{"id":5221,"date":"2002-03-08T00:00:00","date_gmt":"2002-03-07T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20020308-05n"},"modified":"2002-03-08T00:00:00","modified_gmt":"2002-03-07T22:00:00","slug":"strom-aus-biogas-effektiver-mit-hot-module-brennstoffzelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/strom-aus-biogas-effektiver-mit-hot-module-brennstoffzelle\/","title":{"rendered":"Strom aus Biogas &#8211; effektiver mit Hot-Module-Brennstoffzelle?"},"content":{"rendered":"<p>Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) will beweisen, dass Biogas ein effektiver Stromlieferant sein kann. Statt auf herk\u00f6mmliche Kraft-W\u00e4rme-Kopplung setzt sie auf einen Typ der Schmelzcarbonatbrennstoffzelle MCFC, das sogenannte &#8220;Hot Module&#8221;. Die Schmack Biogas AG soll nun untersuchen, ob die MCFC mit landwirtschaftlichem Biogas l\u00e4uft und welche Aufbereitungsschritte daf\u00fcr n\u00f6tig sind. Mit ersten Erkenntnisse aus der Versuchanlage ist Ende 2003 zu rechnen.<\/p>\n<p>In Biogasanlagen l\u00e4sst sich zwar sehr \u00f6kologisch Energie gewinnen, sie haben jedoch auch ein deutliches Manko: es f\u00e4llt immer mehr W\u00e4rme an als Strom. Der Bau einer Anlage macht folglich nur dann Sinn, wenn auch die W\u00e4rme ihren Abnehmer findet. Knackpunkt ist das bisherige Umwandlungsverfahren, bei dem das Gas in Kraft-W\u00e4rme-Kopplungsanlagen verbrannt wird. Die Brennstoffzelle bietet da erhebliche Vorteile: sie erreicht einen Stromwirkungsgrad von bis zu 50 Prozent und arbeitet deutlich leiser. Aus ersten Erfahrungen mit Erdgas lassen sich jedoch lediglich die Grundlagen f\u00fcr die technische Nutzung von Biogas ableiten.<\/p>\n<p>Hier setzt die Schmack Biogas AG nun mit Unterst\u00fctzung des Bundes an. Sie will die Verbindung der Biogaserzeugung mit der Karbonatbrennstoffzelle erst in Vorversuchen und schlie\u00dflich in einem Teststand auch praktisch erproben. W\u00e4hrend die Wissenschaftler bei Schmack in der ersten Phase Wege finden m\u00fcssen, das Gas ausreichend zu reinigen, bauen die Techniker beim Projektpartner MTU Friedrichshafen GmbH den Test-Brennstoffzellenstapel f\u00fcr die sp\u00e4tere Versuchsanlage. Da die MCFC Kohlenstoffdioxid in die Zellreaktion integriert, bietet sie bessere Voraussetzungen f\u00fcr das Biogas als die meisten anderen Brennstoffzellen. Ein weiterer Vorteil ist ihre hohe Arbeitstemperatur. Bei etwa 650 Grad Celsius kann das Gas in der Brennstoffzelle selbst reformiert werden, ein kostspieliger Reformer entf\u00e4llt. Einfach ist die Verkn\u00fcpfung dennoch nicht. Denn das Hot module ist in puncto Gas recht anspruchsvoll. Im Biogas vorhandene partikul\u00e4re Verunreinigungen aber vor allem auch Schwefelwasserstoff und Chlor\/Fluor-Verbindungen m\u00fcssen herausgefiltert werden.<\/p>\n<p>Im ersten Schritt werden daher mehrere Adsorptionsverfahren auf ihre Eignung f\u00fcr die Gasreinigung getestet. Die Ergebnisse liefern die Grundlage f\u00fcr den Aufbau eines Prototypen zur Gasaufbereitung, der f\u00fcr erste Tests an eine landwirtschaftliche Biogasanlage in Bayern angekoppelt wird. Erst danach soll der Hot Module-Laborzellenstapel die Anlage vervollkommnen. Erf\u00fcllt sie im halbj\u00e4hrigen Dauerbetrieb die in sie gesetzten Erwartungen, k\u00f6nnte sie zum Prototyp f\u00fcr eine ganz neue Generation von dezentralen Biomassekraftwerken werden.<\/p>\n<p>Barbara Wenig<\/p>\n<p>Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)<br \/>\nV.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Sch\u00fctte<br \/>\nHofplatz 1<br \/>\n18276 G\u00fclzow<br \/>\nTel.: 03843-69 30-0<br \/>\nFax: 03843-69 30-102<br \/>\nE-Mail: <a HREF=\"mailto:info@fnr.de\">info@fnr.de<\/a><br \/>\nInternet: <a HREF=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >http:\/\/www.fnr.de<\/a><\/p>\n<p>Pressemitteilung der <a HREF=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >FNR<\/a>, Nr. 238 vom 2002-03-08.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) will beweisen, dass Biogas ein effektiver Stromlieferant sein kann. 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