen au\u00dfer Kraft gesetzt. Weiterhin wurde argumentiert, dass die willk\u00fcrliche Festsetzung eines &#8220;Null-Grenzwertes&#8221; unwissenschaftlich, unbegr\u00fcndet und undurchf\u00fchrbar sei.<\/p>\n<p>Der endg\u00fcltige Verbleib der Verordnung wird jetzt in den n\u00e4chsten Monaten vom Gericht entschieden. Erfahrungsgem\u00e4\u00df deutet die Gew\u00e4hrung der einstweiligen Verf\u00fcgung jedoch darauf hin, dass das Gericht die Argumente der Hanfindustrie grunds\u00e4tzlich f\u00fcr schlagkr\u00e4ftig h\u00e4lt. Letztendlich d\u00fcrfte die DEA gezwungen sein, in einer neuen Verordnung und nach \u00f6ffentlicher Anh\u00f6rung wissenschaftlich fundierte THC-Grenzwerte f\u00fcr Lebensmittel festzulegen. Durch geschickt koordinierte Medienarbeit ist es der Industrie inzwischen gelungen, die Existenz von Hanflebensmitteln sowie die Unsinnigkeit der Verordnung ins \u00f6ffentliche Bewusstsein zu bringen &#8211; mit entsprechend positiver Auswirkung auf die Verkaufszahlen.<\/p>\n<p>Eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung spielte die Studie &#8220;Assessment Of Exposure To And Human Health Risk From THC And Other Cannabinoids In Hemp Food&#8221; von Franjo Grotenhermen (nova-Institut), Gero Leson und Petra Plesse (Leson Environmental Consulting, USA). Die Studie kann <a HREF=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/pdf\/hemp-food-risk.pdf\" >hier<\/a> ungek\u00fcrzt als PDF-Datei heruntergeladen werden.<\/p>\n<p>(Vgl. auch Meldung vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20020208-05.news\">2002-02-08<\/a>.)<\/p>\n<p>Autor: Michael Karus (nova)<br \/>\nEndredaktion: Marion Kupfer (nova)<br \/>\nQuelle: nova-Recherche vom 2002-03-08.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die U.S.-Hanflebensmittel-Industrie hat einen entscheidenden Sieg im Streit mit der Bundesdrogenbeh&ouml;rde (DEA) errungen. Am 7. 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