{"id":5213,"date":"2002-03-13T00:00:00","date_gmt":"2002-03-12T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20020313-01n"},"modified":"2002-03-13T00:00:00","modified_gmt":"2002-03-12T22:00:00","slug":"kostbarer-rohstoff-aus-shrimps-qualitaetsunterschiede-von-chitosan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kostbarer-rohstoff-aus-shrimps-qualitaetsunterschiede-von-chitosan\/","title":{"rendered":"Kostbarer Rohstoff aus Shrimps: Qualit\u00e4tsunterschiede von Chitosan"},"content":{"rendered":"<p>Das Seehof Laboratorium in Wesselburen (Kreis Dithmarschen) hat sich einer wichtigen Forschungsarbeit verschrieben. In der B\u00fcsumer Chitosananlage GSR ist der 72-j\u00e4hrige Chemiker Hans Mueller von der Haegen mit seinem Sohn Gerd (45) der Qualit\u00e4t von Krabbenschalen und des daraus gewonnenen Chitosans unterschiedlichster Herkunft auf der Spur. Die beiden Wissenschaftler haben bereits ein einzigartiges Standardverfahren entwickelt, um die Qualit\u00e4ten des jeweiligen Chitosans zu testen, denn nur auf diese Weise k\u00f6nnen jetzt auch die Einsatzm\u00f6glichkeiten des vielseitigen Materials bestimmt werden, das in fast allen Lebensbereichen eingesetzt werden kann. <\/p>\n<p>Dieser Natur-Rohstoff, der sich zur Weiterverarbeitung in zahlreiche Produkte z.B. der Kosmetik-, Textil-, Futter-, oder Sanit\u00e4tsindustrie eignet und mit dem in Japan bereits Millionenums\u00e4tze erwirtschaftet werden, ist in B\u00fcsum indes Mangelware. Denn den f\u00fcr einen rentablen Wirtschaftsbetrieb ben\u00f6tigten 6.000 Tonnen, die f\u00fcr 100 Tonnen fertiges Chitosan ben\u00f6tigt werden, stehen lediglich 250 Tonnen Rohmaterial entgegen. Nachteilig ist ebenfalls die geringe Ergiebigkeit der heimischen Krabbenschalen, indonesische Shrimps bringen einen bis zu achtfachen Ertrag, stellen die beiden Forscher fest. Aufgrunddessen sei auch bedauerlicherweise ein vom Land und der EU mit knapp einer halben Million Euro gef\u00f6rdertes Projekt zur Herstellung von international konkurrenzf\u00e4higem Chitosan gescheitert, so der Chef des Unternehmens.<\/p>\n<p>Dies tut dem Eifer der Wissenschaftler dennoch keinen Abbruch, denn aus qualitativ guten Schalen wollen sie nun in kleinen Mengen Chitosan f\u00fcr die Herstellung pharmazeutischer Produkte gewinnen. &#8220;Ein Produkt wollen wir jetzt zulassen&#8221;, verr\u00e4t der engagierte Chemiker. &#8220;Aber das dauert meist lange.&#8221; Inzwischen sind die Forscher zus\u00e4tzlich noch einem bemerkenswerten Ph\u00e4nomen auf die Spur gekommen. W\u00e4hrend bisher davon ausgegangen wurde, dass die Qualit\u00e4t des Chitosans von der Methode der Gewinnung abh\u00e4ngt, wissen die Dithmarscher heute, dass es allein auf die Lebens- und Nahrungsbedingungen der Tiere ankommt: &#8220;Am besten eignen sich frei lebende Shrimps&#8221;, wei\u00df Biologe Gerd Mueller von der Haegen zu berichten.<\/p>\n<p>(Vgl. auch Meldungen vom <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20020110-02.news\">2002-01-10<\/a>, <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20010701-01.news\">2001-07-01<\/a> und <a HREF=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/cgi-bin\/mih\/artikel.pl?id=-ID-&#038;artikel=20001220-02.news\">2000-12-20<\/a>.)<\/p>\n<p>Autorin: Marion Kupfer (nova)<br \/>\nEndredaktion: Michael Karus (nova)<br \/>\nQuelle: <a HREF=\"http:\/\/www.kn-online.de\/\" >Kieler Nachrichten<\/a> vom 2002-03-13. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Seehof Laboratorium in Wesselburen (Kreis Dithmarschen) hat sich einer wichtigen Forschungsarbeit verschrieben. 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